Bejeweled 3 – Review

Getestet von | 27.05.2012 um 22:32 Uhr

Casual Games sind auf dem Vormarsch – dies hört man bereits seit ewigen Zeiten und es scheint nicht so, als könne dieser Trend gestoppt werden. „PopCap Games“ ist ein großer Name im Geschäft rund um die Spiele für Zwischendurch und mit ihrem neuesten Werk „Bejeweled 3“ versucht man das Erfolgskonzept des Unternehmens auch auf die Next-Gen-Konsolen zu übertragen. Gelingt dieser Versuch oder ist „Bejeweled 3“ nicht mehr und nicht weniger als ein langweiliger Snack für harte Zeiten?

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Ein Spielchen für Zwischendurch

Das Spielprinzip der „Bejeweled“-Reihe sollte vielen Spielern bekannt sein und ist in dieser oder ähnlicher Form auch massenhaft kostenlos im Internet zu finden. Auf einem Spielfeld befindet sich eine Vielzahl an unterschiedlichen Symbolen, die es zusammenzuführen gilt, um so Platz für neue Teilchen zu schaffen. Immer drei identische Symbole müssen senkrecht oder waagerecht nebeneinander liegen, um dieses Ziel zu erreichen. Zugleich werden mit dem Vernichten von Teilchen und den daraus folgenden Kombinationen Punkte gesammelt, die die Anzeige am linken Bildschirmrand füllen. Hat der Spieler es geschafft, die Leiste komplett aufzufüllen, so wartet das nächste Level. Neben diesem klassischen Spielmodus kann man seine Zeit in noch drei weiteren Variationen vertreiben. Mal muss man Schmetterlinge davon abhalten, den Spielfeldrand zu erreichen, mal müssen die Steine gemäß nach „Poker-Regeln“ wie Flushs oder Full Houses abgeräumt werden. Im Kern bleibt das Spiel aber immer gleich und hier verbirgt sich auch das große Gefahrenpotenzial von „Bejeweled“: Zum einen kann es tatsächlich langfristig fesseln, da das Spielprinzip einfach ein gewisses Suchtpotenzial beinhaltet. Auf der anderen Seite kann die fehlende Abwechslung – die trotz unterschiedlicher Spielmodi einfach nicht wirklich zum Tragen kommt – schnell langweilen. Der Spieler fragt sich zu Recht, ob es Sinn macht, 30 Euro für ein Spiel auszugeben, welches in einer ähnlichen Form kostenfrei spielbar ist. Langfristige Unterhaltung kann geboten werden, wenn man entsprechend anfällig für diese Art von Spiel ist.
Ein wenig Abwechslung versucht man mit der kleinen Beigabe zu schaffen. Insgesamt zwei weitere Minispiele presste man mit auf die Disc. Sowohl „Zuma“ als auch „Feeding Frenzy“ sind bekannte Titel des Publishers. Bei Ersterem müssen farbige Kugeln, die auf einer Bahn entlang laufen, mit perfektem Timing abgeschossen werden. In „Feeding Frenzy“ schlüpft ihr in die Rolle eines Fisches, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, andere Fische zu fressen, um so möglichst schnell zu wachsen. Beide Spiele bieten kurzweilige Unterhaltung, verlieren im Regelfall ebenso schnell den Reiz wie das Hauptspiel.

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Kein Graus, aber auch kein Augenschmaus

Dass ein Spiel wie „Bejeweled“ nicht mit aufwändigen Grafiken überzeugen muss, ist klar. Fraglich ist auch, inwiefern solch ein simples Prinzip auch grafische Highlights hervorrufen können soll. Und nach einigen Spielsessions ist der Eindruck gefestigt: Die Art und Weise wie „Bejeweled“ präsentiert wird, ist kompletter Durchschnitt. Definitiv wird einem hier keine komplette Katastrophe fortgesetzt, doch besonders bezüglich der Effekte hätte sich das Entwicklerstudio ein wenig mehr ins Zeug legen können. Ab und an gibt es kleinere Lichtblicke, doch im Großen und Ganzen enttäuscht „Bejeweled“ auch auf grafischer Ebene.
Wenig falsch hat man bezüglich des Sounds gemacht. Ein kolossaler Soundtrack wird zwar nicht geboten, doch ist die Sound- und Effektkulisse konstant gut, ohne zu irgendeinem Zeitpunkt großartig zu nerven. Hin und wieder wirkt die Musikuntermalung sogar so sehr, dass der Spieler sich zum Teil schon atmosphärisch in den Spielpartien verliert.

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Kurzweiliger Spaß für zwischendurch?

Im Endeffekt ist „Bejeweled 3“ definitiv kein Spiel, welches in jede Spielsammlung hineingehört. Fragwürdig ist, warum man sich entschied, das Spiel als Retail-Game zu veröffentlichen – eine PSN-Version zum günstigeren Preis wär angemessener gewesen. „Bejeweled“ kann aber fesseln, wenn man entsprechend anfällig für dieses Genre und diese Art von Spiel ist. Der großen Masse wird es auf Grund der Monotonie und dem oft zu langwierigen Spielprinzip wohl eher weniger gefallen. Da nutzt letztendlich auch die ansprechende Soundkulisse und die gute Handlichkeit bezüglich der Steuerung nichts.

Gutes

+ einfaches Spielprinzip
+ Steuerung gut angepasst
+ schöne Soundkulisse

Schlechtes

- zu eintönig, keine Abwechslung
- grafisch nicht ansprechend
- keine richtige Onlineanbindung

6.5 Mittelmäßig

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