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Bayonetta – Review

Artikel von | 05.01.2010 um 20:48 Uhr

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Die japanischen Entwickler Platinum Games haben schon als ehemaliges Clover Studio aufgezeigt, dass sie etwas auf dem Kasten haben. Nach dem durchwachsenen Erfolg mit MadWorld auf der Wii, kehren sie zurück zu ihren Wurzeln und bringen ein Action Adventure für die HD Konsole raus. Wir haben die neue Hexe am Himmel der Spielbranche genau angeschaut und erzählen von unserem Date mit ihr.

Sexy Hexe

Eine Horde Gegner, fallende Steine und zwei Hexen, die um ihr Leben kämpfen, während im Hintergrund die Vorgeschichte von Bayonetta abgespult wird. Wer das Intro überlebt hat, hat schon einen Einblick in das rasante Gameplay werfen können. Die Geschichte zu Bayonetta ist Genre bekanntlich schnell erzählt. Eine Hexe, die aus einem 100-jährigen Schlaf erwacht, macht sich auf die Suche nach der Bedrohung der Welt. Denn Bayonetta kommt aus einem alten Hexenclan, der Umbra. Dieser Clan steht im ständigen Kampf gegen die Gegner des Himmels. Denn sowohl die Umbra-Hexen wie auch die Lumina-Weisen behüten je ein Auge der Welt. Und auf diese Steine hat eine nicht näher genannte Macht Anspruch erhoben. Wie üblich auf ihrer 10 Stunden Non-Stopp-Action erfährt sie die richtige Wahrheit, bekämpft Dämonen und erlebt den einen oder anderen Story-Twist, während im Hintergrund der Kampf zwischen Himmel und Hölle, Gut gegen Böse seinem Höhepunkt entgegenschreitet und die ganze Welt ins Chaos stürzen kann. Kennen wir doch schon von wo anders!! Dies ist auch nicht wirklich schlimm, denn das Gameplay und ihre Combomöglichkeiten lässt die Geschichte wie ein kleines nerviges Anhängsel aussehen. Die Story wird in zwei Arten vorangetrieben. Zum einen sind das die Ingame-Sequenzen, die schön vertont sind, und auf der anderen Seite die animierten Comicstreifen (die ebenfalls vertont sind). Beide können aber das Manko des Storytelling nicht tilgen. Kommt noch hinzu, dass die Übersetzung nicht mit Fehler geizt. Gegen den Schluss der Geschichte kann es sogar vorkommen, dass die Übersetzung gar nicht erscheint. Das Ganze ist nicht weiter schlimm, da das Abenteuer linear gehalten wurde.

 

Eine neue Heldin betritt die Branche

Der Grundstein von Bayonetta ist frapide mit dem der Devil May Cry Serie zu vergleichen. Der Style, die Combos, die HUD Anzeigen alles erinnert einen leicht an den Dämonenschlächter von Capcom. Es wird aber den meisten klar, sobald sie erfahren, dass Herr Hideki Kamiya an diesem Titel gearbeitet hat. Aber zum Glück unterscheiden sich die beiden Spiele schon noch voneinander.

Nebst der anderen optischen Erscheinung, lässt Bayonetta Schwerter und Gitarren links liegen. Sie setzt lieber auf ihre 4 wunderschönen Schießeisen. Die nicht nur an der Hand, sondern auch an den Schuhen angemacht werden. Doch wie üblich spendieren die Macher zusätzliche Waffen, sei es eine Schlangenpeitsche, Raketenwerfer, Schlittschuhe und noch einiges mehr. Zudem darf die Hexe fallen gelassene Waffen der Gegner ebenfalls benutzen. Wie üblich erhält der Spieler zwei Standardangriffe, die sich in leichtem und schwerem Schlag unterscheiden. Blocken kann die gute Dame nicht, dafür erhält sie eine Ausweichmöglichkeit. Ist sie knapp einem Angriff entwichen, läuft alles für ein paar Sekunden in Zeitlupe ab, während Bayonetta dann kräftiger aussteilt. Bei den Kombos entfaltet sich das Spiel. Denn je nachdem, wie man die Buttons drückt, macht Bayonetta andere Kombos oder Finisher. Das Ganze ändert sich noch einmal, wenn man die Waffenarten miteinander verbindet. So spielt sich Bayonetta anders, wenn an den Füßen z.B. die Schlittschuhe angezogen hat. Jede Hexe hat ihre magischen Fähigkeiten. Bei Bayonetta sind das verzauberte Haare, die in der Regel ihren nackten Körper bedecken. Je nach Kombo-Art kommen diese Haare zum Zuge. Sind noch einige Magiepunkte aufgefüllt, kann Bayonetta die Haare als Finisher missbrauchen, was in stylischen Sequenzen inmitten des Schlachtfeldes gezeigt wird. Natürlich wird nicht nur das gemeine Fußvolk die wahre Pracht der Haare erfahren. Auch in Bosskämpfen kommt dieses Feature vermehrt zum Einsatz. Denn Bosse gibt es in diesem Spiel in Hülle und Fülle. Man stolpert sozusagen von einem Boss zum nächsten und versohlt den wenigen Fußvolkengeln den Hintern. Leider hat die Kamera nicht die Schnelligkeit von Bayonetta geerbt. Nebst den Combos, Haargeflechten und Waffen gesellen sich noch ein paar tierische Transformationen für wenig Abwechslung hinzu. Bayonetta wird sich in einen Panther, eine Krähe oder in Schmetterlinge verwandeln können, um eventuell weitere Plattformen erreichen zu können oder um im letzten Augenblick noch richtig auszuweichen. Leider aber verliert man leicht den Überblick über das Kampfgeschehen. Dies ist nur eines der kleinen negativen Punkte im Spiel. Schon früh in der Entwicklung haben die Herren und Damen von Platinum Games verkündet, dass sie Probleme mit der PS3-Version haben und das sieht man leider auch. Etliche Texturen sind matschig oder pixelig rausgekommen, Tearing und Einbrüche in der Framerate muss man hinnehmen. Obwohl ein lineares Adventure nicht schlimm ist, so kommt einem schon das Grummle hoch, wenn man durch das ganze Abenteuer kaum mehr als 5 Meter Platz hat, um sich auszutoben. Natürlich sind die Bosskämpfe da ausgenommen. Die werden auf riesige Plätze zu Tode geschossen. Die wenigen Musikstücke tun den Rest. Hier hätte man mehr daraus machen können. Auch findet man kein einziges „echtes“ Rätsel im Spiel, das etwa zur Auflockerung hinhalten hätte können.

 

Action Porno der Superlative?

Nun, dass Bayonetta nicht mit ihren Reizen geizt, sollte allen klar sein. Auch wenn das Gezeigte nie in die billige Sexismus-Ecke gestellt werden kann, haben so manche männliche Spieler sicher ihre Freude bei der einen oder anderen heißen Bildeinstellung von Bayonetta. Wie man es schon von der DMC Reihe kennt, sind die Zwischensequenzen und eigentlich das Drumherum extrem durchgestylt und durchdacht. Bayonetta läuft, springt hin und her, lässt nichts anbrennen, verspottet ihre Gegner, während sie ihre Kurven bei einem Tänzchen zur Schau stellt. Reitet auf Raketen, fährt Motorrad, fliegt ins Weltall, läuft Wände hinauf und der Lava davon und das alles ohne Kratzer an ihrem heißen geschmeidigen Körper.

Beendete Kapitel dürfen nochmals gestartet werden, um fehlende Schallplatten (daraus werden Waffen gemacht) zu finden. Auch sogenannte Alheim-Portale sind in den Levels gut versteckt. Wer diese findet, muss die darin gestellte Aufgabe abschließen, um Hexenherzen und Mondsteine zu sammeln. Diese zwei Items werden gebraucht, um die Lebenspunkte sowie die Magiepunkte zu erhöhen. Auch einen Dämonenshop wurde integriert. Darin erhält Bayonetta gegen ein Entgelt neue Kombos, Getränke, Waffen wie auch bestimmte Parfüms, die sie optisch verändern. Alles schön klassisch gehalten.

 

Fazit

Platinum Games hat es tatsächlich geschafft, den alteingesessen Dante vom Thron zu stoßen. Obwohl das Spiel hin und wieder Mängel in der Technik aufweist, so ist das Drumherum fast perfekt ausgefallen. Wer schon mit dem Dämonenschlächter Dante seinen Spaß hatte, wird den auch mit Bayonetta erleben. Sie ist rasant, tödlich und hoffentlich wird es nicht die letzte Episode sein, die wir von ihr sehen werden.

 Testbericht

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  • Publisher:

Gutes

Schlechtes

/ 10 Undefiniert

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