Atomic Ninjas, der atomatisierte Test

Getestet von | 15.10.2013 um 18:50 Uhr

Die Herren und Damen von den Grip Games haben sich in der PlayStation MINI-Szene schon einen kleinen Namen gemacht. Mit Atomic Ninjas wagen sie einen etwas größeren Wurf das sowohl für die PlayStation 3 wie auch für den Handheld Vita erschienen ist. Allerdings per PlayStation Network. Wie uns das Ganze gefallen hat und ob sich der Titel überhaupt lohnt, erfahrt ihr in unserer Review.

Ein Unglück kommt selten allein

Zufälle passieren immer und zur jeder Zeit. So auch bei Atomic Ninjas. Denn ein Kernkraftwerk ist in die Lüfte geflogen. Es gab keine allzu große Katastrophe, aber ein paar atomatisierte Ninjas wurden geboren, so nebenbei. Es sind Ninjas, die nur darauf warten, sich gegenseitig eins auf die Mütze geben zu können. Mehr muss man zu dem Thema nicht sagen. Natürlich darf der Meister nicht fehlen, der einem in der Ninja-Akademie, das als Tutorial dient, gehörig Feuer unterm Hinter macht.

Jeder Spieler fängt mit demselben Ninja an, weitere Mitstreiter werden automatisch nach bestimmten Level freigeschaltet, gefolgt von einem witzigen Cartoon-Clip. Zum Glück unterscheiden sich die einzelnen Ninjas ein bisschen voneinander. Meistens ist aber nur die Grundausrüstung verschieden. Es gibt auch Spezialfähigkeiten, die man aber erst durch erledigen von Ninja-Aufgaben in den Kämpfen freischaltet. Da man im Leben eines Ninjas nur eines kennt, nämlich Kämpfen ist es nur natürlich, dass die Herren der Schöpfung ein paar Waffen spendiert bekommen. Atomic Ninjas 01Die Waffen spalten sich in zwei unterschiedliche Gruppen, die je mit der R1 oder L1 ausgelöst werden. Auf der einen Seite wäre das die Fortbewegung, da die Maps vertikal gehalten wurden. Das bedeutet, dass man entweder eine Rakete am Rücken schnallt (die auch hochgehen kann), oder man nimmt das klassiche Seil und baumelt so über die Abgründe hinweg. Zum Schluss gibt es noch die Klauenhand. Damit krallt man sich an den Wänden fest und springt so von Wand zu Wand bis auf die gwünschte Etage. Die eigentlichen Angriffswaffen sind interessanter gehalten. So gibt es einen Punch, der vor allem im Nahkampf mächtig ist. Natürlich dürfen Ninjasterne nicht fehlen und auch eine Metakraft. Damit kann man blaue Kisten aufnehmen und herumschießen. Im Verlauf der Spielzeit wertet man durch stetiges Benutzen die ausgewählten Waffen auf. Doch einige werden auch durch die Ninja-Prüfungen freigeschaltet oder erhöt.

Insgesammt sind sieben unterschiedliche Maps mit an Board, die mit verschiedenen Ausstattungen daher kommen, die das Leben des Spielers behindern sollen. Sterben kann ein Ninja nur dann, wenn er entweder Atomic Ninjas 06aus dem Ring bugsiert wurde oder in einer der vielen Fallen in den Level geworfen wird.Und dies passiert noch oft, ohne fremdes Einschreiten. Ein paar Karten sind leider für ein maximales vierer Kampfspektakel zu groß geworden. Ein Kampfspektakel ist es alle mal, nicht nur dass man die Charaktere beherschen sollte, denn zielgenauses Springen, Schießen und Anrempeln ist nicht so leicht wie es aussieht. Obendrein haben die Ninjas lustige oder schräge Anekdoten in petto, wenn sie jemanden gerade in den Tod befördert haben.

Einiges atomatisiert

Zu den insgesamt sieben Karten, gesellen sich noch neun Modi, die man ausprobieren kann. Deathmatch und Capture the flag sollten alle kennen. Schatzsuche, Beherrschung oder ein King of the Hill sind ebenfalls dabei. Je nachdem wie die Spielrunde eingestellt ist, werden mehrere Modi in einer Sitzung abgespult. Am Schluss gewinnt der Spieler natürlich, der die höchste Punktzahl innehat. Einige Modi dürfen auch im Team-Wettstreit ausgetragen werden.Atomic Ninjas 04 Läuft gerade ein längeres Match auf dem Bildschrim, so kann es vorkommen, dass ein Powerplay ausgerufen wird. Dies bedeutet eigentlich nur, dass die Angriffe stärker werden in dieser kurzen Zeitspanne.

Atomic Ninjas ist ein reiner Online-Multyplayer Titel. So ist es der Titel auf aktive Spieler angewiesen. Das ganze Spiel hat zwei große Macken. Zum einen den wirklich sehr langen Verbingungsaufbau zu neuen oder bestehenden Matches. Auf der anderen Seite die Langzeitmotivation. Obwohl die Grafik und der Soundtrack einen gewissen Charme versprühen, findet man die Langeweile schon nach ein paar Stunden wieder. Grip Games haben im Kern und Idee eigentlich alles richtig gemacht, unterschiedliche Charakter, interessant gestaltete Karten und Fähigkeiten. Doch all dies rückt in den Hintergrund, wenn man nach einer kleineren Ewigkeit in der Lobby in der Ladezeit hängenbleibt oder sogar einen Verbindungsabrbruch auf dem TV lesen kann. Zwar kann man zwei der restlichen drei Plätze mit Bots auffüllen, aber mindestens ein realer Spieler muss mit an Bord sein. Oder man kämpft offline nur gegen Bots, die aber im Kern kein Fairplay kennen, treffsicher sind und jeden Fehler des Spielers ausnutzen, um zu gewinnen. Leider kämpfen die schrägen Ninjas noch zu alledem mit kleineren Soundpatzern oder man spielt nach einer Weile gegen Bots, weil die anderen Spieler Abbrüche gehabt haben.

Abgerundet wird das Ganze noch mit einer Onlinestatistik, in der man seine eigene Statistik und die der anderen einsehen kann.

Atomic NInjas 03

 Das atomatisierte Ganze

Atomic Ninjas von den Grip Games bietet seichte Action-Unterhaltung, die vor allem in einer Online-Gruppe mächtig Spaß machen kann. Die unterschiedlichen Fähigkeiten, Karten oder Modi bieten im Grunde eine gute Mischung. Wäre nicht die lange Wartezeit in der Lobby oder die ärgerlichen Verbindungsabbrüche. Wer aber Freunde hat, die den Titel ebenfalls besitzen, kann einfach durch Einladung ein und austreten. Zudem ist das Ganze für wenig Geld im PlayStation Network zu erstehen.

Gutes

- Unterschiedliche Fähigkeiten
- Diverse Modi
- Hübsch designte Karten

Schlechtes

- Lange Wartezeiten in der Lobby
- Ärgerliche Verbindungsabbrüche

7.5 Gut

Kommentare

Du hast etwas zu sagen?

Jetzt einloggen oder registrieren um ein Kommentar zu schreiben

Das könnte dich auch interessieren