E-Sport & Olympia – Thema wird heiß diskutiert

Artikel von 01.09.2017 um 11:18 Uhr

Der E-Sport Bereich im Gamingsektor wird immer größer und größer. Die Preisgelder wachsen stetig an und der E-Sport gewinnt so mehr und mehr an Bedeutung. Zuletzt etwa wurde bestätigt, dass die aktuelle Rocket League Championship live im britischen TV übertragen wird – was für ein Schritt.

Das Videospieldisziplinen den Sprung in die olympischen Spiele schaffen, ist auch ein Traum, der seit langem diskutiert wird. Da der E-Sport Sektor immer größer wird und so an Bedeutung gewinnt, werden die Diskussionen immer lauter. Der Co – President des Pariser Olympia Bieterausschusses zog es zuletzt in Erwägung, dass man zu Olympia 2024 tatsächlich einen E-Sport Teil zulassen könne. Zumindest rede man offen und konstruktiv darüber.

Es wird langsam Zeit, darauf zu reagieren, sich zu engagieren und zu interagieren. Das IOC hat hier natürlich das letzte Wort. Aber wenn sie das im Programm haben wollen, dann wird es kommen.

Einen Dämpfer bekommt diese Aussage nun vom IOC Präsidenten, Thomas Bach, selbst. Er sagte, dass der olympische Geist nichtdiskriminierung, Gewaltlosigkeit und Frieden für die Menschen demonstriert. Videospiele hätten, seiner Meinung nach, eher mit Gewalt, Explosionen und Tötungen zu tun.

Wir müssen da eine klare Linie ziehen, führte Bach weiter aus.

Etwas ironisch ist da vielleicht die Tatsache, dass Bach selbst im Jahre 1976, bei den olympischen Spielen die Goldmedallie im Fechten gewann. Sportarten wie Fechten, Judo, Boxen u.ä. sind ebenfalls olympische Disziplinien. Sie simulieren allerdings nicht den Tod, wie es hingegen einige Videospiele machen.

Wenn Irgendjemand allerdings irgendjemanden konkurriert im Sinne von Fußball oder eben Sport, dann ist das hingegen eine für uns sehr interessante Sache. Spiele wie FIFA, Madden oder auch Rocket League, oder Rennspielserien liegen bei uns definitiv auf dem Tisch, stellte Bach klar.

Kampfspiele, wie Final Fantasy oder auch League of Legends hingegen dürften, wenn man nach Bachs Äußerungen geht, klar durch das Raster der zugelassenen E-Sport Disziplinen Fallen. Ebenso müssen klare Regeln und Anforderungen getroffen bzw. festgelegt werden. Es müsse, so Bach, überprüft werden, ob die jeweiligen Mechaniken wirklich für alle gleich Arbeiten und das eben diese nicht manipuliert werden können. Die Esports Integrity Coalition, ein gemeinnütziger Verein, welcher 2016 gegründet wurde, setzt sich mit genau diesen Themen zusammen. Die Organisation selbst arbeite mit vielen Spielentwicklern zusammen, arbeite Sanktionen- und Prüfungssysteme für den E-Sport bereich aus. Aber eben nicht alle haben einer Zusammenarbeit zugestimmt.

Das ist nicht viel – aber ein Anfang, sagte Bach zu diesem Thema. Quelle: Kotaku.

Es wartet also noch viel Arbeit auf das Olympia Komitee. Wichtige ethische Fragen müssen genau so geklärt werden wie die Kontrollgremien, welche das alles Überwachen sollen. Sogar Doping ist hier ein Thema, so verrückt das auch klingen mag. Feststehen dürfte aber schon jetzt, dass es Shooter wie Call of Duty und Co. allerdings schwer haben dürften, jemals olympisch zu werden. Sporttitel sind hingegen sehr interessant.

Welches Potential seht ihr in den olympischen Spielen für den E-Sport Bereich? Wie ist eure Meinung zu diesem Thema? Sagt es uns in den Kommentaren!