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PlayStation Experience 2017 – Ein Blick auf die kommenden PS4 Spiele

Artikel von | Samstag 08. April 2017 um 18:24 Uhr

Es gibt zwar in jedem Jahr die große PlayStation Experience in den USA, doch Sony veranstaltet auch über das Jahr hinweg kleinere Events auf der ganzen Welt. In dieser Woche gab es mit der PlayStation Experience München das deutsche Event. Wir waren dort und haben uns einmal die kommenden Spiele der PlayStation 4 angeschaut und geben euch einen kurzen Überblick über unsere Einblicke.

Crash Bandicoot N. Sane Trilogie

Das große Highlight war die Crash Bandicoot N. Sane Trilogie. Activision hat das dafür extra eine Demo mit drei Level mitgebracht. Unterschieden wurde dabei zwischen den Schwierigkeitsgraden Leicht, Mittel und Schwer – aber auch die Level spielten sich unterschiedlich. Lediglich die Ladezeiten zwischen den Level oder nach einem Neustart ziehen einem etwas aus dem Rhythmus.

Bei Leicht handelt es sich um ein eher klassisches Crash Level. Man sieht aus der Third-Person Perspektive über die Schultern des Beuteldachs hinweg. Während man einige Feinde weghauen kann, überprüft man in Sprung-Passagen sein Feingefühl. Auch dabei natürlich einige Kisten und Äpfel.

Beim zweiten Level spielte man eher aus einer Art Top-Down Perspektive und konnte über Hindernisse springen oder später mit einem Jetski übers Wasser düsen. Das dritte und schwere Level bot dann eine 2D Sicht und hier waren die Sprungpassagen besonders anspruchsvoll. Besonders mit Lava-Röhren, Bomben und bewegenden Feinden war die Kontrolle über jeden Pixel des Dachs besonders wichtig.

Insgesamt hat sich das ganze super flüssig gespielt und war auch recht ansehnlich, natürlich ist man dem Stil treu geblieben. Auch die Animationen waren super und Crash-typische Elemente konnten überzeugen. Es gibt viele Geheimnisse, Kisten und Bonus-Level. Während es zu Beginn noch die Herausforderung ist, nicht zu sterben, wechselt es später schnell zum Versuch ohne zu sterben oder dem Sammeln jedes Gegenstands. Gerade wenn man nicht alle Kisten eingesammelt hat und diese am Ende auf den Dachs fliegen, möchte man beim nächsten mal besser werden und ihn nicht weiter quälen.

Zusammengefasst: Die Nostalgie kommt sofort wieder auf und das Spiel motivierend einen. Gleichzeitig ist der Frust, die Freude und der Spaß ebenso wieder mit dabei.

Farpoint (PlayStation VR)

Der PlayStation 4 Exklusivtitel ist sicherlich das kommende Highlight für jeden PlayStation VR Besitzer. Der Sci-Fi Shooter sieht zwar wie ein typischer Railgun-Shooter aus, doch bietet doch mehr. Man kann sich nämlich komplett frei bewegen, trotz VR, was dem Spiel gut tut. Ansonsten habt ihr viele typische Shooter-Elemente. Zwei Waffen gab es, inklusive eingebauten Granatenwerfer – ein MG und eine Shotgun. Nett war das Detail, dass man beim „wegwerfen“ der Waffe mit dem Controller über die eigene Schulter, diese dann zur anderen wechselt.

Das Spiel sah, für PS VR-Verhältnisse, sehr gut aus und besonders die riesigen Kreaturen waren ein Hingucker. Gerade wenn sie auf einen zureden und man sie im letzten Moment mit der Shotgun erwischt und dabei die Körperteile auf einen fliegen sieht, ist das doch etwas, was VR besonders macht. Die Schwierigkeit war doch etwas knackig und das zielen mit der neuen VR-Gun hat super funktioniert. Auch ohne VR und vielleicht mit einem Koop wäre Farpoint sowas wie ein neues Lost Planet. Gerade weil wir auch einen Bosskampf gegen eine riesige Spinne miterleben konnten. Aber die Motion Sickness war doch spürbar und ohne Pausen ist es schwer spielbar, dafür sind die Sessions umso intensiver.

Zusammengefasst: Vermutlich das bisher beste Spiel für PlayStation VR und auch optisch ungewohnt schön. Das Gameplay bietet mehr Tiefgang als der klassische Railgun-VR-Shooter, durch die freie Bewegung aber auch mehr Motion Sickness. Ein Muss für jeden PlayStation VR Besitzer.

Farpoint

Starblood Arena (PlayStation VR)

Kommen wir zum zweiten VR Spiel Starblood Arena. Bei diesem übernimmt ihr die Rolle von einem von vielen Charakteren auf einem fliegenden Mech. Natürlich ist dieser bewaffnet und dient als Kriegsmaschine. Wie der Name es erahnen lässt, kämpft ihr in einer Arena gegeneinander. Ihr könnt dabei frei umherfliegen und die verschiedenen Ebenen nutzen, um die Höhe zu eurem Vorteil zu nutzen.

Ihr habt dabei verschiedene Waffen und Spezialattacken und steuert entweder mit der Brille selbst oder auch einfach mit dem Controller. Das funktioniert zwar an sich gut, aber durch die Steuerung der Brille, mit dem Controller und der Höhe kann auch öfter mal die Übersicht komplett verloren gehen. Nach einigen Minuten war der Kampf zu Ende und der größte Kriegsheld wurde gefunden.

Zusammengefasst: Starblood Arena ist ein klassischer Arena-Shooter wie es ein Quake ist. Nur bietet dieser eben VR Support und ist etwas langsamer. Zwar geht manchmal die Übersicht verloren, aber der Titel macht durchaus spaß. Da später noch ein online-Modus dazu kommt, bietet Starblood Arena doch einiges an Potential.

Starblood Arena

WipEout Omega Collection

Neben Crash das zweite Comeback. Da es sich hier eher um ein Remaster handelt, kennen die meisten sicherlich bereits das Gameplay. Dieses blieb natürlich gleich, aber sowohl die Auflösung als auch die Bildrate mit 60 fps sind deshalb die große Verbesserungen der Collection. Dementsprechend gut sieht das Spiel auch aus, läuft extrem flüssig und auch der Sound kann überzeugen.

Zusammengefasst: WipEout Fans wissen, was sie zu erwarten haben und bekommen die drei Titel in besserer Optik, alle anderen können das noch werden.

WipEout Omega Collection

Prey

Bethesda hat in den letzten Jahren an einer Fortsetzung zu Prey gearbeitet. Nach einigen Unstimmigkeiten erscheint nun im Mai endlich auch das neue Prey auf der PlayStation 4. Wir durften den Anfang des Spiels erleben, wollen aber nicht schon Spoilern. Auf alle Fälle hat man die gewohnte Bethesda-Charakterauswahl und kann diesen sicherlich in der Vollversion anpassen. Danach wacht man in der Wohnung auf und kann mit nahezu jedem Objekt interagieren. Sei es ein Glas das man zum Inventar hinzufügen oder einfach nehmen und herum schmeißen kann. Wer Fan von Looten & Leveln ist, der wird seine Leidenschaft mal so richtig ausleben können.

Während ihr anfangs noch die Steuerung kennenlernt, bekommt ihr auch einige Fragen gestellt und schon da zeigt sich, dass die Geschichte des Spiels etwas abgedrehter ist. Es ist nicht alles so, wie man es anfangs gedacht hat und man findet sehr schnell Interesse Prey weiterzuspielen und die Wahrheit (zumindest etwas) aufzudecken.

Anfangs habt ihr aber nur eine Zange als Waffe, es dauert auch etwas bis eine richtige Pistole euren Weg kreuzt. Die Munition ist aber stark begrenzt. Später kommen noch Psi-Kräfte und viele Fähigkeiten dazu. Man hat auch verschiedene Herangehensweisen um ein Level zu lösen. Das Gameplay hat also einiges zu bieten und ändert sich je nach Spielweise. Auch die Optik von Prey sieht hat etwas besonderes, im positiven Sinne und auch die Atmosphäre bietet etwas unheimliches, ähnlich wie bei einem Horrorspiel.

Zusammengefasst: Die Story fesselt den Spieler recht schnell und wirkt bereits nach kurzer Zeit nach etwas einmaligem. Vom Gesamteindruck kann man Prey sicherlich mit Half-Life oder BioShock vergleichen und wer eine ähnliche Erfahrung möchte, der sollte sich Prey mal genauer anschauen.

Gran Turismo Sport + PlayStation VR

Mit dabei war auch Gran Turismo Sport, dem neuen PS4 Rennspiel von Polyphony Digital. Hier müssen wir aber zugeben, dass wir nicht die allergrößte Rennspiel Erfahrung haben – zumindest ich. Die Simulation dann auch noch mit einem Lenkrad zu spielen, war dann besonders fordernd. Gleichzeitig war es auch besonders spaßig. Wir haben verschiedene Strecken und Wagen ausprobiert und können sagen, dass Gran Turismo Sport überzeugen konnte. Die Simulation kann ihre Stärken auch im neusten Teil zeigen.

Es gibt wiedermal unzählige Möglichkeiten die Steuerung und Einstellungen beim fahren zu ändern und dementsprechend kommen Rennspiel-Simulations-Fans wieder auf ihre Kosten. Viele Stecken und Fahrzeuge versprechen viel Motivation durch Feintuning des Wagens aber auch bei der Spielweise. Denn man muss durchaus aufpassen wenn man auf einem der vorderen Plätze landen möchte. Gleichzeitig kann es schnell passieren, dass man durch einen kleinen Fehler oder Aufprall aus der Strecke in der Wiese landet.

Schade ist natürlich, dass es kein Schadensmodell gab, das wäre natürlich das Sahnehäubchen. Denn die Optik selbst kann überzeugen. Natürlich gibt es auch Schwächen. Popups kann man öfter erkennen und sind immer unschön. Die Fahrzeuge selbst und drum herum sehen dafür aber besonders hübsch aus. Doch gerade der Sound ist ein Highlight und mit einem guten Headset wird Gran Turismo Sport ein Fest für Auto-Fans.

Apropos Headset, wir haben auch die PlayStation VR Version gespielt. Denn wer Driveclub mit VR gespielt hat, der wird sich sicherlich an die schlechte Auflösung erinnern. Tja und leider hat Gran Turismo ein ähnliches Problem. Wegen der hohen Bildrate die ein VR-Spiel bieten muss, gibt es eben Punkte die man dafür opfert. Deshalb ist GT Sport mit VR eher auf PlayStation 3 Niveau, wenn überhaupt. Spielbar auf alle Fälle und es hat auch seine Höhepunkte bei der Optik, aber natürlich noch weit von der normalen Version entfernt. Aber, und das ist wichtig. Gran Turismo Sport mit PlayStation VR, Lenkrad und Headset ist schon eine tolle Erfahrung und näher an das Gefühl eines echten Autos kommt man aktuell wohl nicht heran.

Zusammengefasst: Gran Turismo Sport ist das, was man erwartet. Eine gewaltige Rennspiel Simulation mit vielen Fahrzeugen und Strecken – auch wenn etwas abgespeckt im Vergleich zu GT5. Mit der PS4 gibt es optisch natürlich nochmal einen Sprung nach vorne, ansonsten bleibt das Gameplay ähnlich befriedigend. Lediglich die VR Version ist doch etwas enttäuschend.

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