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Battlefield V im Test – Das Schlachtfeld hat sich verändert

Artikel von | 04.12.2018 um 14:51 Uhr

Nachdem vor zwei Jahren in Battlefield 1 der erste Weltkrieg abgehandelt wurde, versuchen es DICE und Electronic Arts in diesem Jahr bei Battlefield V mit dem zweiten Weltkrieg als Setting für den neusten Shooter Ableger. Es wird verschiedene Kriegsgeschichten als Story geben, einen Multiplayer bei dem, wie gewohnt, riesige Schlachten stattfinden und zu einem späteren Zeitpunkt noch einen Battle Royale Modus. Im vergangenen Jahr hat sich DICE jedoch mit Star Wars Battlefront II eher mit viel Kritik als Lob besudelt, wie es mit Battlefield V in diesem Jahr läuft, das erfahrt ihr in unserem Test.

Battlefield V Review Test

Erlebt den zweiten Weltkrieg mal etwas anders

Während bei der Konkurrenz Call of Duty in diesem Jahr auf den Story Modus verzichtet wurde, bietet Battlefield V auch in diesem Jahr eine Einzelspieler Erfahrung mit vier Kriegsgeschichten. Diese möchten nicht die klassische 2. Weltkriegsstory bieten, bei dem man dann gegen Nazis kämpft, Schlachterfolge feiert und am Ende die Welt rettet. Hier kämpft man nämlich mit unterschiedlichen Personen in kleineren Kriegssituation gegen die Deutschen (Nazis) und versucht damit das Kriegsgeschehen in eine andere Richtung zu führen. Sie basieren auf echten historischen Schlachten, auch wenn sie Videospieltypisch nun einmal etwas spannender und actionreicher dargestellt werden. Das Ganze funktioniert auch ganz gut und man knüpft dadurch eine gewisse emotionale Bindung an die Charaktere, gleichzeitig gibt es auch einige Punkte zu denen wir später kommen, welche das Einzelspieler Erlebnis zunichtemacht. Aktuell sind drei der vier Kriegsgeschichten spielbar, die letzte wird in Kürze nachgereicht.

Bei der ersten Geschichte „Under no Flag“ übernimmt man die Rolle eines britischen Zivilisten, der durch Zufall teil des Militärs wurde und dort mit einem Kommandanten spezielle Einsätze ausführen soll. Basierend auf „Operation Albumen” möchte man in kleinen Teams die Flugplätze der deutschen Soldaten sabotieren, damit diese ihre Angriffe nicht ausführen können in Griechenland. Ihr erfüllt mit Billy Bridger als eher untypische Soldat eure Aufgaben, um dem Wiederstand zu helfen. Durch den Charakter versucht man auch etwas Humor an gewissen Stellen einzubringen, auch wenn es nicht immer passend ist.

Battlefield V Review Test

Die zweite Kriegsgeschichte „Nordlys“ erzählt vom norwegischen Wiederstand gegen die deutschen, die im Norden Europas an der Atombombe und speziell an schwerem Wasser geforscht haben. Da man als eine einzelne Frau gegen unzählige Soldaten kämpfen muss, sind dabei vor allem ein vorsichtiges Vorgehen und gezielte Manöver eure besten Mittel, solange ihr euch im Schnee verstecken könnt. Hier könnt ihr euch mit Skiern zeitweise fortbewegen was recht unterhaltsam ist. Diese Geschichte setzt allem voran auf Emotionen und kann diese gut einfangen.

„Tirailleur“ ist der Name der dritten Kriegsgeschichte und erzählt von „Operation Dragoon“, bei der französische Soldaten sowie Alliierte aus anderen Ländern gegen die deutsche Vormacht in Frankreich kämpfen. Im Spiel soll die Truppe aus fremden Ländern nur eine Basis einnehmen und dabei den ersten Vorstoß darstellen und so gesehen als Bauernopfer für die anderen Truppen dienen. Doch mit genügend Überzeugung und Wille könnte der Trupp womöglich mehr gegen die deutsche Übermacht ausrichten. Diese Geschichte bietet durch große Schlachten viel Action und fängt das Kriegsgeschehen gut ein.

Die vierte Kriegsgeschichte „The Last Tiger“ werden wir ergänzen, sobald sie ins Spiel integriert wurde.

Bevor wir zu sehr ins Detail bei jeder Episode gehen, handeln wir diese gemeinsam ab. Ihr erlebt in diesen relativ kleinen Geschichten etwas Neues und rettet zwar nicht die Welt, aber könnt Teil des Puzzles sein. Deshalb ist es gewissermaßen emotionaler, weil diese nun einmal einen historischen Faktor haben und zeigen wollen, dass individuelle Personen ihr Leben für das Leben vieler anderen geopfert haben – was nun mal ein Krieg leider mit sich bringt. Da diese aber nicht zusammenhängen und die Kriegsgeschichten jeweils auch nur 1-2 Stunden lang sind, hat man diese nicht nur recht schnell erledigt, sondern auch immer nur eine kurze Bindung zum Charakter. Neben der Geschichte gibt es dann auch noch kleine Nebenaufgaben in den Missionen zu erledigen, seien es Sammelobjekte oder gewisse Aufgaben wie „Erledige X Feinde in Y Sekunden“ und damit gibt es für Komplettisten einen gewissen Wiederspielwert.

Battlefield V Review Test

Zusammengefasst: DICE setzt beim neuen Ableger auf das gleiche Story Format wie beim Vorgänger Battlefield 1 – das kann man mögen oder auch nicht. Es wird eine gute Mischung aus Spannung, Emotionen und vereinzelt auch Humor geboten. Durch den historischen Hintergrund bekommt die Geschichte etwas größere Bedeutung und man lernt theoretisch noch etwas dabei, bis zu einem gewissen Grad zumindest. Da zur Veröffentlichung nur drei Kriegsgeschichten verfügbar sind und selbst mit dieser sicherlich nicht mehr als zehn Stunden Spielzeit geboten wird, fällt der Modus natürlich etwas kürzer aus als man womöglich erwartet hat. Das größte Problem liegt aber im Gameplay, zu dem wir jetzt kommen.

Zwischen Vergangenheit und Zukunft

Eins vorab: Wir gehen davon aus, dass jeder wissen sollte, wie sich ein Shooter spielt und sprechen daher über die Besonderheiten bei Battlefield V. Bevor wir zum Multiplayer und damit zum Kern kommen, wollen wir noch unsere Meinung zur Story hier niederschreiben.
Prinzipiell läuft die Kampagne spielerisch wie gewohnt ab. Ihr habt ein Ziel in einem gewissen Bereich, dieses ist meistens in einer feindlichen Basis und daher müsst ihr die Feinde ausschalten – falls möglich natürlich lautlos, ansonsten erledigt ihr danach einfach alle in Rambo Manier und schließt das Ziel ab, gefolgt von einer Zwischensequenz. So in etwa läuft es die ganze Zeit ab, nur eine Sache funktioniert nicht wirklich: Das Schleichen, dank der KI. Das liegt nicht daran das diese besonders clever ist, sondern weil es keine Balance gibt. Mit einem Indikator seht ihr beispielsweise falls euch ein Feind entdeckt.

Nur ist das in Battlefield V so, dass diese euch aus etwa 50-100 Meter Entfernung sehen könnt, ihr diese nicht unbedingt. Selbst wenn ihr euch in Gräsern oder hinter Objekten versteckt, ist die Chance noch da vom Feind gesehen zu werden. Das führt dazu, dass das Schleichen keinerlei spaß macht. Es gibt zwar meist ein Alarm den ihr deaktivieren könnt und somit die Verstärkung verhindern könnt, ansonsten gibt es kaum einen Grund zu schleichen, weil ihr oft zu einfach entdeckt werdet und am Ende sowieso alle Feine erledigen müsst. Gleichzeitig ist die KI an anderen Stellen nicht gerade clever, aber macht euch durch die reine Menge an Feinden fertig. Dadurch ist der Story Modus alles in allem etwas frustrierend zu spielen, da ihr womöglich oft neustarten müsst an gewissen Checkpoints.

Battlefield V Review Test

Aber genug von der Story, das sind alte Kriegsgeschichten. Kommen wir zum wichtigsten Punkt: dem Multiplayer. Die Rede ist aber nicht vom Battle Royale und Tides of War Modus, die erst später ins Spiel integriert werden. Zu erwähnen ist auch, dass DICE zwischen Beta und der aktuellen Version einiges geändert hat und sich Battlefield V somit auch anders als andere Ableger spielt.
Gleichgeblieben sind aber einige Prinzipien: Ihr kämpft auf einer recht großen Karte um den Sieg, dabei gibt es insgesamt 32 bis 64 Spieler pro Runde, die sich dann auf unterschiedliche Squads verteilen und viel Action garantieren. Es gibt vier feste Klassen mit dem Sturmsoldaten, Sanitäter, Versorgungssoldat und dem Aufklärer – alle haben gewisse Funktionen wie Heilen, Munition auffüllen oder Fahrzeugabwehr und auch feste Waffensets. Ein Sniper mit Medi-Kit und Raketenwerfer ist dadurch gar nicht erst möglich. Daher sollte man sich schon vor dem Spiel oder nach jedem Tot überlegen, welche Rolle man einnimmt, besonders wenn man in einem Squad spielt. Ein Sanitäter hat beispielsweise kaum Chancen gegen einen Panzer zu überleben und braucht daher Unterstützung von anderen Spielern. Fahrzeuge (Panzer, Quads, Flugzeuge) kann logischerweise jeder steuern, falls er dazu in der Lage ist. Während der Sanitäter alle wiederbeleben kann, können andere Klassen nur die eigenen Squadmitglieder wiederbeleben. Auch das nur Aufklärer Feinde markieren können ist neu, da gibt es einige dezente Änderungen im Vergleich zu vorherigen Titeln.

Beim Multiplayer gibt es die Modi Eroberung (Erobern von Flaggen mit 64 Spielern), Team Deathmatch, Durchbruch (Ein Team muss Gebiete verteidigen, das andere angreifen), Frontlinien (Kampf um einen gewissen Zielpunkt herum), Vorherrschaft (Erobern von Flaggen mit 32 Spielern) und Große Operationen (Hier kämpfen Teams gegeneinander über mehrere Tage hinweg auf unterschiedlichen Karten). Spielbar sind aktuell acht Karten, die auch auf den Story Gebieten basieren und recht weitläufig sind. Zu einem späteren Zeitpunkt kommt dann noch der Tides of War Modus sowie ein Übungsgelände ins Spiel. Dazu gibt es noch tägliche und spezielle Aufträge, bei denen ihr Punkte zum Freischalten von Gegenständen und Ausrüstung verdienen könnt. So könnt ihr etwas Abwechslung in euer Spiel bringen und bestimmte Dinge ausprobieren.

Daher gibt es im Multiplayer aktuell wenig neues wie beispielsweise Zombies oder einen Battle Royale Modus, sondern lediglich die Klassiker. Tides of War soll dafür den Grundstein darstellen. In diesem Modus spielt man unterschiedliche Epochen des zweiten Weltkriegs nach und kann dabei verschiedene Boni verdienen. Unabhängig davon könnt ihr mit vorher festgelegten Charakteren ihr sowohl optisch als auch von der Ausrüstung eure Kompanie anpassen. Sei es Geschlecht, Charaktermodell, Klasse, Primärwaffe, Zweitwaffe, Nahkampf-Gegenstand, Gadgets oder die Kleidung – ihr könnt vieles nach eurem Geschmack anpassen. Lediglich etwas Zeit muss investiert werden, weil ihr vieles erst freischalten müsst. Jede Primärwaffe hat beispielsweise eigene Aufsätze und optische Anpassungen die ihr durch aktive spielen bekommt.

Das wäre das drum herum, kommen wir zum Boom Boom – Also zum Gameplay. Battlefield Veteranen werden sich sofort heimisch fühlen. In einem weitläufigen Gebiet werdet ihr im Team zum Gegner preschen und versuchen diese zu erledigen. Ihr merkt aber recht schnell, dass diese überraschend schnell fallen – genauso wie ihr selbst auch. Denn DICE hat im Vergleich zu vorherigen Ablegern die Lebenspunkte drastisch gesenkt. Das sorgt natürlich auch dafür, dass richtige Gefechte zwischen zwei Spielern eher schnell abgehandelt sind. Es könnte also passieren, dass ihr sehr oft einfach von einer Ecke abgeschossen werdet und nahezu sofort sterbt, bevor ihr den Feind überhaupt gesehen habt – andersrum natürlich genauso. Es ist gewissermaßen Realistisch, wenn man nach nur einem Headshot sofort stirbt, kann einen aber auch durchaus frustrieren. So hat sich das Gameplay auch etwas an Call of Duty angenähert. Es läuft schneller, man stirbt schneller und ist öfter mitten in der Action. Ruhige Momente gibt es auch noch, wenn ihr mit eurem Squad einen abgeschiedenen Bereich erobern oder die Feinde einkesseln wollt und erst einmal für paar Minuten irgendwohin lauft ohne Feindkontakt. Andererseits kann ein Match im Multiplayer über 30 Minuten dauern und in dieser Zeit wird es überaus intensiv und spannend.

Geblieben ist die Zerstörung von Gebäuden, was durchaus einen gewissen Gameplay Faktor darstellt und außerdem überaus spektakulär aussieht. Was DICE ebenfalls toll hinbekommen hat, ist das Verteilen der Spieler auf das jeweilige Team. Denn von zehn runden enden 8-9 davon überaus knapp mit nur wenigen Punkten Differenz. Die Eigene Leistung ist daher besonders wichtig, sei es das töten, erobern von Punkten oder die Versorgung von Team Kameraden, weil alles Entscheidend für den möglichen Sieg sein kann. Weniger gut gelungen ist das Balancing im Gameplay selbst. Ein guter Indikator für sowas ist oft, wenn viele Spieler die gleiche Waffe nutzen und das ist nun einmal in Battlefield V der Fall. Als Sanitäter hat man oft einfach keine Chance gegen andere Klassen durch die unterschiedlichen Waffen. Auch bei Fahrzeugen ist es noch nicht optimal gelöst. Panzer können unzählige Teamkameraden erledigen ohne das ein Mitspieler diesen vernichten kann. Gleiches in der Luft, wenn Spieler zum Ende eine 45-0 K/D haben, dann ist da irgendwas im Spiel komisch gelaufen. Auch bei der Steuerung gibt es teils merkwürdige Entscheidungen. Während man mit Viereck eine Waffe aufheben kann, nutzt man Viereck auch um Kameraden wiederzubeleben. Da ein Verwundeter immer eine Waffe fallen lässt, sorgt das durchaus für nervige Momente.

Battlefield V Review Test

Wie an anderen Stellen auch, merkt man einfach, dass DICE entweder zu wenig Zeit von EA bekommen hat oder es zu viele Probleme währenddessen gab. Und das, obwohl der Titel sogar schon einmal verschoben wurde. Die Story ist sowohl spielerisch als auch vom Inhalt teilweise unfertig, da nur drei der vier Kriegsgeschichten verfügbar sind. Im Multiplayer gibt es zur Veröffentlichung keinen Trainingsmodus und Tides of War wird ebenfalls erst nachgereicht, auch wenn dieser Modus groß angekündigt wurde und frischen Wind hineinbringen soll. Ladezeiten sind nicht wirklich optimiert, Animationen teilweise fehlerhaft oder nur notdürftig umgesetzt und das Gameplay nicht ganz ausgereift. Fahrzeuge kann man optisch nicht anpassen, auch das soll erst nachgereicht werden. Das kennt man so von Battlefield und Entwickler DICE nun einmal nicht. Es ist nicht unbedingt der Weltuntergang und man kann dennoch seinen Spaß haben, aber es hätte besser sein können. Ob das am kommenden Battle Royale Modus liegt, wäre möglich, weiß man aber nicht. Am Ende fühlt man sich als Käufer gewissermaßen als Beta-Tester, wobei es Tides of War zumindest in der Beta gab.

Eine besondere Notiz gibt es noch für den ingame Shop von Battlefield V. Bei Star Wars Battlefront II hagelte es für diesen und die dazugehörigen Mikrotransaktionen jede Menge Kritik. Bei BFV gibt es im ingame Shop nur optische Inhalte und auch keinerlei Echtgeld Mikrotransaktionen, alles muss klassisch erspielt werden. Einen Season Pass gibt es auch nicht und alle kommenden Inhalte sollen kostenlos ergänzt werden, da ist EA wohl auf Versöhnungskurs.

Im Kern ist und bleibt es Battlefield

Audiovisuell ist sich DICE treu geblieben und bietet mit Battlefield V, das von den Entwicklern gewohnte spektakuläre. Optisch ist der neuste Battlefield Teil wieder einmal ein echter Hingucker und das, obwohl sich 64 Spieler auf der Karte tummeln und die Karten sehr weitläufig und detailliert sind. In manchen Situationen ist einfach so viel Action auf dem Bildschirm, dass man sich wie in einem echten Krieg fühlt. Überall Schüsse, Explosionen und unzählige Soldaten um einen herum – das sind die Momente von denen Battlefield nun einmal lebt. Nur kommen sie leider in Battlefield V nicht ganz so häufig vor, weil bestimmte Karten das nur begrenzt hergeben. Wie erwähnt gibt es aktuell acht spielbare Karten, mit Rotterdam als verwinkelte Stadt bis hin zu weitläufigen Schnee Gebieten wie in Narvik bieten diese optisch sehr viel, spielerisch wird sich sicherlich jeder ein paar Favoriten herauspicken können.

Aber egal wo man auf der Welt in Battlefield V auch kämpft, eines ist sicher: Die Bereiche sehen nachher ganz anders als zuvor aus. Denn Explosionen können die Landschaft verändern und spielerisch neue Möglichkeiten kreieren. Wenn das der Fall ist, dann knallt es auch so richtig. Seien es Explosionen, die Waffen, Fahrzeuge oder die Soldaten – in Battlefield V hört sich alles wirklich extrem gut an. Hier zeigt DICE alte Stärken und ist einer der Vorreiter wenn es um Sound geht, besonders mit Kopfhörern ist noch mal deutlich mehr raus zu holen und knallt dann besonders. Der Sound ist wohl der stärkste Aspekt des Spiels. Abseits davon ist noch zu erwähnen, dass es im Multiplayer die britische und deutsche Fraktion gibt, die dann auch unterschiedlich herum schreien während einem Gefecht. Bei der Story gibt es so gesehen keine deutsche Sprachausgabe, da alle Personen in ihrer jeweiligen Muttersprache sprechen und mit Untertiteln geholfen wird. Das sorgt für mehr Authentizität und wirkt etwas realer, wer Untertitel nicht mag, muss diese leider ertragen. Weil die Texte aber komplett in weiß geschrieben sind und bei einem weißen Hintergrund nun einmal nicht zu lesen sind, zeigt DICE auch hier, dass Battlefield V sowohl weder fertig noch komplett optimiert ist und etwas Zeit vielen Spielen sehr helfen kann.

Battlefield V Review Test

Battlefield V – Erlebt Battlefield mal etwas anders

Was sollen wir jetzt insgesamt zu Battlefield V sagen? Auf der einen Seite bekommen Fans nun einmal das, was sie von einem neuen Battlefield erwarten. Sie können mit einem neuen Setting auf neuen Karten im Multiplayer ihren Spaß mit Freunden haben und bekommen im Story Modus eine interessante und emotionale Geschichte erzählt. Sowohl optisch als auch vom Sound wird besonders viel geboten und es sieht gut aus und hört sich noch besser an. Mit acht Karten, 32-64 Spielern pro Match, Anpassungen bei den Charakteren und vielen Gegenständen zum freischalten hat man auch eine gewisse Abwechslung und Motivation um auf längere Sicht den Multiplayer zu erleben. Das alles etwas schneller ist und stirbt, ist ein Aspekt an den man sich mit etwas Zeit gewöhnen kann.

Schaut man aber über den Tellerrand hinaus, dann merkt man nun einmal das die aktuellen Käufer fast schon Beta Tester sind. Die Story ist spielerisch nicht ausgereift und inhaltlich nicht komplett. Spielmodi im Multiplayer sowie einige Features fehlen aktuell und werden erst nachgereicht, vor allem sowas wie der Trainingsmodus der Wochen nach Veröffentlichung auch etwas unnötig scheint. Dazu kommen kleinere Bugs, Animationen die eher fragwürdig sind oder Gameplay Entscheidungen, wie das Balancing, die einem aufzeigen, dass Battlefield V aktuell nicht wirklich fertig ist.

Battlefield V Review Test

Auch schon die Vorgeschichte rund um den Shitstorm der weiblichen Protagonisten mit Prothese im Trailer zeigt das ganz gut, weil diese Person null Relevanz zum letztlichen Spiel hat. Man kann im Multiplayer zwischen weiblichen und männlichen Charakteren wählen, was eine gute Sache ist. Die ganzen Diskussionen rund herum taten dem Spiel im Nachhinein nicht gut. Ob der aktuelle Zustand am kommenden Battle Royale Modus liegt? Möglich, da EA den Hype sicherlich nicht verpassen will. Auch die fehlenden Mikrotransaktionen sowie Season Pass sind an sich ein gutes Zeichen, aber vielleicht auch einer der Gründe weshalb man die Qualität und Kosten senken musste bei der Entwicklung.

Battlefield V ist sich im Kern treu geblieben und bleibt Battlefield, mit gewissen Änderungen. Aber es ist auch kein Fortschritt, sondern eher ein Rückschritt zu erkennen. Kaum ein Aspekt ist besser als bei den Vorgängern, mal abgesehen von Grafik und Sound, auch wenn diese auch nicht fehlerfrei sind. Insgesamt ist Battlefield ok bis gut, aber das macht weder die Fans, noch DICE und sicher auch EA nicht glücklich – letztlich ist Battlefield wohl mit das bekannteste Spiele Franchise das EA nun einmal hat und wenn selbst das Vorzeigestück solche Mängel vorweist, dann ist gehörig viel falsch gelaufen.

Battlefield V Testbericht

Battlefield V

  • Release: 20.11.2018
  • Genre: Ego Shooter
  • Entwickler: Digital Illusions CE (DICE)
  • Publisher: Electronic Arts

Gutes

+ Emotionale und historische Story
+ Gameplay Kern macht noch immer Spaß
+ Bombastischer Sound

Schlechtes

- Story nicht komplett
- Einige Modi und Features fehlen im Multiplayer
- Viele kleinere Fehler und Balancing Probleme

7.0 / 10 Gut

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