Menü

Horizon: Zero Dawn – Die Anfänge eines Open-World Robo Dino Rollenspiels

Artikel von | 13.09.2016 um 11:39 Uhr

Guerilla Games ist ein Entwickler aus der Niederlande, der besonders durch die sechs Killzone Videospiele bekannt wurde. Die Reihe hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt und aus einem klassischen Shooter wurde ein Grafik-Wunderwerk, welches auch Technologien wie 3D oder Move nicht abgeneigt war.

Auch die Veröffentlichung von Shadow Fall als Launch-Titel einer Konsole war durchaus mit Risiko verbunden – doch das alles ist nichts im Vergleich zur Entwicklung von Horizon: Zero Dawn. Die Game Informer hat ein Interview mit den Entwicklern geführt und einige interessante Informationen dabei herausgefunden. Entweder ihr schaut das Video unten oder lest diesen Text einfach weiter.

Dabei kam raus, dass man etwa 2010 an einem komplett neuen Spiel arbeiten wollte und anfing Konzepte zu sammeln. Man hat dafür im Studio Ideen gesammelt und jeder konnte eine Idee einreichen. Von einem Zombie bis zu einem Puzzle Spiel kamen insgesamt 36 Ideen dabei heraus. Man hat einige Konzepte ausgearbeitet und bestimmte Ideen weiter vertieft. Dabei kam Sony dazu und hat die Entwickler unterstützt. Das Team bestand aber nicht nur aus den Shooter-Veteranen, sondern auch aus einigen Rollenspiel Fans.

Diese Einflüsse hat man genutzt und sich überlegt, dass ein Mix nicht die schlechteste Idee sein könnte. Man wollte etwas machen, worauf alle im Studio Lust hatten. Deshalb hat man eine einfache Tabelle erstellt und das Risiko auf die eine Achse gesetzt und auf der anderen war dann das Projekt, das die meisten machen wollten. Horizon: Zero Dawn war dann nicht nur das interessanteste, sondern auch das riskanteste. Weder hatten die Entwickler die größte Erfahrung mit Action RPG, noch eine Engine für Open World Spiele. Die Idee stand also fest, doch weder Story noch Gameplay waren ausgefeilt und man Jahre vergingen, bis das Spiel dann die konkrete Form der aktuellen Trailer annahm.

horizon-zero-dawn-artwork

Es gab die ersten Konzept Bilder, die auch geleakt sind, siehe oben. Diese wollte man dann möglichst Detailgetreu als Spiel abbilden. Doch es fehlte die Erfahrung, um von einer linearen Shooter-Erfahrung zu einer Open-World Geschichte zu wechseln. Deshalb holte man sich auch Entwickler von CD Projekt (Witcher) und Bethesda (Elder Scrolls/ Fallout) ins Team. Man baute mit der weiblichen Protagonistin aus Killzone 3 erste größere Prototypen und schon da stand der weibliche Charakter fest. Eben jene Erfahrungen aus der Killzone Reihe, besonders Shadow Fall, haben das Rollenspiel erst zu einem guten Action-RPG mit besonderen Kampfmechaniken werden lassen.

Die ersten Schritte zu diesem Gameplay machte man bereits vor etwa fünf Jahren. Damals hatte man mit Duplo-Steinen die Roboter im groben aufgebaut und die abschießbaren Raketenwerfer im Kopf gehabt. Dieses Feature blieb seit den Prototypen erhalten und schaffte es, im letztlichen Spiel zu bleiben. Einen kleinen Sprung machte jedoch Alloy. Diese hatte anfangs noch schwarze Haare und bekam erst später diesen rebellischen Look und die roten Haare. Mit Ygritte von Game of Thrones hat sie jedoch herzlich wenig zu tun. Denn Horizon: Zero Dawn beziehungsweise Alloy existierte bereits vor dem Auftritt von Ygritte in der Serie, trotz den optischen Gemeinsamkeiten. Auch einen Bikini oder ähnliches sollte sie nicht tragen. Ihr Aussehen sollte nicht zu feminin sein, letztlich ist sie kein Supermodel. Das würde laut den Entwicklern auch wenig Sinn machen. Es gibt nicht viele Frauen die wie ein Supermodel aussehen – wieso sollte sie es also?

Die Entwicklung ging aber erst vor knapp zweieinhalb Jahren so richtig los. Bis dahin war der Großteil noch mit Killzone Shadow Fall beschäftigt. Das sorgte auch für einen Schub beim Fortschritt. Brauchte man anfangs 1-2 Wochen für eine Quest, hatte man später ein Tool parat, um eine Quest innerhalb von einem halben Tag fertigzustellen. Doch aktuell hat man einen Punkt erreicht, an dem das Spiel so riesig ist, dass man sich um das ausbessern kleiner Fehler und das Balancing kümmert. Dennoch hat man noch die ein oder andere Idee, um das Spiel weiter zu verbessern, neue Features hinzuzufügen oder auch, wohin das Universum gehen kann. Damit könnte einem Sequel, zumindest rein theoretisch, nichts im Weg stehen.

Das Video findet ihr hier.

1440486395-horizon-zero-down-concept-art

Deine Meinung? Let's Chat!

  1. User Avatar

    Oh einer meiner Favoriten ^^. Danke für den Bericht. Das Video schau ich mir an, wenn ich zu hause bin. Leider gab es nix neues auf der gamescom. Nur alles das was auf der E3 gezeigt wurde. Dennoch freu ich mich drauf. Vielleicht sieht es mit der Pro Konsole noch einen Ticken besser aus….

Jetzt einloggen oder registrieren um ein Kommentar zu schreiben

Anmelden