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Halloween Special: Die besten Spiele für einen gepflegten Horrorabend

Artikel von | 22.10.2018 um 05:39 Uhr

Layers of Fear ist vor allem eines: tragisch. Ihr schlüpft in die Rolle eines Künstlers, welcher zum Einen von seiner Vergangenheit verfolgt, zum Anderen mehr und mehr den Verstand verliert und wahnsinnig wird.

Der Titel spielt mit eurer Psyche und lässt euch früher oder später an euch selbst zweifeln. Je mehr ihr in die Welt des Künstlers eindringt, desto fesselnder wird die Atmosphäre. Natürlich gilt es herauszufinden, was dieser armen Seele passiert ist. Gespickt mit teils kniffligen Rätseleinlagen wuselt ihr durch ein äußerst großes Anwesen. Raum für Raum erfahrt ihr so mehr über euer Schicksal. Seien es Schatten an der Wand, klingelnde Telefone oder umfallende Vasen: Layers of Fear funktioniert zwar ziemlich simple – aber, es funktioniert. Die Story um den Protagonisten nimmt kontinuierlich fahrt auf und zeigt sehr schnell die hässliche Fratze des egozentrischen Perfektionismus: und den Preis, den man dafür zahlen muss.

Wer Lust auf ein fast schon klassisches Horror-Erlebnis hat, welches thematisch nicht ganz so weit hergeholt scheint, wird mit Layers of Fear bestens bedient sein. Mit einer Spielzeit von 2,5 bis etwa 3 Stunden solltet ihr auch hier einen weiteren Titel im Petto haben.

Unser Tipp: Psycho-Horror. Mehr muss man nicht wissen.

 

OBSERVER darf in unserer Liste auch nicht fehlen. Der Titel stammt aus der Feder der Layers of Fear – Macher und ja, es geht um Psycho-Horror.

Der Titel stellt Krakau im Jahre 2083 dar, also kurz nach Cyberpunk 2077. Zu dieser Zeit ist das große Zeitalter des technologischen Fortschritts im Sinne von menschlichen Augmentierungen. Man konnte, bzw. kann sich wirklich alles anbauen was man sich vorstellen kann. Egal ob Arme, Augen oder ganze Denkapparate. Der Hype brach nur ziemlich schnell wieder ein, weil augmentierte Menschen von einer Seuche heimgesucht wurden. Neben zahlreichen Toten gab es noch 3 andere Möglichkeiten, dies zu umgehen: Entweder man augmentierte sich einfach nicht, ließ die Augmentierungen amputieren oder man hat genug Geld für eine Art Droge, welche die Krankheit nicht heilt, aber eindämmt.

In dieser düsteren, verzweifelten Welt findet ihr euch wieder. Euer Protagonist ist ein Detective und eure Aufgabe besteht darin, eine Mordserie aufzuklären. Zwar seid ihr in Krakau, das Geschehen spielt sich allerdings ausschließlich in dem Wohnblock ab, in welchem die Morde stattgefunden haben. Interessant sind dabei eure Fähigkeiten: Mittels eurer eigenen Augmentierungen könnt ihr eure Umgebung scannen, Spuren sichern oder Schlösser knacken. Beim Befragen von Verdächtigen, Opfern oder gar Leichen geht ihr allerdings etwas rabiater zur Sache: ihr verkabelt euch mit ihnen. So entfällt zwar das lästige Fragenstellen, allerdings durchlebt ihr so das, was euer Gegenüber durchgemacht hat. Egal ob Mord, Selbstmord, Gewalt, Drogenmissbrauch: OBSERVER spielt wie schon Layers of Fear mit den Urängsten in uns. Und das funktioniert wirklich gut.

Der Druck, nicht nur die Morde aufzuklären, sondern auch immer genügend Pillen dabei zu haben und ganz nebenbei noch euren Sohn wiederzufinden, sorgen in dem Wohnkomplex in dem ihr euch bewegt, für eine äußerst dichte und ergreifende Atmosphäre. Hinter jeder Ecke entdeckt ihr neue Schicksale, von verstümmelten Menschen bis zu wahnsinnigen Junkies ist wirklich alles dabei. Gespickt wird das ganze mit der Angst vor Technologie und was sie aus uns Menschen machen kann. OBSERVER bietet ein wirklich gelungenes Spielerlebnis und ist definitiv einen Blick wert.

Unser Tipp: Wenn es einen Titel gibt, welcher die Warnung vor fotosensitiver Epilepsie wirklich verdient hat, dann ist es OBSERVER.

 

Diese Spieleserie darf in unserer Liste auf keinen Fall fehlen. OUTLAST sorgt noch heute bei Spielern für Gänsehaut, vor allem bei denjenigen, die es bis heute nicht gespielt haben. Selbiges gilt für die Erweiterung Whistleblower und den aktuellsten Titel, OUTLAST 2.

Aber wie funktioniert der Horror hier? Ganz einfach: Ähnlich wie in, beispielsweise, REC oder Paranormal Activity, seht ihr meist nur durch eure Kamera. Diese bietet zudem einen Nachtsichtmodus, damit man auch im Dunkeln ganz genau erkennen kann, welche finsteren Gestalten einem da gerade auf die Pelle rücken. Im ersten Teil wart ihr schlicht ein Reporter, welcher die Geschehnisse in einer Anstalt aufdecken wollte. In der Story-Erweiterung Whistleblower hingegen ein Arzt, der mehr von den Vorkommnissen in der Anstalt mitbekommen hat, als ihm lieb war. In OUTLAST 2 wittert ihr die Story eures Lebens: Es geht um einen Frauenmord aber natürlich geht alles schief, was schief gehen kann und ihr findet euch inmitten einer Sekte wieder, welche euch offenbar ans Leder will.

Die Szenarien in allen Outlast-Serien sind relativ simpel, aber ziehen euch sehr schnell in den Bann. OUTLAST 2 wurde von nicht wenigen dafür kritisiert, dass es zu kurz geraten ist. Und auch wenn man nach Tests oder Reviews sucht findet man Ergebnisse von Sehr gut bis grottenschlecht. Dabei ist OUTLAST 2 gar nicht so mies, wie sein Ruf. Natürlich ist das persönliche Empfinden für jeden etwas ganz individuelles. Wer sich aber gern gruselt und allgemein im Horror-Genre zu Hause ist, wird mit diesem Titel definitiv seinen Spaß haben.

Unser Tipp: Immer daran denken, genug Batterien dabei zu haben.

Noch ein paar Titel, einfach aufgelistet:

Auch in Sachen Virtual Reality hat das Horror-Genre einiges zu bieten:

Sicherlich könnte man diese Liste noch weiter führen und ihr kennt sicher auch den ein oder anderen Titel, der euch nicht hat schlafen lassen, hier aber nicht aufgeführt ist. Welche Titel würdet ihr für einen gepflegten Grusel-Abend empfehlen und warum? Verratet es uns in den Kommentaren!

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