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Assassin’s Creed Odyssey im Test – Besser als Gyros vom Griechen

Artikel von | 02.10.2018 um 12:43 Uhr

Das nächste Kapitel der Geschichte von Assassin’s Creed steht vor der Tür. Nach Ägypten ist nun Griechenland der Mittelpunkt der Geschichte. Zwischen Athenern, Spartanern und Persern herrscht ein Krieg und der Spieler findet sich inmitten dieses wieder. Was Ubisoft an der altbewährten Formel dieses Mal geändert hat oder ob Assassin’s Creed Odyssey nur das selbe in Grün ist, erfahrt ihr in unserem Test.

Assassin's Creed Odyssey Review Test PS4

Eine Hand von Spartaner gegen eine riesige Armee von Persern!

Wer den Film 300 gesehen hat, der kennt auch sicherlich den Krieg zwischen Sparta und den Persern. Und genau mit dieser Schlacht fängt Assassin’s Creed Odyssey auch an. Ihr übernehmt direkt die Rolle von Leonidas und könnt in das Schlachtfeld ziehen. Eine epische Inszenierung und ihr zwischen unzähligen Feinden, die besiegt werden können. Nach dem Kampf gegen einen Boss, gibt es jedoch einen Schnitt und wir finden uns in der Gegenwart wieder.

Dort findet eine Frau einen Teil des Speeres von Leonidas und möchte mit einem Animus seine Geschichte nachleben. Hier teilt sich jedoch der Weg und wir können entweder die Rolle der weiblichen Kassandra oder dem männlichen Alexios einnehmen. Die Geschichte ist natürlich ähnlich, nur gibt es stets kleine unterschiede, nicht zuletzt auch bei den Dialogen. Ist die Wahl getroffen, erlebt man das Leben des Charakters als einfachen Söldner in der Stadt Kefalonia. Dieser übernimmt einfache Aufträge auf der Insel und der Spieler lernt die Welt, Charaktere und das Gameplay. Nach dem epischen Anfang, flacht die Geschichte also erstmal etwas ab. Bis zu dem Punkt, an dem uns ein Auftrag für ein Attentat gestellt wird.

Es ist aber keine normale Mission, wir müssen den Wolf von Sparta ermorden, ein bekannter Anführer einer Armee. Als wäre das noch nicht alles, stellt sich dieser auch noch als Vater von Kassandra/Alexios heraus. An diesem Punkt nimmt die Geschichte dann auch langsam wieder Fahrt auf und während man immer wieder kleine Aufgaben erledigt, braut sich im Untergrund noch einiges zusammen. Der Protagonist macht sich also auf in die große Welt und findet sich zwischen den eigenen Emotionen, einem allseits präsenten Krieg und der Suche nach der Wahrheit wieder. Eine lange und beschwerliche Reise steht bevor, eine wahre Odyssey.

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Das klingt jetzt alles super faszinierend und spannend, ist es im Kern auch. Aber was wäre die Welt ohne ein aber. Während der Kern stimmt, gibt es auf den Weg dahin immer wieder kleine Stolpersteine. Die Geschichte von Assassin’s Creed: Origins hatte das simple, aber klare Ziel, Rache zu nehmen. In Assassin’s Creed Odyssey baut sich dieses ganz langsam auf und ist gespickt von Zufällen. Es scheint fast so, als würde man einfach mit irgendwelchen Leuten auf der Straße reden, die einem dann von etwas erzählen und ganz plötzlich geht die Geschichte voran. Das klingt sicherlich etwas verwirrend, war es für uns während der Story aber auch teilweise. Der Spieler weiß zwar am Ende, was passiert ist und wie es weiter geht, es hätte von den Entwicklern aber auch etwas besser umgesetzt werden können.

Wo wir schon bei Dialogen sind, hier gibt es auch eine große Neuerung im Vergleich zu den vorherigen Ablegern. In Gesprächen kann der Spieler nun einige Dialogoptionen wählen. Relevante Entscheidungen werden dementsprechend gezeigt, ansonsten kann man zu einem Auftrag oder zu einer Person auch einfach mehr Informationen erfragen. Insbesondere die Wahl zwischen einer friedlichen und gewaltvollen Option könnte später Auswirkungen haben, was überaus clever gemacht wurde.
Beispielsweise könnt ihr recht früh entscheiden ob ihr eine kranke Familie verschonen oder sie lieber töten und die Krankheit im Keim ersticken wollt. Je nachdem für was ihr euch entscheidet, könnte das später zu Konsequenzen für euch oder andere Charakter führen. Einige Spielstunden später kam auch ein Kommentar dazu, welche Konsequenz dies nun hat. Danach habt ihr die Wahl, nochmal zum Ort zu fahren und die Situation doch noch zu klären. Eine toll umgesetzte Neuerung.

Dazu gibt es auch noch unzählige kleine Abenteuer durch Nebenaufgaben. Diese bekommen durch einen kleinen Dialog auch meist noch einen besonderen Wert. Durch die zuvor erwähnten Entscheidungen könnt ihr dann auch manchmal eure Vorgehensweise anpassen oder die Quest auch direkt ablehnen.
An dieser Stelle müssen wir aber auch erwähnen, dass die Dialoge meist etwas zusammengewürfelt wirken in der deutschen Version, sowohl bei Story, als auch Nebenmissionen. Natürlich gibt es durch zwei Hauptcharaktere viel zu erarbeiten für die Entwickler, aber richtig gut geschrieben und realistisch wirken viele Gespräche nicht.

Alles in allem hat uns die Geschichte von Assassin’s Creed Odyssey mehr gepackt, als es Origins geschafft hat. Zwar gibt es manche Momente, in denen der rote Faden fehlt und alles zu konstruiert, beziehungsweise zufällig hingeklatscht wirkt, aber in den entscheidenden Momenten weiß es zu überzeugen. Wer sich jedoch die klassische Geschichte zwischen Assassinen und Templern aus den alten Assassin’s Creed wünscht, bekommt hier wenig geboten. Ähnlich verändert hat sich auch das Gameplay im Vergleich zu früher, zu dem wir jetzt kommen.

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Ist das noch Assassin’s Creed?

Früher stand die Reihe für einen lautlosen Assassinen, der gegen Templer kämpft, Türme hochklettert und dann von diesen wiederum wieder runterspringt. Nach über zehn Jahren und noch mehr Spielen, hat sich natürlich einiges an der Formel geändert. Bereits bei Assassin’s Creed Origins gab es enorme Änderungen, die nun mit Odyssey konsequent weiterentwickelt werden. Wer das Gameplay der alten Teile geliebt hat und mit Origins nicht warm wurde, wird es jetzt auch nicht unbedingt. Aber der Reihe nach.

Eines vorab, weil dieses früher von Fans oft gewünscht wurde. Das Klettern ist Assassin’s Creed Odyssey hat einen riesigen Schritt nach vorne gemacht. Die Zeit, in denen man gezielte Punkte hochklettern musste, ist nun vorüber. Man kann jetzt nahezu überall hochklettern ohne vorher nach einem festen Weg suchen zu müssen. Selbst eine Felswand kann nun einfach so überquert werden. Hier hat Ubisoft die einstigen Grenzen nun überwunden und einen riesigen Schritt nach vorne gemacht, was man im Gameplay auch stets merkt.

Der Kern blieb teilweise noch erhalten, indem man eine riesige Open-World zu erkunden und viele Ziele zu töten hat. Man kann immer noch als Assassine versuchen, die Gegner heimlich zu erledigen solange man nicht entdeckt wird. Ist das nicht der Fall, gibt es mit dem veränderten Kampfsystem auch immer eine Alternative. Während man mit Origins den Versuch einer Dark Souls Kopie probiert hatte, gibt es nun mit Odyssey einen guten Mittelweg. Die Kämpfe fühlen sich deutlich dynamischer, schneller und freier an. Durch einen leichten, schweren und Spezialangriffe, gibt es einige Möglichkeiten im Kampf. Dazu kommt noch das Ausweichen (kurz oder lang) und parieren. Mit vielen Waffenarten und den Fähigkeiten, habt ihr im späteren Verlauf auch einiges an Abwechslung und das Gameplay hat sich von der eher schlechten Dark Souls Kopie, nun zu etwas Eigenem entwickelt.

Die Feinde schlafen aber auch nicht. Feuer- oder Giftwaffen, Bögen oder Wurfgeschosse – neben den klassischen Nahkampfwaffen, haben sie auch einiges in der Hinterhand. Mit den erweiterten RPG-Elementen kann der Spieler seine Taktik dementsprechend anpassen. Besonders spannend wird es dann, wenn die Feinde in der Überzahl sind und einen umzingeln. Durch Ausweichen, Parieren und Angreifen entsteht eine tolle Dynamik und Spannung im Kampf, weil die Kämpfe dann besonders anspruchsvoll sind. Bei Treffern füllt sich dann eure Adrenalin-Leiste, die ihr dann für Fähigkeiten wie Heilen, schwere Hiebe oder den bekannten Spartiatentritt einsetzen könnt.

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Ansonsten könnt ihr die Feinde natürlich auch lautlos erledigen. Entweder durch das anschleichen an den Gegner, mit einer Fähigkeit oder mit eurem Bogen. Auch das anlocken der Feinde durch Pfeifen ist überaus nützlich. Genauso wie euer treuer fliegender Begleiter. Ihr könnt nämlich stets die Kontrolle über euren Adler übernehmen, um entweder Gegenstände und Orte zu finden, Feinde zu markieren oder um diese später sogar anzugreifen.

Nicht fehlen darf in dieser riesigen Welt natürlich noch ein Pferd, das ihr auch nahezu überall rufen könnt. Das ist auch nötig, wie erwähnt ist die Welt echt gigantisch groß. Deshalb gibt es neben dem Pferd auch ein Schiff, dass ihr euer Eigen nennen dürft. Nicht nur für lockere Seefahrten könnt ihr es nutzen, sondern auch um Seeschlachten wie in Assassin’s Creed Black Flag zu führen. Nachdem ihr ein Boot erledigt habt, könnt ihr es in bester Piraten Manier entern, deren Besatzung erledigen und die Schätze klauen. Außerdem hat selbst das Schiff gewisse RPG Elemente. Der Schaden, die Verteidigung, das Aussehen und Teile eurer Crew können angepasst werden. Erledigt ihr einen Feind nämlich im Nahkampf und überzeugt ihn, ist er Teil eurer Crew und kann für Boni sorgen. Zwar gibt es nur vier Plätze dafür, aber das Schiff wurde allgemein super ins Spiel integriert und ist perfekt für die unzähligen Inseln in Griechenland.

Apropos Griechenland, wie erwähnt herrscht im Land ein Krieg zwischen Athen und Sparta. Der Spieler hat die Wahl, welche Fraktion er lieber unterstützen möchte. Außerdem ist jedes größere Gebiet einer der beiden Fraktionen zugeordnet. Indem ihr Aktivitäten in diesem Areal erledigt, sinkt die Staatsstärke. Danach gibt es die Optionen den aktuellen Staatschef zu töten oder eine Gebietsschlacht zu starten. Dort habt ihr erneut die Wahl, welche Fraktion ihr unterstützen wollt. Beide bieten gute Ausrüstung und Erfahrungspunkte, die angreifende Seite natürlich mehr, durch den höheren Schwierigkeitsgrad. In einer großen Schlacht entscheidet sich dann, wer siegreich vom Feld ziehen wird.

Indem ihr Soldaten oder Generäle erledigt, steigt die Chance siegreich vom Feld zu ziehen. Ob ihr nun wollt, dass Sparta oder Athen Griechenland regiert, liegt dann in eurer Hand. Ihr könnt natürlich auch wie ein Söldner reagieren und immer der Seite mit der besseren Belohnung beistehen. Auch hier hat Ubisoft eine Neuerung passend zum Zeitgeist des Spiels ergänzt und diese super umgesetzt.

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Eure Taten haben aber auch, nicht nur in Dialogen, Folgen. Für jede Tat gegen den aktuellen Staatschef bekommt ihr ein kleines Kopfgeld. Ist dieses zu hoch, werden Söldner nach euch geschickt. Als kleine Mini-Bosse bieten diese stets eine etwas größere Herausforderung und haben auch besondere Attribute wie eine Feuerwaffe oder einen tierischen Begleiter. Ihr könnt diesen natürlich auch versuchen aus dem Weg zu gehen, da das Kopfgeld mit der Zeit sinkt, oder dieses einfach abbezahlen. Auf der anderen Seite ist ein anspruchsvoller Kampf mit der Aussicht auf guten Loot auch eine gute Motivation. Nur steigt euer Kopfgeld danach noch höher und es folgen weitere Kopfgeldjäger. Wenn um euch herum dann 2-3 Kopfgeldjäger sind, kann es natürlich zu einer Eskalation führen – aber in wenigen Sekunden kann man das Kopfgeld wie erwähnt auch einfach abbezahlen. Entscheidungen über Entscheidungen.

Diese trefft ihr auf eurer Reise am laufenden Band. Gerade beim Skill-Baum gibt es einige nützliche Fähigkeiten und das freischalten kann gerne auch mal etwas länger dauern. Ähnliches gilt bei der Ausrüstung. Ihr bekommt Unmengen an Waffen und Ausrüstung und jeder Fan von Looten und Leveln wird das auch so richtig feiern – auch wenn anfangs selbst ein episches Schwert auf Level 8 von den Werten schlechter als ein normales Schwert auf Level 10 ist, aber das pendelt sich später ein.

Es gibt auch unzählige Möglichkeiten Loot zu bekommen. Es gibt die klassischen Nebenmissionen, bei denen ihr eine kleine Geschichte erzählt bekommt, dann irgendwo hinreist, irgendwas tötet und dann irgendwann wieder zum Auftraggeber zurückkehrt. Kennt man, hat man schon 100-mal gesehen, aber fürs Leveln ist das nicht schlecht. Dazu kommen schwarze Bretter mit täglichen Quests, meist auch mit einem Zeit-Limit von 24 bis 72 Stunden. Meist sind das etwas größere Quests mit besseren Belohnungen oder eher Zeitaufwändige wie 10 Anführer zu erledigen.

Ansonsten gibt es fast an jeder Ecke ein neues Lager/Festung mit Feinden. Gerade weil diese immer wieder präsent auf der Karte verteilt sind und die Welt sich zum erkunden anbietet, nimmt man immer wieder gerne eine Auszeit von der Geschichte, um eines davon etwas aufzuräumen. Ihr könnt später auch noch selbst Jagd auf Personen mit einem Kopfgeld und Söldner machen. Dazu kommen noch Aussichtspunkte zum synchronisieren (ja, die gibt es noch), Bootsschlachten, Eroberungsschlachten und natürlich die Story-Missionen. Wenn ihr also Gefallen am Gameplay findet, dann bekommt ihr auch genug Inhalte um sicherlich mehr als 100 Stunden in Griechenland zu verbringen.

Urlaub in Griechenland war noch nie so schön

Auch wenn man vielleicht darüber streiten kann, ob die Story einem gefällt oder das Gameplay früher besser war. Die Optik von Assassin’s Creed Odyssey ist für ein Open-World Spiel ein Brett. Während des Spielens sind wir öfters mal kurz stehengeblieben und haben die Landschaft bestaunt. Durch den Foto-Modus geht dies natürlich umso besser. Das liegt auf der einen Seite sicherlich an der Vorlage, mit dem überaus hübschen Griechenland der damaligen Zeit. Auf der anderen Seite hat Ubisoft damit aber auch gezeigt, wie man eine Spielwelt sowohl zum Teil historisch korrekt, aber auch wunderschön darstellen kann. Farbenfroh, abwechslungsreich und durch die bergige Landschaft mit vielen Momenten zum Bestaunen, wird Assassin’s Creed Odyssey zu einem wahren Hingucker. Erstaunlich, wenn man auf die Größe und Dichte der Welt schaut.

Gleichzeitig gibt es auch die Ubisoft typischen Fehler. Hier und da gibt es mal kleinere Fehler bei den Charakteranimationen, NPCs verhalten sich merkwürdig oder das Pferd zeigt seinen eigenen Willen. Gerade bei Kämpfen lässt sich sicherlich nicht vermeiden, dass komische Situationen vorkommen. Nicht immer sind die Feinde auch dementsprechend klug und sind überfordert, wenn man etwas Überraschendes macht. Bei der Anzahl fällt das natürlich auch des Öfteren auf, ist aber in Relation mit dem restlichen Spiel zu verschmerzen.

Assassin's Creed Odyssey Review Test PS4

Überaus nervig sind jedoch die Ladezeiten von Assassin’s Creed Odyssey. Das man zu Spielbeginn 2-3 Minuten warten muss, bis das Spiel beginnt. Unschön, aber ist ja auch eine riesige offene Welt die geladen werden muss. Aber nutzt ihr euren Adler um die Umgebung zu erkunden und fliegt 50-100 Meter von eurem Charakter weg, dann muss die Umgebung erst wieder einmal geladen werden. Ähnliches in manchen Dialogen bei Nebenmissionen. Das man dann einfach 30 oder mehr Sekunden einen schwarzen Bildschirm anschauen muss und komplett aus der Welt rausgezogen wird, sollte einfach nicht sein – gerade beim Vogel, der ja Teil des Gameplay ist und man eben die Umgebung regelmäßig erkunden muss.

Auch etwas weniger gut sind Dialoge und ähnlichen Aktionen. Während man bei Kassandra und Alexios merkt, dass diese die Hauptcharaktere sind, haben Nebencharaktere weniger Liebe spendiert bekommen. Neben etwas speziellen Bewegungen in Gesprächen bei Missionen, wirken auch die Dialoge entweder etwas zusammengewürfelt oder deplatziert. Im englischen Original ist das sicherlich nicht ganz so eindeutig zu spüren.

Beim Sound gibt es sonst wenig zu beanstanden. Die Stimmen von Kassandra und Alexios wissen zu überzeugen in der deutschen Version. Auch neben den Dialogen weiß der Sound zu überzeugen und mischt Elemente aus dem Griechischen mit klassischen Melodien von Assassin’s Creed. Besonders an bestimmten Punkten gibt es Akzente. Beispielsweise fängt die Bootscrew nach einer bestimmten Zeit an zu singen und sorgt für eine tolle Atmosphäre während dem segeln.

Assassin's Creed Odyssey Review Test PS4

Assassin’s Creed Odyssey Fazit – DAS IST SUPER!

Mit jedem weiteren Teil der Assassin’s Creed Reihe findet sich Ubisoft, aber auch jeder Fan, sicherlich in einem Zwiespalt. Auf der einen Seite wird die Kuh natürlich gemolken so lange es geht, aber ohne Änderungen versiegt jede Quelle irgendwann. An dieser Stelle müssen wir zugeben, dass dies bei uns bei Assassin’s Creed Origins der Fall war – es fühlte sich nach nichts Besonderem an und deshalb sind wir auch besonders kritisch an Assassin’s Creed Odyssey heran gegangen. Für uns überraschenderweise fast schon zu Unrecht. Ubisoft hat einen großen Schritt nach vorne gemacht und an vielen Schrauben gedreht und uns, wieder einmal, überzeugen können.

Die Story hat ihre Schwächen, das Gameplay hat man so ähnlich schon öfter gehabt. Zwar sind Optik und Sound auf hohem Niveau, aber auch mit einigen Fehlern gespickt. Was also hat uns überzeugt? Das Gesamtpaket. Es erfindet nicht das Rad neu, das bei weitem nicht, aber macht einfach vieles richtig und verbessert altbewährtes. Besondere Akzente und Neuerungen wurden gesetzt. Die Spielwelt rund um Griechenland wirkt authentisch, sieht grandios aus und die Kämpfe sind sowohl dynamisch, als auch fordernd. Wir haben es skeptisch gestartet und werden es jetzt überzeugt weiterspielen. Fans der alten Assassin’s Creed Teile sollten Odyssey einen Versuch geben und all jene die Origins geliebt haben, werden die Fortsetzung umso mehr Lieben.

Assassin’s Creed Odyssey Testbericht

Assassin’s Creed Odyssey

  • Release: 05.10.2018
  • Genre: 3rd Person Action, Action Adventure
  • Entwickler: Ubisoft
  • Publisher: Ubisoft

Gutes

+ Riesiges und wunderhübsches Griechenland
+ Kämpfe sind fordernd und spaßig
+ Neuerungen wie Schlachten oder Klettern gut eingebaut

Schlechtes

- Story fehlt teilweise der rote Faden
- Ladezeiten nicht optimiert
- Viele Details mit kleinen Fehlern

8.8 / 10 Sehr gut

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