Das Problem mit dem Marktbrett in Final Fantasy XIV

Artikel von 08.01.2014 um 23:57 Uhr

Es ist nicht gerade ein Geheimnis, dass MMORPGs auch über verschiedene Handelsmöglichkeiten mit anderen Spielern verfügen. Das kann zum einen das ganz normale Handeln zwischen zwei Spielern sein, aber zum anderen kann das Spiel auch über eine größere Plattform verfügen, auf der die Spieler ihre Ware anbieten und es dann irgendwelche anderen Spieler kaufen können. An sich ist das wirklich kein schlechtes Konzept, und so verfügt auch Final Fantasy XIV: A Realm Reborn über eine solche Möglichkeit – Was mich schier zur Weißglut treibt.

Einige von euch werden vermutlich schon wissen, dass ich zuvor einige Jahre Final Fantasy XI gespielt habe, einige kostenlose MMORPGs sind mir zwar auch untergekommen, aber fesseln konnten sie mich nie wirklich. Ich weiß nicht mal, ob diese kostenlosen MMORPGs überhaupt über eine solche Handelsmöglichkeit verfügten, weil ich mich einfach nicht lange damit beschäftigen konnte, aber vermutlich werden sie auch die eine oder andere Möglichkeit besitzen. Wundert euch also nicht, wenn mein gewähltes Beispiel später aus dem Bereich von Final Fantasy XI kommt.

MarktbrettDas Marktbrett also. So heißt das „Ich verkaufe meine Ware an möglichst viele andere Spieler“-System in Final Fantasy XIV: A Realm Reborn. Das bedeutet, ihr geht im Spiel an das Marktbrett und schaut nach, ob andere Spieler eine bestimmte Ware anbieten. Habt ihr eure Ware gefunden, seht ihr rechts, ob sie vorhanden ist. Geht ihr dann auf den Gegenstand, könnt ihr sehen, für wie viel Gil das Ganze angeboten wird. Soweit ist das ziemlich logisch und nachvollziehbar.

Würde es nur nicht die Spieler geben. Wisst ihr, es ist so: Wenn ihr eine Ware auf dem Marktbrett einstellen wollt, wird euch bereits ein Preis angezeigt. Hierbei handelt es sich um den Preis, den ihr für die Ware beim Händler bekommen würdet. Allerdings scheinen sich damit viele Spieler nicht wirklich auseinandersetzen zu wollen, sodass es sehr, sehr, sehr häufig vorkommt, dass eine Ware einfach für 1 oder 2 Gil eingestellt ist. Das mag zwar gut für Handwerker sein, allerdings ist es verdammt schlecht für Sammler oder Leute, die eben Items farmen gehen.

So gibt es beispielsweise das Problem, dass man ans Marktbrett guckt, wie viel etwas momentan kostet. Man freut ffxiv-sadsich, dass Antilopenhörner zum Beispiel gerade für 150 Gil weggehen – Also packt man sein Schwert oder Stab ein, geht in den Südwald und kloppt Antilopenböcke bis zum Abwinken. Mit einigen Stacks kehrt man dann zum Marktbrett zurück – Nur um dann festzustellen, dass es wieder einmal einen Idioten gab, der anfing, die Antilopenhörner für 3 Gil einzustellen. Und das Problem an der Sache: Die anderen Spieler machen diese Dummheit dann auch noch nach!

Und das ist keine besondere Seltenheit, sondern fast Standard. Und genau das ist der Punkt, der mich so derart nervt. Ich glaube, es liegt daran, dass die Preise bereits angezeigt werden, wären sie verdeckt, wäre diese Deflation wahrscheinlich nicht drin. Und genau an der Stelle schwenke ich jetzt um zu Final Fantasy XI, das über ein Auktionshaus verfügte, dies funktionierte aber anders als es einige vielleicht aus World of Warcraft kennen.

Möchtet ihr etwas in Final Fantasy XI kaufen, so geht ihr zum Auktionshaus und stellt dann fest, dass jemand euer Item eingestellt hat. Nun klickt ihr auf das Item und könnt einen Preis selbst eingeben, für wie viel ihr diesen Gegenstand kaufen möchtet. Stimmt dieser Preis mit dem Mindestgebot des Einstellers überein oder übertrifft dieses sogar, so erhaltet ihr den Gegenstand. Das war gut – Und es machte Spaß, sich so verschiedene Dinge zu erkaufen.

ffxivdream1Die Preise waren zumindest auf den beiden Servern, auf denen ich war – Odin und Fairy – dauerhaft stabil, sodass man genau wusste, dass ein Stack (12 Stück in dem Fall) Fische etwa 4.000 Gil wert ist. Es war eine sichere Einnahmequelle. Zwar gab es hin und wieder auch Leute, die da ihre Ware für einen Gil reingestellt haben, aber weil man nicht sehen konnte, was das Ganze kostet, hat man automatisch einen höheren Preis eingegeben. So hat das Farmen und Herstellen wenigstens Spaß gemacht, weil es eben etwas gebracht hat.

Wie ich nun an mein Geld kommen soll, weiß ich noch nicht genau. Denn immer, wenn ich etwas sammle, ärgere ich mich am Ende Grün und Schwarz, dass ich jetzt mein Inventar zugemüllt habe, um dann am Ende 3 Gil dafür zu bekommen. Yeah. Und das zieht sich im Übrigen auch von Level 1 bis 50 durch. Es gibt zum Beispiel Items zum Sammeln, die haben einen Stern, sind also ganz besondere Sachen. Geht man dann ans Marktbrett, wird man richtig überrascht, weil man dann dafür 10 Gil bekommt – Obwohl die Sammelstellen dieser Sterngegenstände nur einmal pro Stunde auftauchen.

Was ich mir wünschen würde, wäre ein überarbeitetes Marktbrett. Vielleicht, dass der Gilpreis vom Händler nicht angezeigt wird oder dass man die eingestellten Preise nicht sieht. Oder gleich ein Auktionshaus wie es in Final Fantasy XI Anwendung fand, doch man soll ja nicht vergleichen. Aber vielleicht würden die heutigen Spieler damit auch gar nicht mehr zurecht kommen…

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