Besser als jede Putzfrau! Dustforce im Test

Getestet von | 10.02.2014 um 15:01 Uhr

Wenn man das Wort „putzen“ hört, geht es doch bestimmt allen von euch gleich. Meistens ist von einem demotivierten Stöhnen bis zum Verfluchen der Reinigungsutensilien alles dabei. Aber trotz großer Abneigung gegen das schon angesprochene Thema hat Capcom nun ein Spiel namens Dustforce auf den Markt gebracht, in dem ihr kräftig den Besen schwingen müsst und so rasant durch die Level „fegt“. In unserem folgenden Test wollen wir euch beschreiben, wie Capcom es versucht und auch durchaus schafft die Spieler zum sauber machen zu animieren.

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Alles begann damit…

Diesen Satz würden wir an dieser Stelle eigentlich gerne weiterführen und auf die tiefe, verstrickte, und überraschende Story des Spieles eingehen, aber es gibt keine. Leider ist es völlig unbekannt, warum ihr als einer der vier namenlosen und unterschiedlich bewaffneten Putzteufel durch die einzelnen Level schrubbt und saubermacht, wo es nur geht. Auch kommt nicht mal von Capcom selber ein kleiner Anhaltspunkt zur Geschichte.
Aber um ehrlich zu sein, braucht man bei einem Jump & Run doch auch gar keine ausgereifte Story, um richtig Spaß zu haben. Sonst könnte man ja auch die Spieleserie in Frage stellen, bei dem ein italienischer Klempner schon seit so vielen Jahren eine Prinzessin aus den Klauen einer überdimensionierten Echse rettet.
Komme was wolle, es wird geputzt und damit hat es sich! Aber jede kleine Fluse und kleiner Krümel muss nicht aufgesammelt werden, um die Stage abzuschließen. Das wird wohl leider ein paar Spieler enttäuschen, welche Wert auf eine gut erzählte Story legen, aber dafür werden Fans von Spielen wie Super Meat Boy mit diesem Titel richtig warm.

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An die Schrubber! Fertig! Los!

Gameplaytechnisch macht das Spiel nichts verkehrt, allerdings gibt es bei so einem Spiel auch nicht viel falsch zu machen. Man muss mit seinem gewählten Helden, schon wie in den ersten Super Mario Teilen, von links nach rechts laufen und dabei den ganzen Dreck beseitigen. Da sich die Charaktere aber im Verhalten nicht unterscheiden, kann man lediglich die Bewaffnung ändern. So ist es euch überlassen, ob ihr mit einem Schrubber, Staubsauger, zwei Staubwedeln oder einem Laubsauger durch das Spielgeschehen huscht. Habt ihr euch dann für eine Reinigungskraft entschieden, muss man sich natürlich so schnell und so elegant wie möglich durchs Level bewegen. Durch gut getimete Combos und Ausschalten von Gegnern, lässt sich das Level noch schneller und spektakulärer auf Vordermann bringen. Wenn ihr also im gekonnten Stil mit Sprung und Doppelsprung Level für Level meistert und dabei sogar noch Stellwände hinauf hüpft oder abwärts gleitet, winken euch sogar noch Bonuspunkte. Und die werden auch dringend benötigt, denn wenn ihr ein Level gut oder sehr gut meistert, bekommt ihr Silber- oder Goldschlüssel. Übrigens könnt ihr nur mit diesen ein neues der über 50 Level betreten.
Durch die sehr intuitive Steuerung von Dustforce ist das auch durchaus möglich, wenn man genug geübt hat und über gute Fingerakrobatik verfügt. Generell lässt sich sagen, dass das Gameplay insgesamt leicht zu lernen, jedoch schwer zu meistern ist.

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Eigentlich mögen wir es ja dreckig…

Das Spiel macht schon echt viel Spaß und mit den Helden durch das Level zu huschen, ist wirklich sehr ansehnlich, aber leider fehlt da doch so manches. Gerade in Sachen Abwechslung lässt das Spiel etwas zu wünschen übrig.
Man kann zwar zwischen mehreren verschiedenen Helden wählen, aber da diese sich vom Spielverhalten nicht wirklich unterscheiden, ist das auch nicht wirklich erwähnenswert. So ist es übrigens bei den vielen Leveln, die sich anfangs noch relativ unterscheiden, aber schon nach einer kurzen Zeit merkt man, dass das Spiel eigentlich immer aus denselben Teilen zusammengesetzt ist.
Allerdings müssen hier auch noch zwei positive Aspekte des Spiels beleuchtet werden. Zum ersten wäre da der gut gelungene Soundtrack, welcher euch mit seinen gelungenen Beats wunderbar durch die Level begleitet. Und zum anderen der Multiplayer. Hier könnt ihr gegen eure Freunde antreten und zeigen, wer besser mit dem Staubwedel umgehen kann. Das treibt euch auch dazu das Spiel immer mehr und mehr zu spielen, um besser zu werden als eure Freunde.

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Sollte man das Spiel lieber unter den Teppich kehren?

Hier gibt es von uns eine klare Antwort. Nein! Trotz der kleinen Mängel und der fehlenden Abwechslung ist Dustforce ein sehr gelungenes Spiel für zwischendurch. Es dauert zwar etwas, bis man perfekt durch ein Level bohnern kann, aber wenn ihr die Steuerung gemeistert habt, ist schnell ein neues Level geladen, an dem ihr eure Fähigkeiten beweisen könnt. Dazu kommt auch noch, dass ihr euer erlerntes Können nicht nur an den Strecken sonder auch euren Freunden beweisen könnt. Und mit dem knackigen und auch gelungenem Soundtrack macht es gleich noch mehr Spaß. So sollten eigentlich alle Fans von Super Meat Boy voll auf ihre Kosten kommen.

Gutes

- intuitive Steuerung
- knackiger Soundtrack
- schlichtes aber gutes Design

Schlechtes

- manchmal frustrierend
- etwas eintönig

7.9 Gut

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