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Sekiro: Shadows Die Twice – Preview von der Gamescom

Artikel von | 22.08.2018 um 10:07 Uhr

Aktuell findet in Köln die Gamescom statt und zu den Highlights der Messe gehört zweifelsfrei Sekiro: Shadows Die Twice, das neue Machwerk aus der Spieleschmiede von From Software. Dem Entwicklerteam haben wir unter anderem die Dark Souls Trilogie zu verdanken. Auch ihr neuester Titel schlägt spielerisch in eine ähnliche Kerbe, wartet aber auch mit einigen Veränderungen auf. Nach der Ankündigung von Sekiro: Shadows Die Twice auf der diesjährigen E3, hatten wir nun zum ersten Mal die Möglichkeit, selbst Hand an das Spiel anzulegen. In unserer Preview schildern wir euch unsere Eindrücke.

Hintergrund und Setting

Wer Demon‘s Souls, Dark Souls oder Bloodborne gespielt hat, fühlt sich bei Sekiro: Shadows Die Twice direkt zuhause: Die Steuerung fühlt sich vertraut an, Atmosphäre und Look lassen keinen Zweifel offen, dass es sich hierbei um einen klassischen From Software Titel handelt. Statt in einer von Dark Fantasy oder H.P. Lovecraft inspirierten Welt, befinden wir uns diesmal allerdings im feudalen Japan. Zumindest in einer düsteren Interpretation davon, die japanische Mythologie und Folklore in sich vereint. Wir schlüpfen in die Rolle eines bisher namenlosen Ninjas, dessen linker Arm durch eine Prothese ersetzt wurde.

Gameplay

Sekiro: Shadows Die Twice lässt sich nach unserem ersten Eindruck primär als Action-Adventure charakterisieren. Die jahrelang etablierte Formel wird um einige Mechaniken erweitert, gleichzeitig aber auch um Rollenspiel-Elemente, wie den Levelaufstieg, reduziert.

Wir erkunden die Welt und treffen dabei auf verschiedene Gegnertypen, die wir mit unserem Samuraischwert oder anderen uns zur Verfügung stehenden Werkzeugen niederstrecken. Eine elementare Neuerung stellt hierbei die Armprothese dar. Bei dieser handelt es sich nämlich um ein Multifunktions-Tool. So können wir uns mit dem Greifhaken an festgelegten Ankerpunkten nach oben transportieren. Auf diese Weise erklimmen wir Bäume, Dächer und Mauern.

Hierbei fällt auf: Sekiro: Shadows Die Twice weist in seinem Spieldesign und seiner Levelstruktur deutlich mehr Vertikalität auf als seine spirituellen Vorgänger. Das wirkt sich auch auf die Kämpfe mit Gegnern aus. So können wir Angriffen von Nahkämpfern und Konfrontationen entgehen, indem wir uns in die Luft katapultieren und uns von einem höheren Standpunkt aus an Ihnen vorbei schleichen. Bleiben wir unentdeckt, können wir unsere Widersacher mit einem gezielten Sprungangriff von oben exekutieren.

Schleichen, wie ein Ninja

Hier zeigt sich eine weitere Neuerung des Spiels: Das Spiel führt eine Stealth-Mechanik ein. Verstecken wir uns beispielsweise in Gräsern oder auf Dächern, entdecken uns Gegner nicht auf Anhieb. Schaffen wir es, uns ungesehen einem Gegner zu nähern, können wir ihn mit einem Schlag niederstrecken. Erregen wir die Aufmerksamkeit unserer Widersacher, erscheint über ihnen ein gelbes Symbol. Sie sind nun misstrauisch und werden die Umgebung untersuchen. Entdecken Sie uns, verfärbt sich das Symbol rot. Gegner gehen dann direkt in die Konfrontation und werden uns auch über lange Strecken hinweg verfolgen. Wer unvorsichtig ist, sollte sich auf bockschwere Kämpfe mit ganzen Gegnergruppen einstellen.

Kampfsystem

Zünftige Auseinandersetzungen sind From Softwares Trademark. Das kommt auch bei Sekiro: Shadows Die Twice zur Geltung. Die Kämpfe haben einen gewohnt hohen Schwierigkeitsgrad und fühlen sich sehr wuchtig an. Da wir uns, zumindest im Rahmen der spielbaren Demo, aber nicht hinter einem Schild verstecken, wie es in Dark Souls der Fall ist, haben die Kämpfe deutlich mehr Tempo. Wir fühlen uns hier an Bloodborne erinnert. Neu ist allerdings, dass wir diesmal auch springen können. Dadurch entgehen wir gegnerischen Attacken und kontern diese aus der Luft.

Während wir in der rechten Hand das Samuraischwert führen, stehen uns in der linken Armprothese mehrere Waffen zur Verfügung. So können wir mit einem Beil zu wuchtigen Attacken ausholen oder aus der Distanz Shuriken auf unsere Widersacher werfen. Wie groß die Auswahl von Waffen ist und ob wir im finalen Spiel Objekte mit unterschiedlichen Statuseigenschaften finden werden, lässt sich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht sagen.

Veteranen der spirituellen Vorgänger fällt schnell auf, dass Sekiro: Shadows Die Twice ohne Ausdauerbalken funktioniert. Wir führen schnelle Schlagfolgen aus, ohne dabei zu ermüden. Heben wir unser Schwert, können wir gegnerische Hiebe abwehren und auf den richtigen Zeitpunkt zum Gegenangriff warten. Das Ausweichen, Blocken und Angreifen erfordert gutes Timing und schnelle Reflexe. Sind wir unvorsichtig, prügeln uns die Gegner nämlich mit wenigen Attacken die Lebensleiste leer.

Sterben und Auferstehen

Sterben wir im Kampf, greift eine weitere neue Spielmechanik: Per Knopfdruck stehen wir mit halber Lebensleiste an Ort und Stelle wieder auf und setzen den Kampf fort. Diese Fähigkeit können wir allerdings nicht unbegrenzt nutzen. Um diese aufzuladen, müssen wir zunächst wieder einen Gegner niederstrecken. Dadurch wird aber auch offensives Vorgehen belohnt: Wer nach dem Wiederauferstehen schnell einen Widersacher besiegt, kann erneut wiederbelebt werden. Sterben wir bei dem Versuch, gehen wir endgültig zu Boden und starten wieder vom letzten Checkpoint.

Spielwelt und Leveldesign

Wie bereits erwähnt, ist die Spielwelt durch die Einsatzmöglichkeiten des Greifhakens vertikaler, als in den spirituellen Vorgängern. Im Rahmen der spielbaren Demo haben wir nur einen begrenzten Ausschnitt von dieser gesehen. Wir wissen bereits, dass die Welt im finalen Spiel wieder zusammenhängend sein wird. Wie vernetzt einzelne Areale sind und ob uns wieder zahlreiche verschiedene Laufwege zur Verfügung stehen, die uns zu Abkürzungen oder Geheimnissen führen, können wir zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht einschätzen.

Auf unserem Weg entdecken wir sogenannte „Sculptor‘s Idols“, die das Pendant zu den Leuchtfeuern in Dark Souls darstellen. Aktivieren wir diese, werden wir dort nach jedem Tod wiederbelebt. Ob wir zwischen diesen auch hin- und herreisen können, wissen wir bislang allerdings noch nicht.

Unser erster Einblick in die düstere Welt von Sekiro: Shadows Die Twice hat uns allerdings reichlich Lust auf mehr gemacht. Wir fiebern dem 22.03.2019, an dem das Spiel voraussichtlich erscheint, auf jeden Fall optimistisch entgegen.

Das Gameplay aus der spielbaren Demo gibt es unter anderem hier zu sehen:

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