Batman: Arkham Knight – Die Review die Ihr verdient

Getestet von | 05.07.2015 um 15:36 Uhr

Arkham Knight ist das dritte Spiel von Rocksteady in der Reihe, die Sie selbst kreiert haben. Ja es gibt noch mehr als diese drei Titel. Muss man also diese Titel gespielt haben um das neueste Spiel genießen zu können? Die Antwort ist: Nein. Auch wenn man von der Vorgeschichte, speziell von Arkham City, profitiert, ist Batman heutzutage ein Haushaltsbegriff wie Mickey Mouse oder Mario. Jeder hat schon einmal davon gehört und kennt die wichtigsten Elemente. Dazu kommt, dass Arkham Knight eine in sich abgeschlossene Geschichte hat.

Diese spielt ein Jahr nach den Geschehnissen aus Batman: Arkham City und während es natürlich eine Menge Geschichte zusätzlich zu erkunden gibt, folgt die Haupthandlung der Erzählung von Scarecrow und dem Arkham Knight. Scarecrow veranlasst einen Terroranschlag und die ganze Stadt wird evakuiert. Dieses Szenario stellt die Bühne für einen gezielten Angriff auf Batman und alles was ihm wichtig ist. Und da Batman sich im Laufe der Jahre viele Feinde gemacht hat, findet Scarecrow auch schnell jede Menge Helfer, inklusive dem mysteriösen Arkham Knight, einem Charakter, der extra für dieses Spiel entwickelt wurde und vorher nicht im DC Universum existiert hat.

Batman_Arkham_Knight_160314_3

Die Plotwende – Spoilerfrei

Wer die Arkham Spiele kennt, der weiß, dass es öfter mal eine Überraschung geben kann. Das ist natürlich auch hier der Fall aber da will ich gar nicht drüber reden. Die Plotwende bezieht sich auf diese Review. Hier hört die klassische Review auf, wie ihr sie von uns gewohnt seid und ich will etwas Neues versuchen. Im folgenden Abschnitt bekommt ihr die Fakten absolut Objektiv. Das einzige, dass einen kalten Wert als Ziffer zum Resultat hat. Danach komme ich zum Subjektiven. Alles was man interpretieren kann, Geschmacksache oder philosophisch angehaucht ist.

Was lauert da im Schatten?

Auch Arkham Knight spielt, wie seine Vorgänger, überwiegend im Dunkeln. Und wie auch schon zuvor hat es Rocksteady geschafft das Spiel umwerfend aussehen zu lassen. Die Polygonmodelle, Texturen, Licht-/Schatteneffekte und Artikeleffekte sehen so gut aus wie nie zuvor in einem Batman Spiel. Hier sieht man die Liebe zum Detail, alleine schon, wenn man die Tröpfchenbildung auf Batmans Umhang und Maske beobachtet.

Der Sound und die Synchronisation stehen dem im nichts nach. Wieder einmal wurden hochwertige Sprecher gewählt, die Ihr Handwerk kennen und dem Fan der Reihe auch bekannt sind. Die Mischung ist echt gelungen und man hat nie das Gefühl das entweder die Musik oder die Soundeffekte die Gespräche übertönen. Bei externen Lautsprechern wird der Speaker im Dualshock 4 zusätzlich genutzt und bringt euch so noch näher ans Spielgeschehen. Für Gamer die im Besitz eines Gold Headsets von Playstation sind, steht über die Headset Companion App ein speziell gefertigtes Profil für Batman: Arkham Knight zur Verfügung, welche den Ton noch weiter optimieren soll.

Auf technischer Ebene funktioniert fast alles einwandfrei. Beim Test hatte ich lediglich zwei Gegner in eine Wand geprügelt, was bei Open World Games eher häufig vorkommt. Ansonsten ist ingame alles stabil. Kein Stottern oder Clipping das ich bemerkt hätte und auch die Framerate bleibt ziemlich stabil. Allerdings gibt es bis heute Probleme mit der Rangliste. Dabei kann man seine AR Herausforderungen im Weltrang vergleichen, so zumindest in der Theorie. Einige Spieler haben auch von Problemen beim Download des Spiels berichtet. Ich selbst musste z.B., die Daten nach den initialen 16GB zweimal laden. Aber das sind wohl Ausnahmefälle und treten nicht bei jedem auf.

Batman_Arkham_Knight_160314_8

Das Gameplay ist überwiegend aus den Vorgängern übernommen und nochmal verbessert. So wie vorher auch schon, gehen die Kombos einfach von der Hand und die Gadgets sind übersichtlich angeordnet und einfach zu bedienen. Die Navigation ist immer simpel gestaltet und glaubwürdig im Kontext eines Superhelden. Man kann als Batman nun sogenannte “Fear” Attacken ausführen, bei denen man Gegner, die Angst vor dir haben, überraschen und somit mehrere auf einmal direkt ausschalten kann.

Auf Seite der Gegner gibt es natürlich wieder jede Menge unterschiedlich gestaltete und unterschiedlich kategorisierte Widersacher. Neu hinzugekommen ist eine Kategorie, die KO gegangenen Kollegen wieder ins Gefecht holen können. Dies sorgt natürlich für taktisches Vorgehen. In bestimmten Situationen wird euer Batman mit Verbündeten versorgt. Dies sind für gewöhnlich Kämpfe aber gelegentlich auch Rätsel. Mit L1 schaltet ihr in diesen Situationen einfach zwischen den beiden Charakteren hin und her und könnt somit von deren Fähigkeiten gebrauch machen oder im Kampf, bei gefüllter Komboleiste, einen Dualtakedown vollführen. Das ist quasi wie ein Kombo beim Wrestling, bei der ihr zu zweit auf einen Gegner losgeht, um ihn bewusstlos zu schlagen. Diese Attacken sind dann natürlich auch noch extra in Szene gesetzt. Was etwas Schade ist, sind die im Vergleich zu den Vorgängern fehlenden Bosskämpfe. Zwar gibt es Ausnahmen, aber auch da sind immer eine Vielzahl an Handlangern involviert. Die Herausforderung besteht meistens im Überwältigen einer kleinen Armee, anstatt eines gleichwertigen Gegners.

Batman_Arkham_Knight_160314_6

Die wohl Größte Neuerung, mit der auch viel im Vorfeld geworben wurde, ist die Addition des Batmobil, das ihr in diesem Teil steuern könnt (hierzu kommen dann noch ein ganzes bisschen mehr Infos im Subjektiven Teil der Review). Das Batmobil selbst ist sowohl Fortbewegungsmittel, wie auch Waffe und Gadget und findet im Verlauf des Spiels viel Einsatz und Verwendung.
Rocksteady hat sich sehr bemüht alle Elemente in die Story einzubinden. Und die Story selbst ist, wie gewohnt, gut in Szene gesetzt. Atmosphärisch, unterhaltend mit Schockmomenten und Wendungen, einem Anfang einem Mittelteil und einem Ende. Oder auch gestaffelten Enden. Neben der Hauptgeschichte, finden sich durch die zahlreichen Nebenhandlungen einige Superverbrecher wie dem Pinguin, dem Riddler und vielen mehr. Aufgrund des Open World Charakters des Spiels kann man diese nach Belieben erkunden oder eben nicht. Gelungen ist die Tatsache, dass es minimale Auswirkungen auf die Dialoge gibt, abhängig davon, wann ihr diese Nebenhandlungen bestreitet. Nach Beendigung der Hauptstory ist das Spiel nämlich noch nicht vorbei und ihr bekommt die Aufgabe das Spiel zu beenden in dem Ihr einen Großteil oder alle Zusatzmissionen erledigt. Genauso gestaffelt sind auch die Endsequenzen die ihr als Belohnung erhaltet. Natürlich gibt es danach immer noch ein New Game+, bei dem Ihr mit euren errungenen Fähigkeiten von vorne beginnen könnt.

Gutes

- Sehr Atmosphaerisch
- Story ist mitreißend und wird nicht langweilig
- Gameplay ist eine Verbessrung der soliden Vorgaenger

Schlechtes

- Rangliste noch nicht funktionstuechtig
- Das Motto "Be the Batman" nicht immer konsequent fortgefuehrt
- Fehlende Bosskaempfe

9.1 Must Have

Kommentare

Du hast etwas zu sagen?

Jetzt einloggen oder registrieren um ein Kommentar zu schreiben

Das könnte dich auch interessieren