Batman: Arkham Origins im Test

Getestet von | 06.11.2013 um 17:20 Uhr

Als im Jahre 2009 das Spiel Batman: Arkham Asylum von den Rocksteady Studios erschien, konnte niemand ahnen was dieses Studio mit diesem Spiel schaffen würde. Sie schafften es, dass die Superhelden wieder die Bezeichnung Super verdienten und schufen eine der beliebtesten und am besten bewerteten Spielereihen der aktuellen Zeit. Mit Batman: Arkham Origins erschien nun der dritte Teil der Serie, welche aber zwei große Neuerungen mit sich bringt. Zum einen erscheint mit Batman: Arkham Origins ein Prequel zur Arkham-Serie, welche geschichtlich vor dem ersten Teil spielt und erstmals nicht von den Rocksteady Studios entwickelt wird, sondern vom Warner Bros. Entwicklerstudio in Montreal. Ob es die Entwickler der Warner Bros. Studios geschafft haben, die Vorlage der Jungs von Rocksteady Studios zu nutzen und ob sich der Kauf des neusten Teils wirklich lohnt, lest ihr in unserem Test.

Batman_Arkham_Origins

 

Der Junge Dunkle Rächer und seine Anfänge

Die Geschichte soll die Trilogie beenden, in dem sie den Anfang erzählt und euch zeigen soll, wie es zu den Ereignissen in den beiden Vorgängern kam. Im geschichtlichen Teil geht es darum, dass der Schurke Black Mask ein hohes Kopfgeld auf Batman aussetzt, wodurch sich acht der größten Schurken der Welt an Heiligabend in Gotham versammeln, um Batman zu erledigen und das Kopfgeld zu kassieren. Darunter befinden sich Gegner wie Bane, der Joker, der Pinguin, Deathstroke oder Deadshot, welche allesamt das Ziel haben, Batman das Weihnachtsfest zu ruinieren. Nun lässt sich das jemand wie Batman nicht gefallen und macht sich natürlich auf den Weg um Black Mask zu finden und hinter Gitter zu bringen.Diesmal kann sich der Spieler im Gegensatz zu den Vorgängern durch ganz Gotham City bewegen, was natürlich heißt, dass man die doppelte Spielfläche von Batman: Arkham City erkunden kann. Natürlich schnappen wir uns unseren Anzug und unsere Gadgets und stürzen uns in das Getümmel hinein, doch Moment mal! Die Stadt ist ja regelrecht leer und verlassen. Wer sich jetzt eine belebte Stadt à la Los Santos gewünscht hat wird hier bitter enttäuscht, denn die Stadt ist außer von Schurken und korrupten Polizisten nicht besiedelt. Dieser Umstand wird mit einem eher schwachen Story-Kniff natürlich auch erklärt: In Gohtam City herrscht aufgrund eines aufziehenden Sturms ein Ausgehverbot in der Stadt. Nichts desto trotz kann man sich in dieser Stadt prächtig amüsieren wenn man sich etwa mit Hilfe der Batclaw von Dach zu Dach zieht oder einfach einmal mit einem Sturzflug zwischen den Fassaden der Häuser hindurch fliegt. Man merkt bei den Kämpfen jedoch, dass man es mit einem jungen und unerfahrenen Batman zu tun hat, so ist der Dunkle Rächer noch nicht so geübt im Kämpfen mit seinen Feinden und die Ausrüstung ist auch noch nicht so erlesen und praktisch wie man es kennt. Dies führt dazu, dass man sich auch ein wenig mehr anstrengen muss, um mit den Teils großen Gegner-Gruppen fertig zu werden. Auch die Boss-Kämpfe sind sehr interessant gestaltet, so benötigt jeder der Bosse eine eigene Technik, um ihn zu besiegen. Somit entsteht bei jedem dieser Superschurken eine interessante und fordernde Auseinandersetzung. Die Geschichte entwickelt sich nach einem doch eher zurückhaltenden Anfang zu einer echt spannenden Story mit einigen großen Momenten, welche man so nicht erwartet hatte. Wir wollen euch nicht zu viel von der Story verraten aber eines sei euch gesagt: Sobald der Joker und Bane in die Geschichte eingreifen, wird die ganze Geschichte auf den Kopf gestellt.

batman_arkham_origins_video_game-wide3

 

Ich lasse meine Fäuste sprechen

Das Gameplay hat sich im neusten Teil im Gegensatz zu den Vorgängern ein wenig verändert, so gibt es nun deutlich mehr Faustkämpfe, wodurch die Adventure-Elemente eher auf der Strecke bleiben. Es gibt auch deutlich weniger Sequenzen, in welchen der Spieler auf Vorsprüngen über den Gegner hin- und herspringen kann und diese dann im richtigen Moment ganz heimlich ausschalten kann. Diese Änderung ist aber auch ein Stück weit verständlich, denn erfahrene Spieler konnten sich in den Vorgängern auch gegen grössere Gruppen von  schwerbewaffneten Wachen ziemlich schnell durchsetzen. Die Steuerung ist aber trotz allem bis auf einige winzige Kleinigkeiten unverändert, so dürften sich Spieler der Vorgänger ziemlich schnell zurecht finden. Das Freeflow-Kampfsystem für welches die Serie bekannt ist, spielt sich auch im neusten teil sehr flüssig und lässt einen die verrücktesten Kombos ausprobieren, denn schliesslich ist man Batman und Batman verkloppt seine Gegner nicht auf die 08/15 Art. Um zwischen den vielen Orten im Spiel herumreisen zu können bauten die Entwickler eine Schnellreisefunktion ein, in welcher Batman mit Hilfe des Batwings in der Stadt umher fliegen kann und dabei einige bestimmte Punkte anvisieren kann, wo der Spieler dann abgeladen wird. Leider kann man den Batwing dabei aber nicht selber fliegen, sondern wird immer mit einer kurzen Zwischensequenz zum Ziel geflogen. Doch hier wird deutlich, dass das Spiel fast ohne allzu große Neuerungen kommt, denn irgendwie ist alles schon einmal dagewesen, was jetzt auf keinen Fall schlecht sein muss, aber wer großartige Neuerungen sucht wird diese nicht finden. Eine Neuerung beispielsweise sind nun Sequenzen, in welchen Batman mit Hilfe der Detektivsicht Tatorte untersucht und das Verbrechen somit rekonstruiert und wir somit das Verbrechen wie einen Film ablaufen lassen können, Vor- und Zurückspulfunktion mit inbegriffen. Dadurch findet er immer wieder neue Hinweise, welche ihm bei seinen kleinen Privat-Untersuchungen weiter bringen. Das Ganze ist zwar ein netter Zeitvertreib, aber wirklich fordernd ist dieses Feature nicht wirklich, so wird einem immer angezeigt wo man nach Spuren suchen soll. Natürlich gibt es auch wieder einige Nebenmissionen, welche die Spieler fordern wie etwa die Rätsel des Riddlers. Diese Missionen bieten nach der Story einen netten Zeitvertreib, welche den Spieler auch noch ein Weilchen beschäftigen kann.

batman-fight

 

Gutes

- Große und Offene Spielwelt
- Sehr gute Atmosphäre
- Flüssiges Kampfsystem
- Guter Sound + Gute Deutsche Synchronisation
- Viele Nebenmissionen

Schlechtes

- Gähnende Leere in der großen Spielwelt
- Wenig Neuerungen
- Gelegentliche Bugs
- Wenig Maps und Modus beim Multiplayer-Modus

8.5 Sehr gut

Kommentare

Du hast etwas zu sagen?

Jetzt einloggen oder registrieren um ein Kommentar zu schreiben

Das könnte dich auch interessieren