PSN-Hack: Weihnachten mal offline – *UPDATE*: Das PSN ist offiziell wieder Online

Artikel von 27.12.2014 um 15:27 Uhr

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Dass das PlayStation Network von heilig Abend an, über die Feiertage lahmgelegt wurde, dürften alle schon mitbekommen haben. Genauso kursieren unzählige News darüber, was denn da eigentlich passiert ist. Wir haben für euch einmal ein bisschen recherchiert und alles wichtige zusammengefasst.

Lizard Squad – dieser Name wandelt seit Tagen durch das Internet und wird auch immer wieder in Zusammenhang mit dem Ausfall des PSN gebracht. Zumindest behaupten die Hacker, für das Desaster verantwortlich zu sein – ob sie es tatsächlich sind konnte man noch nicht eindeutig beweisen oder feststellen. Was die Hacker mit dem DDos-Angriff verursachen oder auslösen wollten ist ebenso unbekannt. Via Twitter hatte die Gruppierung darum gebeten auf sich selbst aufmerksam zu machen und wiederum neue Follower zu gewinnen. Mit der Begründung, dass die Attacke aufhören würde, wenn sie denn genügend neue Unterstützer gefunden haben.

Klingt alles sehr eigenartig. So weit zu gehen, ganze Netzwerke abzuschalten, nur um Follower zu gewinnen – das würde wirklich zu weit gehen. Lizard Squad hatte vor den Angriffen ebenfalls angekündigt, dass die Angriffe, zumindest bei XBox-Live deart heftig sein würden, dass diese Netzwerke irreparabel beschädigt wären.

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So war es eben nicht einfach so, dass so gut wie alle PlayStation- als auch XBox-Besitzer nicht online spielen, oder sich anmelden konnten. Richtige Probleme hatten nämlich die, welche sich über eine neue PS4 zu Weihnachten gefreut hatten, sich aber auf Grund der Serverprobleme nicht anmelden konnten. Diese Tatsache frustet ungemein.

Aber in dem ganzen Trubel wollten die Nachrichten nicht abreißen. Zum Beispiel kursierte einige Zeit die Nachricht, dass Kim Dotcom mit den Hackern einen Deal ausgehandelt hat. Wie aus einem Tweet zwischen dem „Unternehmer“ und dem Lizard Squad hervorgeht, hat Kim Dotcom, bei Aufgabe der Attacke auf die Netzwerke, den Hackern einen lebenslangen kostenlosen Account bei seinem Filesharing-Angebot MEGA angeboten. Im Nachhinein hat Kim auch noch den restlichen Nachrichtenverlauf veröffentlicht. Ob diese ganze Masche nun dazu gedient hat, für dessen Filesharing-Dienst Werbung zu machen, oder ob da auch nur ein Fünkchen Wahrheit dahinter steckt, bleibt jedem selbst überlassen.

Sony selbst hat sich zu den aktuellen Problemen, welche vermutlich auf Grund der Hacker Attacke verursacht wurden, nur wenig geäußert. Man wisse um die Probleme und arbeite daran. Auch wenn es sich, vermutlich, nur um eine DDos-Attacke handelt, wurden ersten Feststellungen nach keinerlei Daten gestohlen oder entwendet. Bei einem solchen Angriff auf ein Netzwerk werden Unmengen an Serveranfragen versendet, worauf hin die meisten, wie in diesem Fall, Server dann zu Grunde gehen und abstürzen, sodass keine Kommunikation mit den Servern möglich ist.