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Deutschland zockt – und zwar immer mehr

Artikel von | 04.04.2017 um 17:41 Uhr

Wie der BIU ( Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. ) berichtet, ist der Markt für digitale Videospiele in Deutschland im Jahr 2016 weiter gewachsen und hat dabei gleich einen neuen Rekord aufgestellt. So wurden laut eigenen Angaben des Vereins im vergangenen Jahr mit Videospielen für PC, Konsole, Handheld, Tablet und Smartphone, inklusive der Gebühren von Online-Diensten wie PlayStation Plus oder XBox Live Gold insgesamt 2,13 Milliarden Euro umgesetzt. 2015 etwa waren es „nur“ 1,99 Milliarden Euro, was ein Umsatzplus von 7 Prozent in einem einzigen Jahr bedeutet.

Auf der anderen Seite wurde vom GfK, einem Marktforschungsunternehmen veröffentlicht, dass der Markt für Konsolen und Peripherie wie Gamepads oder Tastaturen um insgesamt 15 Prozent weiter geschrumpft ist. Hier wurden im letzten Jahr lediglich 757 Millionen Euro umgesetzt. Laut deren Datenanalyse entwickelte sich der gesamte Markt für PC- und Videospiele, Gebühren für spezielle Onlinedienste, Spielekonsolen und Peripherie aber sehr stabil und erreichte 2016 mit einem Umsatz von etwa 2,1 Milliarden Euro ein sehr gleiches Ergebnis wie schon 2015. Jedoch haben sich die einzelnen Bereiche ganz unterschiedlich entwickelt. So legte der reine Umsatz mit PC- und Videospielen und den dazugehörigen Online-Diensten um etwa 7 Prozent zu und knackte so erstmals überhaupt die 2,0 Milliarden Euro Marke in Deutschland.

Der Größte Umsatz wird aber immernoch mit dem Verkauf von Videospielen an sich erzielt. Erreichte man so noch 2015 einen Gesamtumsatz von etwa 1,21 Milliarden Euro, musste die Spieleindustrie 2016 einen Rückgang von etwa 2 Prozent, auf 1,18 Milliarden Euro verzeichnen. Was keine dramatische Entwicklung ist, bedenkt man den gestiegenen Gesamtumsatz.

Weiter erheblich gewachsen ist der Umsatz mit digitalen Zusatzinhalten. Wie jedes Jahr wächst dieser Markt immer weiter rasant an und auch im Jahr 2016 konnte man so ein Umsatzplus von ordentlichen 16 Prozent, auf etwa 659 Millionen Euro, erzielen. Zurückzuführen ist das auf die vermehrte Verbreitung von sogenannten Free-to-Play Titeln, in welchen sich die Spieler mithilfe des Einsatzes von Echtgeld InGame-Währung oder andere Zusatzinhalte kaufen können.

Den wohl größten Umsatzschub gab es im vergangenen Jahr aber mit Online-Diensten wie PlayStation Plus, XBox Live Gold oder EA Early Access. Wurden hier 2015 noch gut 77 Millionen Euro umgesetzt, schaffte man in 2016 einen Umsatz von fast schon unglaublichen 114 Millionen Euro. Ein Plus von 48 Prozent. Ordentlich. Auch Abonnements gehen weg wie warme Semmeln: Auch hier gab es ein dickes Plus von 19 Prozent auf 173 Millionen Euro. Lediglich der Umsatz mit sogenannten Hybrid-Toys, Sammelfiguren die Spielen neue Inhalte zur Verfügung stellen ist von 32 Millionen Euro auf 27 Millionen Euro im Jahr 2016 gesunken. Das kleinste Segment des deutschen Gesamtmarktes ist damit weiter rückläufig.

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