Battlefield 4 – PS4 Version im Test

Getestet von | 03.12.2013 um 22:59 Uhr

Wir konnten bereits einen Einblick in die PS3-Fassung von Battlefield 4 erhalten, haben uns auf dem Schlachtfeld gemessen und uns einen Namen gemacht. Doch wie macht sich der Titel von EA auf der neuesten Konsole aus dem Hause Sony? Werden wir auch hier auf dem Schlachtfeld auf unsere Kosten kommen oder lohnt sich der Griff zur Next-Gen-Fassung von Battlefield 4 doch nicht? Wir zeigen euch, was sich verändert hat und ob sich Battlefield 4 zu einem fantastischen Szenario entwickelt oder ob wir es mit einem simplen Port zutun bekommen, der immer noch dieselben Ecken und Kanten aufweist wie auf der alten Konsole.

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Viel Freiraum für jede Menge Ballerei

4&4= Harmonie ?

Habt ihr Geduld bewiesen, dürft ihr in der PS 4 Version zu Battlefield 4, im Gegensatz zu der alten Generation, einige Vorzüge genießen. Beide Versionen sind inhaltlich in der Kampagne oder im Multiplayer gleich geblieben. Im Singleplayer seid ihr in einem Squad als Sergant Recker unterwegs, um gegen russische und chinesische Soldaten in den Kampf zu ziehen. Diese fallen in die U.S.A. ein. Bombastisch inszeniert, aber leider mit vier bis fünf Stunden zu kurz. Bei Battlefield 3 gab es keinen geringen Ansporn die Kampagne zu absolvieren. DICE hat sich da etwas Besonderes einfallen lassen. Sammelt in den verschiedenen Kapiteln Punkte durch Abschüsse oder sucht Bonusmaterial, um den Bronze- Silber- oder Goldrang zu erreichen. Es winken mit jedem Rang Waffen und Ausrüstung, die auch im Multiplayer genutzt werden können. So steht man gegenüber den Profis nicht irgendwie nackt da. In der Kampagne könnt ihr dann in den Waffenkisten die Bewaffnung ändern. Eine feine Sache.
Ansonsten birgt die Kampagne keine Überraschungen. Meistens habt ihr es mit einer Überzahl an Feinden zu tun. Überaus hilfreich ist das Sichtgerät. Ein Blick hindurch und ihr markiert fortwährend die Feinde, die ihr anvisiert habt. Die markierten Soldaten können dann von euren Squadmitgliedern, mit dem Befehl „Angriff“, ins Kreuzfeuer genommen werden. Das lenkt von euch ab und ihr könnt Hinterhalte planen. Klingt einfach, ist es aber nicht. Was uns den Spaß genommen hat, waren einige KI Aussetzter unserer Teammitglieder. Wir versuchen uns an Gegnern heranzuschleichen oder eine Patrouille zu umgehen, doch wenn wir gesehen werden, dann enden wir als Kanonenfutter. Die Mitstreiter zeigen keine Eigeninitiative und warten nur auf euren einzigen Befehl. Das nervt etwas. Ein wenig mehr Eigeninitiative wäre schön gewesen.

Battlefield 4 SP

Diese Stelle in der Kampagne wird von euch einiges abverlangen.

Kernstück Multiplayer

Das Hauptaugenmerk liegt bekanntlich auf den Multiplayerschlachten. Exzessive Kriegsstunden haben uns gezeigt:
Mit bis zu 64 Soldaten auf einem doppelt oder dreifach so großem Schlachtfeld im Gegensatz zum Vorgänger, kann und wird es nie, nie, nie langweilig werden. Häuser stürzen ein, es explodiert alle naselang irgendwas. Sei es in den Straßenschluchten einer verfallenen Stadt oder ein Fabrikgelände in den waldbesiedelten Bergen, die Abwechslung stimmt. Letzteres ist ein Paradies für Sniper. Ein Gefängnistrakt erinnert stark an die Karte Metro – enge Gänge, in denen der Einsatz einer Schrotflinte von Vorteil wäre. Die groß angekündigte Veränderung namens Levolution sieht in dieser Version echt stark aus. Sie ist zwar vorgeschrieben, aber wenn ihr zum Beispiel in dem Modus Eroberung auf einem kleinen Inselatoll versucht mehrere Stützpunkte einzunehmen und zu halten, und dann ein Orkan wütet, dann ist das genial! Zu Beginn ist diese Anreihung von Inseln ein echtes Urlaubsparadies, wenn diese Granaten nicht wären. Es fängt mit starkem Wellengang an, Regenwolken ziehen auf und der Wind wird stärker. Die Atmosphäre ist packend und jede Map erfüllt ihr Dasein. Aber (Re)Levolution wäre übertrieben. Natürlich stehen neben Eroberung, Team Deathmatch, Rush, noch Einige mehr an. Rush lässt euch in die Rolle der Angreifer oder Verteidiger schlüpfen, die bestimmte Ziele hochjagen müssen oder diese verteidigen sollten. Ihr seid zu Wasser, Land und in der Luft unterwegs. Jeder Modus hat seine eigene Dynamik. So müsst ihr im Vorherrschaftsmodus auf jegliche Fahrzeuge verzichten. Die Karten sind kleiner und nur das Fußvolk bekriegt sich. Neben den bekannten Modi sind zwei neue erschienen. Defuse ist am Shooter Urgestein Counterstrike angelehnt. Obliteration ist reine Gewöhnungssache und ist ähnlich des Rush Modus. Letzten Endes bleiben Eroberung, TDM und Rush DIE Battlefield Modi.

Gutes

+ Multiplayer ungemein motivierend
+ Gescryptete Levulotion stimmig
+ Technisch besser als die PS 3 Version...

Schlechtes

- ...dennoch eine technische Achterbahnfahrt mit der PS 3 Version
- Story zu kurz
- Vereinzelte Bugs im Multiplayer und in der Kampagne
- Kein Koop Modus

8.5 Sehr gut

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