Batman A Telltale Series: Episode 1 im Test – Das Abenteur beginnt

Getestet von | 31.08.2016 um 19:25 Uhr

Sowohl in der Filmszene, als auch in der Welt der Videospiele haben Werke mit Superhelden wieder einen guten Ruf, was auf die jüngste Vergangenheit zurück zu führen ist. Einen großen Teil dazu beigetragen haben auch die „Dark Knight“- Trilogie von Christopher Nolan oder die Arkham Spiele von Rocksteady. Natürlich alle mit Batman in der Hauptrolle. Nun wagen sich auch die Damen und Herren von Telltale Games an ein Spiel mit dem dunklen Rächer Gothams und dabei bleiben sie ihrer Erfolgsformel treu. Oft ist die Schere bei ihren Spielen sehr groß, entweder man liebt sie und lässt sich von der Story fesseln oder man beschwert sich darüber, dass es ja eigentlich keine Spiele seien, da man nur einige Entscheidungen fällen muss und sonst zum zuschauen „verdammt“ ist. Was uns Telltalle Games mit der ersten Episode von Batman A Telltale Series servieren und ob der Einstieg gelungen ist, erfahrt ihr hier.

batman telltale

Ein Problem kommt selten allein

Eine weitere Nacht in Gotham City steht an und wir müssen dabei zusehen, wie ein Wachmann seiner Berufung nachgeht und dabei mit einem Kopfschuß aus dem Leben gerissen wird, denn die Kriminalität schläft nie. So versucht eine Gruppe von Gangstern schlussendlich in einen Safe einzubrechen und dies natürlich nicht unvorbereitet, Riesen-Bohrer inklusive. Natürlich steht das GCPD bald in der Eingangslobby bereit und wartet auf den Befehl zum Zugriff, jedoch wird der Lift gesprengt und der Weg somit in das extrem lange Treppenhaus verlegt. Logischerweise bedeutet solch eine dramatische Szenerie den perfekten Moment für einen Auftritt von Batman, welche diesen Überfall nun auf eigene Faust beenden will. In gewohnter Batman-Manier neutralisieren wir Gegner für Gegner, bis wir schlussendlich nochmals einen weiteren Dieb entdecken, welcher jedoch im Vergleich zu den anderen wirklich meisterhaft vorgeht und uns am Ende entkommt. In der ersten Episode dreht sich natürlich vieles um die Einleitung und den optimalen Einstieg in die Geschichte. Wobei wir erleben wie Bruce Wayne, Batman in Zivil für die Unwißenden, aber wer weiß das bitte nicht, die Wahl-Kampagne von Harvey Dent unterstützt, welcher neuer Präsident von Gotham werden will. Deshalb organisiert Mr. Wayne einen Anlass in seinem Anwesen, um Stimmen für Dents Kampagne zu sammeln. Auch Carmine Falcone (Kopf der Mafia in Gotham) platzt uneingeladen auf die Party und sofort sind alle Augen auf einen gerichtet. Zudem erhält die Presse neues Futter durch Gerüchte, dass die Wayne Familie seit vielen Jahren selbst im Kriminellen Geschäft involviert sei und deshalb haben wir im Verlaufe der ersten Episode natürlich auch noch die Polizei zu Besuch. Auch nimmt ein ehemaliger Freund aus Kindertagen Kontakt mit uns auf um uns zu treffen und zu warnen, dass wir lieber in Deckung gehen sollten. Am Ende der ersten Episode hat man dadurch auch deutlich Lust direkt weiter zu spielen, da die Story bis hierher wirklich spannend wirkt.

batman the telltale series

Action- und Detektivarbeit à la Telltale

Kommen wir nun zu einem, in Sachen Telltale-Games, wichtigen Punkt – nämlich der Steuerung. Die meisten Spieler würden wohl zustimmen, wenn wir sagen, dass die Spiele von Telltale von der Geschichte und ihren spannenden Momenten, sowie der Interaktion leben, obwohl es halt im Vergleich zu anderen Spielen oftmals eher ein interaktives Vergnügen ist. Eine der Schwachpunkte der Spiele bisher war, dass es wirklich viele Filmsequenzen gab und der Spieler beispielsweise bei den Kämpfen einfach nach rechts oder links ausweichen muss und dann einen Knopf für den Angriff drücken muss. Natürlich funktioniert die Steuerung ohne Probleme, jedoch ist es im Vergleich zu anderen Titeln noch mehr reduziert worden. Zudem bedient sich Telltale bei Features bei einer gewissen Spieleserie, welche doch für ihre Innovationen gelobt wurde. Ein Beispiel dafür wäre die Detektivarbeit, wo man Räume nach Hinweisen durchforscht, um das Verbechen zu rekonstruieren und somit den Tathergang bestimmen zu können. Hier wird vieles enorm einfach gehalten und stellt somit für die Spieler keine wirkliche Herausforderung dar, was sich natürlich in den nächsten Episoden noch verbessern könnte. Natürlich darf der typische Telltale Look auch bei diesem Spiel nicht fehlen und so kommt auch Batman A Telltale Series im gewohnten Comic Look daher, was dem Spiel aber nicht schadet, immerhin liegen die Ursprünge auch dort und sind mit ein Teil der Erfolgsformel von Telltale Games. Die Figuren sind wirklich wie in den Comics beschrieben und auch Gotham sieht wirklich gut aus, beim Design kann man den Entwicklern keinerlei Vorwürfe machen.

batman-telltale-screen-psinside.de

Fazit

Es bleibt abzuwarten wie sich das Abenteuer des dunklen Ritters im Laufe der weiteren Episoden entwickeln wird. Der Einstieg in die Geschichte ist jedenfalls gelungen, die benötigte Spannung wurde aufgebaut und wir wollen unbedingt wissen wie es weitergeht. Jedoch erhoffen wir uns wirklich für die nächsten Episoden, dass etwas mehr an spielerischen Herausforderungen gibt, auch wenn diese bei Spielen von Telltale noch nie im Vordergrund standen. Alles in allem ist die erste Episode ein souveräner Start und wir freuen uns bereits auf Episode 2.

Gutes

- Spannender Einstieg in die Geschichte
- Viele Charaktere aus dem Batman Universum
- Viele Entscheidungen
- Schönes Design

Schlechtes

- Wenig spielerische Freiheit (Selbst für ein Telltale Spiel)
- Bisher zu einfach

8.0 Sehr gut

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