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Open World Gameplay zu NieR Automata

Artikel von | Montag 13. Februar 2017 um 20:19 Uhr

Nächsten Monat erscheint die überraschende Fortsetzung zu Nier. NieR Automata wird von Platinum Games entwickelt und spielt, wie der Vorgänger, in einer offenen Welt.

So berichtet Clara Hertzog, Contributing Editor bei SIEE, wie folgt auf dem PlayStation Blog:

Wenn man sich bei NieR: Automata einer Sache sicher sein kann, dann sind das die hohen Erwartungen, die an das Spiel gestellt werden. Das erste NieR hatten bei seiner Veröffentlichung 2010 vielleicht nicht viele RPG-Fans auf dem Schirm, aber die Story, die glaubhaften Charaktere und der abgefahrene Soundtrack haben mit der Zeit Kultstatus erlangt. NieR war eine einzigartig emotionale Geschichte, und alle, die es gespielt haben, erinnern sich bestimmt an die melancholische und ätherische Atmosphäre.

In der Tat kann die emotionale Erzählweise von NieR eine ziemliche Herausforderung sein. Das erste Spiel enthielt ein paar Überraschungen, von denen einige den Spieler persönlich betrafen. Wenn man zum Beispiel das Ende des Spiels erreicht hatte, verdrehte der „New Game+”-Spieldurchgang die Geschichte komplett in ihr Gegenteil und belohnte Spieler mit einer neuen Perspektive und zusätzlichem Tiefgang … doch das hatte seinen Preis. Da der Spieler jetzt sowohl die Sprache als auch die Beweggründe seiner Gegner verstehen konnte, erkannte er, dass seine Handlungen gar nicht so tugendhaft waren. Das war ein emotionaler Tiefschlag, den man so schnell nicht vergisst.

NieR: Automata

Director Yoko Taro ist für seinen ungewöhnlichen und häufig düsteren Erzählstil bekannt. „Das erste Spiel war auf jeden Fall sehr emotional”, gibt er zu. „Das war eine sehr tränenreiche Geschichte. Diesmal versuche ich, das Ganze etwas ‚trockener’ anzugehen. Dabei geht es um Themen wie die Ungerechtigkeit der Welt und die raue, voreingenommene Realität, der sich diese Charaktere stellen müssen.”

Und die Welt von NieR: Automata scheint in der Tat unfair zu sein. Sie ist derselbe post-apokalyptische Schauplatz wie im ersten NieR, aber die Handlung spielt Tausende Jahre in der Zukunft, in der Maschinen aus einer anderen Welt gegen die Überreste der Menschheit Krieg führen. 2B, die Hauptfigur, ist ein Android einer Kampfeinheit namens YoRHa, die zur Erde geschickt wird, um der Menschheit zu helfen, den Planeten von den Eindringlingen zurückzuerobern.

Auch diesmal möchte man den Spielern nahelegen, nach dem ersten Spieldurchgang noch weiter vorzudringen. „Diesmal ist es ein etwas anderes System”, erklärt Taro. „Aber Spieler, die nur bis zum ersten Ende von NieR: Automata gespielt haben, haben vermutlich nicht mal die Hälfte der Geschichte gesehen.”

Chips für die Gameplay-Anpassung

Da Platinum Games die Entwicklung der Fortsetzung in die Hände genommen hat, könnt ihr mit Sicherheit das typische, coole Action-Gameplay erwarten, für das das talentierte Studio bekannt ist. Wenn man von der neuen, dreistündigen Demo ausgehen kann, scheint das Gameplay sehr flexibel zu sein. Ein gutes Beispiel dafür ist das Einbau-Chip-System. Sammelt Chips, baut sie bei 2B ein (sie ist schließlich ein Android) und ihr könnt auf alles zugreifen – von neuen Angriffen über Veränderungen der Benutzeroberfläche bis hin zu einigen Easter Eggs.

Producer Yosuke Saito steht ganz besonders auf die Fähigkeit zu heilen, indem man Gegner angreift. Und es ist keine Überraschung, dass Taro einen Chip wählt, der den Spieler austrickst. „Wenn man ihn herausnimmt, bringt er einen sofort um und schickt den Spieler zurück zum Titelbildschirm! Das Tolle daran ist, dass es überhaupt keine Warnung gibt, auch nicht, wenn man nicht gespeichert hat – sobald man ihn herausnimmt, ist man tot.”

Eins muss man ihm lassen: Diese kleinen Details sind es, die ihn in der Branche so bekannt machen. Er hat immer Möglichkeiten gefunden, einzigartige Ideen einzubauen, die seine Spiele so besonders machen.

NieR ist sowohl Rollenspiel als auch Actiontitel. Es gibt Charakterentwicklung, Waffenkäufe, Nebenquests und sogar Möglichkeiten zum Angeln. („Bei Platinum machen wir schon sehr lange Zeit Actionspiele, und so ist es uns ein Bedürfnis, mal andere Spiele zu entwickeln. Darum haben wir viel Herzblut in die Rollenspiel-Elemente des Titels gesteckt.”)

Für alle RPG-Liebhaber, die nicht so kampferfahren sind, gibt es eine leichte Schwierigkeitseinstellung mit einer Anzahl vorinstallierter Chips, die euer Können im Kampf automatisieren. „Wenn ihr die verwendet, könnt ihr einfach herumlaufen, und ihr greift automatisch Gegner an und kämpft.”

Am anderen Ende des Spektrums gibt es den Really Hard Mode („Wirklich schwer”-Modus): Ein Treffer tötet. Dieser Modus ist, um mit den Worten von Platinum zu sprechen, „für die echten Hardcore-Fans von Actionspielen”.

NieR: Automata

Den Nachfolger eines echten Kultspiels wie NieR zu entwickeln, ist keine einfache Aufgabe, aber es sieht so aus, als wäre die erste Zusammenarbeit von Square Enix und Platinum Games der Herausforderung gewachsen. Als ich am Ende meines Interviews nach Yoko Taros Berufsphilosophie frage, vertraut mir Designer Takahisa Taura an, dass „niemand in der ganzen Spielebranche einem mehr Vertrauen schenkt als dieser Typ”.

Und wir müssen zugeben, dass die Verbindung aus Platinums coolem Action-Gameplay, dem RPG-Kern und einer Story sowie einem Soundtrack, die des ersten Teils würdig sind, zeigt, dass NieR: Automata in sehr guten Händen zu sein scheint.

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