Diese Rollen spielten Ellie und Tess ursprünglich in The Last of Us – SPOILER!

Artikel von 08.08.2013 um 11:18 Uhr

Gestern veröffentlichte Naughty Dogs Creative Director Neil Druckmann ein Artwork, dass das ursprüngliche Ende von The Last of Us zeigte. Wie heute heraus kam, war es jedoch nur ein Teil des Endes. Diskutieren wollen die Entwickler es auf der PAX Prime in Seattle Ende August, doch es wird auch Thema in der nächsten Ausgabe der Game Informer sein. Details dieses Artikels wurden jedoch bereits öffentlich.

Tess hatte in der ursprünglichen Planung die Rolle des Antagonisten inne, denn nachdem sie von Joel hintergangen worden war, folgte sie ihm durch die ganzen USA. Doch diese Geschichte habe nie wirklich Sinn ergeben: Warum sollte sie ihn so lange verfolgen, wenn der tägliche Kampf ums Überleben eigentlich viel anstrengender ist? Außerdem sei es schwieriger gewesen, in dieser Storyline Joels Motivation zu erklären, wieso er mit Ellie reist.

The_Last_Of_Us_EndingEllie dagegen sollte bis zum Ende niemanden töten und damit unschuldig bleiben, bis Tess jedoch die beiden findet und Joel foltert. Tess wäre damit der erste nicht-infizierte Mensch gewesen, den Ellie umbringt. Das Problem daran war jedoch, dass hier viel zu wenig Bindung zu Ellie entstand. Deshalb habe man sie von Anfang an kämpfen lassen und habe deutlich machen wollen, welche Auswirkungen der Schrecken der Gewalt für sie habe.

Auch das Ende der Geschichte sollte ursprünglich ein anderes sein: Joel und Ellie sollten nach Joels Lüge noch nach San Francisco reisen, eine friedliche Stadt, in der sie ihr weiteres Leben verbrachten. Doch das sei unglaubwürdig gewesen, da es insbesondere Joel nach all den Erlebnissen und nach der Lüge zu leicht zurückgelassen habe.

Das originale Ende war viel hoffnungsvoller, denn Joel und Ellie schafften es nach San Francisco, das eine Stadt ist, in der Leute versuchen die Gesellschaft wieder aufzubauen. Joel hat all die Doktoren umgebracht und Ellie angelogen, wobei Ellie ihm das komplett abgekauft hat. Also hätten wir die Spieler mit der Idee zurückgelassen, dass sie den Rest ihres Lebens in dieser Stadt verbringen. Die Kamera schaltet ab und möglicherweise ist dann alles gut für die beiden. Ich habe das geschrieben, aber es fühlte sich nicht ehrlich an. Nach allem, was sie getan und erlebt haben, hat man sie damit zu einfach losgelassen – insbesondere Joel.

Dennoch räumte Druckmann ein, dass das Ende, wie es jetzt in The Last of Us vorhanden ist, bei Tests überwiegend negativ bewertet wurde, da es unklar und verwirrend sei. Nach einiger Zeit kamen die Entwickler jedoch zu dem Schluss, dass es gut sei, ein solch offenes und für Intepretationen freies Ende zu wählen und nach einiger Zeit habe es auch positives Feedback gegeben – Die Leute hätten gelernt, es zu schätzen.

the-last-of-us-trophaen-liste