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Horizon: Zero Dawn Preview – Erste Eindrücke zum kommenden PS4 Must-Have

Artikel von | Montag 20. Februar 2017 um 09:01 Uhr

In wenigen Tagen ist es endlich soweit und Horizon Zero Dawn erscheint für die PlayStation 4. Seit vielen Jahren haben die Killzone Entwickler, Guerilla Games, am Titel gearbeitet. Bevor wir aber zum Test selbst kommen, hatten wir die Ehre das Spiel durch ein kleines Preview-Event bereits anzuspielen. Wir geben euch hier mal einen kleinen Überblick zu dem, was ihr euch vom kommenden PS4 Highlight erwarten könnt.

Die Story

Die Geschichte des Spiels fängt damit an, dass man die Geburt von Aloy mitbekommt und wie ihr Vater sie zu einem Ritual mitnimmt. Dabei redet er über das, was gerade passiert und gibt dem Spieler somit einen guten Einblick über die Geschehnisse. Danach folgt man Aloys Leben und übernimmt als Spieler die aktive Rolle, wenn sie zu einem Kind wird. Jedoch gehören die beiden zu Ausgestoßenen und werden auch dementsprechend von ihren Mitmenschen als solche behandelt. Durch das Erforschen einer verlassenen Höhle, bekommt Aloy einen Fokus, einem Relikt der vergangenen Welt. Wir lernen auch, wie das Leben zu jener Zeit funktionierte und wie man richtig jagen soll. Man findet sich hier recht schnell ein und fühlt sich in dieser Welt wohl. Auch erste Informationen über die Hintergründe und wie es zum Untergang der Zivilisation gekommen ist, folgen langsam, ebenso zu den “Dinosauriern”. Interessant zu erwähnen wäre sicherlich noch, dass es Dialogoptionen gibt, ähnlich wie bei Mass Effect. Darüber könnt ihr dann weitere Details zu einer Quest erhalten oder eben eine Moral Entscheidung treffen. Diese werden dann auch Einfluss auf die Story nehmen. Ab hier brechen wir mit der Story ab und können nur sagen, dass ihr euch noch gedulden müsst. Was anfangs geboten wird, macht Lust auf mehr und irgendwie fühlt man sich sofort familiär mit allem – ein ähnliches Gefühl hatten wir damals auch bei Uncharted 2.

Das Gameplay

Mech-Dinosaurier, Pfeil und Bogen und eine riesige Welt. Im ersten Moment vielleicht eine etwas ungewöhnliche Kombination, aber man findet sich extrem schnell rein. Wie oben erwähnt, haben wir einen Fokus bekommen. Dieser ermöglicht Aloy beispielsweise mit Computern zu interagieren oder Feinde zu scannen. So finden wir ihre Schwachpunkte, um besonders präzise zu jagen. Durch das aufsteigen im Level erhalten wir Skill-Punkte, um klassisch Fähigkeiten zu erlernen. Dazu gehört dann beispielsweise das Zielen in Zeitlupe, kritische Nahkampf-Angriffe auszuführen oder mehr Gegenstände beim Sammeln zu bekommen. Das Sammeln ist überaus wichtig, denn durch Äste können wir mehr Pfeile herstellen, durch Pflanzen uns heilen und mit Teilen von den Mech-Dinos Gegenstände verbessern oder die Spielwährung bekommen. Das funktioniert alles super intuitiv und schnell, das jagen macht Spaß und durch größere Feinde ist stets die nächste Herausforderung gegeben. Beispielsweise mit Feuer-Pfeilen, Stolperfallen und Verbesserungen für Ausrüstung und Waffen, gibt es später auch viele neue Möglichkeiten die Kämpfe anzugehen.

Ein nettes Detail ist auch, dass es verschiedene Klassen der Feinde gibt. Dabei gibt es mehr oder weniger gefährliche Kreaturen. Wenn man entdeckt wird, verbünden sie sich gegen einen oder rennen weg, also quasi wie im echten Leben. Um das zu vermeiden, kann man sich ducken und durch hohe Gräser schleichen. Nun zu einer weiteren tollen Sache. Man kann Steine einsammeln und diese nutzen, um Gegner zu sich zu locken oder auseinander zu bringen. In den meisten Spielen sind solche Steine eben als Verbrauchsgegenstand vorhanden. In Horizon kann man den geworfenen Stein wiederum erneut aufnehmen, zwar nur ein Detail, aber nett. Wo wir schon bei netten Sachen sind, auch die Welt ist das. Nicht nur das sie schön ist, sie ist auch recht interaktiv. Man hat nicht einfach nur ein Quest-Board und erledigt etwas. Sondern es kann es passieren, dass ein verletzter Soldat euch zu sich ruft und um Hilfe bittet. Das macht das Abenteuer von Aloy und die Welt recht realistisch und man kann stets etwas erledigen. Wie abwechslungsreich das im Endeffekt sein wird, bleibt abzuwarten.

Was gibt’s sonst noch?

Das klettern in Horizon erinnert eher an Assassins Creed als Uncharted, jedoch ist es viel direkter und schneller. Statt ständig nach oben und ‚X‘ zum Springen zu schmettern, springt Aloy oft von selbst, sobald man den Stick in die richtige Richtung gedrückt hat. Man kommt also recht schnell über jedes Hindernis hinaus. Weniger direkt und etwas nervig ist dafür die Navigation. Statt das die Wegmarkierung zum Ziel direkt angezeigt wird, muss man stückweise vorgehen. Erst zur „Straßenkreuzung“, nur um dann nochmal um die Ecke zu laufen – man musste also immer wieder kleine Umwege laufen. Dafür ist die Welt an sich wunderschön und nur so gespickt von Details. Überall kann man etwas entdecken, seien es neue Gebiete oder Feinde. Außerdem gibt es die bereits angesprochenen Quests in der Welt und man kann auch überall etwas sammeln. Die Kämpfe machen immer wieder aufs neue Spaß.

Während des Events haben wir auf einem 4K Fernseher und auf der PlayStation 4 Pro gespielt. Nicht nur, dass das Horizon wunderschön war, es lief auch ohne jegliche Ruckler oder sonstige Schwächen. Lediglich die deutsche Synchronisation, insbesondere die Lippenbewegungen, sind leider doch etwas störend, weil sie oft sehr asynchron sind.

Horizon: Zero Dawn – Preview Fazit

Neben Nioh könnte Horizon: Zero Dawn der zweite PlayStation 4 Titel sein, welcher um den Platz des Spiel des Jahres 2017 kämpfen wird. Die Story zieht einen recht schnell in den Bann und man möchte mehr über die Geschichte von Aloy und den Hintergründen dazu wissen. Auch schon während wir gespielt haben, gab es einige Twists und wir können nicht warten, weiter zu spielen. Das Gameplay ist ebenso erfrischend wie befriedigend.

Man kann taktisch vorgehen oder eben Rambo spielen, beides funktioniert super und durch Fähigkeiten kommen stets neue Elemente hinzu, die für Abwechslung sorgen. Außerdem sieht Horizon: Zero Dawn atemberaubend aus und besonders mit 4K, HDR und PlayStation 4 Pro ist es wohl das bestaussehendste PS4 Spiel, mit Abstand. Man hat das Gefühl, dass Guerilla ein Meisterwerk geschaffen hat, so wie es Uncharted 2 seinerzeit war. War die Vorfreude zuerst groß, können wir es jetzt kaum noch erwarten.

An dieser Stelle nochmal vielen herzlichen Dank an Sony & ToLL Relations für die Einladung zum Event.

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