Assassin’s Creed III: Liberation im Test

Getestet von | 31.10.2012 um 17:22 Uhr

Sklaven, reiche Damen und die Bruderschaft der Assassinen. All das könnte eine durchaus interessante Mischung sein, die Assassin’s Creed III: Liberation zu einem wahren Must-Have für die PlayStation Vita werden lassen. Wir schließen uns der jungen Assassine Aveline an und erkunden die Sümpfe rund um New Orleans, entdecken das Sklavenleben, tanzen auf prächtigen Bällen und sorgen noch dazu für Recht und Ordnung. Wer würde da nicht genauso überfordert sein, wie die Jungs von Ubisoft bei der Entwicklung des Ganzen? Was wir euch sonst noch so zu Assassin’s Creed III: Liberation erzählen können, erfahrt ihr in unserem Test.

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Abstergo Entertainment für den Heimgebrauch

Bislang gab es die meisten Ableger der Reihe nur auf den Konsolen, bzw. war man immer in der Rolle eines richtigen Assassinen, der meistens durch Abstergo gezwungen war, zu agieren. Nun ist die Sache jedoch anders, denn schon der Startbildschirm und das Menü weist große Unterschiede zu den bisherigen Titeln auf. Wer Assassin’s Creed III im Mehrspielermodus gespielt hat, wird jetzt wissen, was wir meinen: Bislang waren die Hintergründe meistens ähnlich in weiß gehalten. Nun jedoch ist der Hintergrund des Menüs in einem dunklen Blaugrün gehalten, während bunte Lichtpunkte im Hintergrund spielen. Dies ist exakt wie der Multiplayer im großen Konsolenbruder. Und das bedeutet, dass Assassin’s Creed III: Liberation so etwas wie die erste Episode für den mobilen Gebrauch von Abstergo Entertainment ist.

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Man schlüpft in die Rolle von Aveline, die für die Assassinen arbeitet, aber aus gutem Hause kommt. Mehr braucht man für die Story im Prinzip nicht zu wissen, doch leider gibt auch das Spiel selbst kaum einen Aufschluss über die Story. Man folgt verschiedenen Aufgaben und muss verschiedene Dinge erledigen, häufig wird jedoch nur – wenn überhaupt – knapp erklärt, worum es gerade geht, beziehungsweise warum man gerade was machen muss. Wir können es gar nicht oft genug sagen, doch hier verschenkt Ubisoft einiges an Potential. Unverständlich, wenn ihr uns fragt, denn die großen Ableger können doch Geschichten erzählen. Sicherlich ist Avelines Geschichte keineswegs schlecht, doch ein wenig am Detail sollte man beim Geschichtenerzählen, auch auf Handhelds, achten.

Ist das noch Assassin’s Creed?

Dies ist eine durchaus berechtigte Frage, denn sehr viele Elemente unterscheiden sich zu den bisherigen Ablegern, die auf den großen Konsolen erschienen. Ob das gut oder schlecht ist, wird jeder selbst beurteilen können, dennoch wirken viele Elemente des Gameplays erzwungen und so, als würde man unbedingt etwas Neues einführen wollen, aber bereits in den minimalsten Grundschritten scheitern. Altbekanntes hingegen ist zum Teil geblieben, wurde aber auch stark geändert. Die größte Neuerung besteht wohl darin, dass man die Verkleidung wechseln kann. Aveline kann sowohl als Sklavin und Attentäterin als auch als feine Dame durch die Straßen und Ortschaften wandeln. Dabei hat sie besondere Vor- als auch Nachteile. Je nachdem, welchen der drei Typen man spielt, wird man eher entdeckt oder kann weder Klettern noch springen.

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Als Sklavin hat man die Möglichkeit, überall herum zu klettern, wo man möchte. Man kann schwimmen und springen, rennen und töten. Alles, wie ein richtiger Assassine. Der Nachteil an ihr ist jedoch, dass man sehr schnell auffällt, wenn man als Sklavin durch die Straßen der reichen Leute läuft. Und noch was: Verhaltet ihr euch in der Öffentlichkeit auffällig, steigt euer Bekanntheitsgrad kontinuierlich an und wenn ihr nicht aufpasst, werdet ihr schneller gesucht als euch lieb ist. Aber zurück zur Sklavin. Mit ihr kann man problemlos in einen Kampf verwickelt werden, da sie eine gute Nahkämpferin ist. Um eure Bekanntheit zu senken, müsst ihr die bekannten Plakate abreißen, die ihr bereits aus Vorgängern kennt. Dies ist allerdings nur mit der Dame möglich. Womit wir auch schon bei der Dame sind. Sie ist langsam, kann gar nicht klettern, dafür aber Soldaten betören, die für sie kämpfen und heimlich Attentate ausführen. Sie muss diese Attentate im Übrigen ausführen, wenn sie ihren Gesuchtstatus verringern möchte.

Die Assassine kommt nur sehr selten zum Einsatz. Mit ihr wird man am schnellsten verdächtigt, auch wenn sie alles kann, was ein normaler Assassine auch kann. Schade ist an der Stelle, dass es zwar den Anschein macht, als könnte man frei wählen, welchen Typ man wählt, doch leider gibt das einem das Spiel immer vor. Die vorgetäuschte Freiheit ist also nicht existent. Schade, dann hier ist wieder einmal verschenktes Potential.

Gutes

+ Interessantes Setting
+ Weiblicher Assassine

Schlechtes

- Schlechtes Storytelling
- Viele Grafikfehler
- Unnötige Gameplay-Elemente
- Kein richtiges AC-Feeling

6.0 Mittelmäßig

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