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20XX im Test – Rogue-like Mega Man X

Artikel von | 15.07.2018 um 14:47 Uhr

Bereits Anfang 2014 hat der Indie Entwickler Batterystaple Games eine Kickstarter Kampagne für 20XX gestartet, damals hieß der Titel noch Echoes of Eridu. Schon wenig später, am 25. November 2014, konnte man den Titel per Early Access über Steam erhalten. Am 16. August 2017 wurde der Titel dann richtig veröffentlicht und ein knappes Jahr später, am 10. Juli 2018, ist der Titel endlich auch auf der PlayStation 4 erschienen. Wir haben nicht lange gezögert und den Titel sofort einem Test unterzogen. Erfahrt hier, ob die Mischung aus Mega Man X und Rogue-like ein Erfolg ist.

Wir schreiben das Jahr 20XX

Zu sagen das Spiel hätte eine Story, wäre vielleicht etwas übertrieben. Der Planet wird von bösen Robotern angegriffen und wir müssen das schlimmste verhindern. Joa, das wars eigentlich auch schon bezüglich der Handlung, aber es braucht eigentlich auch nicht mehr.

Bevor es losgeht, finden wir uns in der Zentrale wieder und können hier erstmal vor jedem Lauf zwischen zwei Charakteren wählen – Nina und Ace. Man könnte die beiden auch Mega Man X und Zero nennen,da eine dezente Ähnlichkeit zu den bekannten Charakteren besteht.

Während Nina mit dem Blaster kämpft und eher auf Entfernung aktiv wird, ist Ace mit einem Laserschwert bewaffnet und geht eher hautnah an den Feind. Dafür das Ace dann näher an den Feind ran muss, macht er auch mehr Schaden. Abseits der Bewaffnung spielen die beiden sich aber komplett identisch.

4 Gebiete, 8 Bosse, unendliche Möglichkeiten

Wie für Rogue-likes üblich, ist bei nach einem Tod sofort schluss und man darf von vorne anfangen. Bei 20XX werden die einzelnen Durchgänge “Läufe” genannt. Vor einem Lauf können wir die Schwierigkeit wählen. Auf leicht haben wir 3 Leben, können aber keine Trophäen erhalten. Auf normal haben wir nur ein Leben, kriegen aber Trophäen und in diesem Modus sollte man das Spiel auch spielen. Dann gibt es aber auch noch Schwer und hier gehts richtig zur Sache, eher was für später.

Neben dem endgültigen Tod, samt Neustart, gibt es bei Rogue-likes auch zufallsgenerierte Areale. So starten wir immer in einem anders strukturierten Gebiet und auch der Boss, von denen es acht gibt, ist am Anfang immer Zufall. Während die Level selbst natürlich immer anders aufgebaut sind, gibt es vier Gebiete in denen man sicher immer wieder findet – Agnisort (Fabrik Gebiet), Frostor (Arktisches Gebiet), Skytemple (Fliegende Ruinen) und Vaculab (Jungle Gebiet).

Jedes der einzelnen Gebiete hat gewissen Eigenheiten, die man nur dort findet. So hat der Skytemple fliegende Plattformen, während das Vaculab verschwindende Plattformen hat. Zusätzlich gibt es auch Gegner, die man nur in bestimmten Gebieten zu sehen bekommt, aber auch solche, die einfach immer zu finden sind. Nachdem man dann die acht Bosse erlegt hat, gibt es noch zwei extra Level. Diese kombinieren dann quasi die vier Gebiete, doch dazu kommen wir gleich nochmal.

Immer wieder anders

Im ersten Lauf haben wir nur wenig Lebenspunkte und auch nur unsere Standardwaffen. Umso weiter man aber in dem Lauf gelangt, umso stärker wird man, denn es sind verschiedene Augmentationen in den Levels zu finden. Diese geben euch mehr Angriffskraft, mehr Lebenspunkte oder mehr Energie, dazu gleich mehr. Außerdem gibt es nach jedem Boss ein Upgrade und die Qual der Wahl. Nach dem Sieg können wir zwischen der Kraft des Bosses, Geld oder einer weiteren Augmentation wählen.

Die eben angesprochene Energie brauchen wir um die Kräfte der Bosse zu benutzen. Da diese sehr stark sind und daher nicht unendlich eingesetzt werden können. Ähnlich wie bei Mega Man, sind verschiedene Bosskräfte auch besonders effektiv gegen andere Bosse, doch das muss man dann selbst herausfinden.

Das Geld hingegen wird durch “Schrauben Muttern” dargestellt und wird dazu benötigt, um auf die verschiedenen Shops zuzugreifen. Da wären einmal Shops für Lebenspunkte, dann noch für Energie und zu guter letzt für Augmentationen. Bei letzterem gibt es aber manchmal auch was ganz besonderes zu kaufen und zwar Kern Augmentationen.

Diese werden als Rüstungen dargestellt, sind in vier Sets unterteilt und geben ganz besondere Boni. So gibt es Arme, Beine, Brustpanzer und Helme. Diese verleihen euch Fähigkeiten wie Doppelsprung, Dashs in der Luft, schnelleres aufladen der Angriffe, weniger Rückschlag bei Treffern und vieles anderes.

Es gibt noch zwei weitere Dinge die euch helfen – Prototypen und Waffen. Letztere ändern schlicht und einfach eure Standard Angriffe. Anstatt ein Laserschwert hat Ace dann beispielsweise eine Lanze für mehr Reichweite oder eine Axt für mehr Schaden. Die Prototypen hingegen sind was ganz besonderes. Diese haben meist kryptische Beschreibungen und geben euch einen dicken Bonus, aber auch einen heftigen Nachteil. Ihr macht mehr Schaden, steckt aber auch weniger ein oder Bosse haben mehr Lebenspunkte, ihr bekommt aber zwei Belohnungen nach dem Sieg. Hier muss man immer genau überlegen was man wählt.

Der Kniff bei all den Dingen ist aber, genau wie die Struktur der Level, sind auch die Augmentationen, Waffen und Prototypes Zufall. Wer also am liebsten mit Aces Axt kämpft, kann Pech haben und die Waffe den ganzen Lauf lang nicht sehen. Erschwerend kommt noch hinzu, dass nach dem Tod alle Augmentationen und alles ander weg sind. Dadurch gibt es natürlich reichlich Abwechslung, doch leider kann man auch nie so richtig gezielt in eine Richtung spielen.

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20XX Testbericht

20XX

  • Release: 10.07.2018
  • Genre: Platformer, Rogue Like
  • Entwickler: Batterystaple Games
  • Publisher: Batterystaple Games

Gutes

- Klassisches Mega Man Feeling im modernen Gewand
- Abwechslung und Tiefgang durch Rogue-like Elemente
- 3 verschiedenen Charaktere
- Zahlreiche Waffen, Kräfte und Augmentationen
- Online und lokaler Koop

Schlechtes

- Der Zufall sorgt manchmal für unfaire Momente
- Die letzten beiden Level sind einfach zu schwer und frustrierend

8.6 / 10 Sehr gut

Deine Meinung? Let's Chat!

  1. User Avatar

    Gibts das nur in digitaler Form auf PS4?

  2. User Avatar

    Ja, aktuell nur digital im PSN Store – ist nur ein kleiner Indie-Entwickler.

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