Battlefield 1 im Test – Zurück in die Vergangenheit

Getestet von | 25.10.2016 um 19:41 Uhr

Als Battlefield 1 im Mai dieses Jahres enthüllt wurde, waren alle aus dem Häuschen. Nicht nur war die Optik und Präsentation der absolute Wahnsinn und sorgten für Begeisterung. Auch die Zeit, in der das neue Schlachten-Spektakel spielt, kam sofort gut an. Es verschlägt den Spieler nämlich diesmal in die Jahre des ersten Weltkrieges. Damit steht man im klaren Gegensatz zum härtesten Konkurrenten, Call of Duty. Dieser setzt nämlich absolut auf die Zukunft und auf Weltraumschlachten. Vorm Release war Battlefield 1 eher in der Gunst der Spielerschaft. Ob dies berechtigt ist und der Schritt in die Vergangenheit gelungen ist, verrät unser Test.

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5 in 1

Was die Story angeht, schlägt man mit Battlefield 1 neue Wege ein. Statt nur einer Kampagne, bekommt man gleich 5 spendiert. Diese werden Kriegsgeschichten genannt. Hier ein kleine Übersicht:

  • Durch Morast und Blut – Diese Story spielt im Herbst 1918 in Frankreich und man schlüpft in die Rolle von Danny Edwards. Danny war vorm Krieg Chauffeur und ist nun Fahrer eines Panzers. Er wird der Einheit von Commander Townsend unterteilt und muss mit “Bess”, so heißt der Panzer, die feindlichen Reihen stürmen. Da er der neue im Trupp ist, muss er sich den Respekt seiner Mitfahrer verdienen und dafür muss er im Kampf überzeugen.
  • Einflussreiche Freunde – Hier verschlägt es uns in den Frühling 1917 und in die Rolle des Glücksspieler und Piloten Clyde Blackburn. Dieser hat sich durch unlautere Mittel in das Cockpit eines Fliegers gemogelt und muss dort mit seinem Partner Wilson verschiedenen Einsätze in Deutschland und England fliegen. Natürlich geraten sie dabei auch mal aneinander, doch mit der Zeit merken sie, dass sie einander brauchen.
  • Avanti Savoia! – Wieder im Herbst 1918 angekommen, sind wir diesmal in Italien und spielen Luca Vincenzo Cocchiola. Dieser ist Mitglied der Ardit Einheit, deren Aufgabe es ist, an vorderster Front zu kämpfen und den Weg für die anderen frei zu machen. Zu den anderen gehört auch Matteo, der Bruder von Luca. Während des Angriffs geht etwas schief und Luca muss sich auf die Suche nach seinem Bruder machen.
  • Der Meldegänger – Diesmal spielen wir den Australier Frederick Bishop, der unter seinen Landsmännern ein sehr bekannter Mann ist. Während einer Schlacht in der Türkei des Jahres 1915 wird Bishop der Frischling Foster unterstellt. Dieser ist ebenfalls Australier und Fan von Bishop. Auch wenn Bishop erst nicht sehr erfreut darüber ist, wächst ihm der Junge mit der Zeit doch ans Herz.
  • Nichts steht geschrieben – Erneut ist es Frühling, doch diesmal im Jahr 1918. Zara Ghufran ist nun die Rolle in die wir schlüpfen. Sie ist Mitstreiterin des Briten T.E. Lawrence. Zusammen mit ihm schlagen sie die Ottomanen in Arabien zurück. Dabei geht es auch zu Pferde in die Schlacht und man muss sich gegen einen Panzerzug erwehren.

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Die Spielzeit liegt bei allen 5 Kampagnen bei ~2 Stunden. Auch wenn sie recht kurz sind, sind alle fünf sehr gelungen und bei allen hätten wir uns gewünscht, dass sie länger wären, beziehungsweise dass wir mehr über die Charaktere erfahren. Diese sind nämlich sehr interessant geschrieben. Auch bei Inszenierung und Abwechslung kann man punkten. Sogar die Synchronstimmen sind super gelungen. Alles in allem waren die Kampagnen sehr gut und  haben voll überzeugt. Hier konnte man im Vergleich zu den vorherigen Battlefield Storys deutlich zulegen.

Besonders gut hat uns auch die Einführungs Mission gefallen. Diese war zwar nur sehr kurz, hatte jedoch ein herausstechendes Merkmal. Ähnlich wie in einem Multiplayer-Match spawnt man dort nach jedem Tod neu und befindet sich an einem anderen Ort des Schlachtfeldes. Unser erster Gedanke dabei war, dass eine komplette Kampagne in dieser Form sicher ein tolles Erlebnis und mal was ganz neues wäre. Vielleicht ja beim nächsten mal.

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Das Schlachtfeld ruft

Nach der Kampagne geht es ans Eingemachte, dann kommt der Multiplayer dran. Manche machen es sicher umgekehrt. In gewisser Weise fungiert die Kampagne auch als Tutorial, da man mit so ziemlich allen Elementen des Multiplayers vertraut gemacht wird. In diesem geht es dann wie gewohnt zu. Wir haben die üblichen Modi und auch zwei neue. Am besten wir machen wieder eine kleine Übersicht.

  • Team Deathmatch (24 Spieler) – Der Klassiker. Wer zuerst die nötige Menge Kills hat, hat gewonnen.
  • Vorherrschaft (24) – Auch ein bekannter Modus. Erobert und haltet verschiedene Bereiche und tötet dabei genug Gegner.
  • Rush (24) – Einer der beliebtesten Modi bei Battlefield. Ein Team greift an und ein Team verteidigt. Dabei geht es immer um zwei Ziele und sobald diese eingenommen sind, rückt man weiter vor und dann gibt’s die nächsten zwei Ziele. Hierbei kann man auch auf Fahrzeuge zurückgreifen.
  • Eroberung (64) – Quasi wie Vorherrschaft, nur sehr viel größer und mit Fahrzeugen. Der ultimative Battlefield Modus der alles bietet was das Spiel ausmacht.
  • Kriegstauben (24) – Der erste neue Modus. Hier taucht auf der Map eine Taube auf und nachdem ein Spieler sie aufgenommen hat, muss er eine Nachricht schreiben. Dabei kann man sich zwar bewegen, aber nicht verteidigen. Wenn man still steht, dann wird die Nachricht schneller geschrieben, aber man ist leichter zu treffen. Einen kurzen Moment nachdem die Nachricht fertig ist und die Taube auf die Reise geschickt wurde, hat das gegnerische Team noch die Chance sie abzuschießen. Wer zuerst drei Tauben los geschickt hat, hat gewonnen.
  • Operationen (40 oder 64) – Der zweite neue Modus, auch wenn er eigentlich nur ein Kombination zweier anderer ist. Einfach ausgedrückt handelt es sich bei Operationen um eine Mischung aus Eroberung und Rush, demzufolge gibt es auch Fahrzeuge. Vier Schlachten hat man hier zur Auswahl und diese werden dann in jeweils fünf Schlachten ausgefochten. Nach jeder Schlacht rückt man weiter vor und wechselt dabei die Map. Hier hat man sich wirklich was gutes einfallen lassen, der Modus ist sehr gut gelungen.

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Wie üblich hat man verschiedene Klassen im Multiplayer zur Auswahl. Sturmsoldat, Versorgungssoldat, Sanitäter und Späher. Dabei haben alle ein paar besondere Merkmale. Der Sturmsoldat kann sich gegen Panzer erwehren, der Versorgungssoldat sorgt für Munition, der Späher ist auf große Entfernungen effektiv und ist gut geeignet für das Markieren von Gegnern. Was der Sanitäter tut, ist wohl klar. Neu sind hingegen die Fahzeugklassen. Ab sofort werden Fahrzeuge direkt beim Spawn ausgewählt und können nicht mehr von jeder Klasse genutzt werden. Hier ist also für Abwechslung gesorgt. Gleiches gilt für die Maps. Es gibt Wüste, Wald, Gebirge und Städte/Dörfer.

Gutes

- Grandiose Optik, perfekter Sound und authentische Atmosphäre
- Abwechslungsreiche und interessante Kriegsgeschichten
- Multiplayer gut wie eh und je
- Klassen, Maps, Modi und Freischaltungen bieten viel Abwechslung

Schlechtes

- Menü im Multiplayer nicht optimal
- Spiel lädt sich nach verlassen der Lobby manchmal tod

8.8 Sehr gut

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