Destiny: Bungie bekommt Rechte von Activison – Schicksalhafte Trennung

Artikel von 10.01.2019 um 23:04 Uhr

1991 wurde Bungie von zwei Studenten in Chicago gegründet. Durch ihre erfolgreichen Projekte konnten sie stets wachsen und erreichten nach zehn Jahren mit Halo ihren Höhepunkt. Zehn weitere Jahre später haben sie Microsoft verlassen und wollten mit Activision ein neues Kapitel aufschlagen und so entstand bei der Zusammenarbeit der Shooter Destiny. Doch auch diese Partnerschaft fand nach acht Jahren jetzt ihr Ende und Bungie übernimmt jetzt die alleinige Kontrolle über die Marke – aber schauen wir erstmal auf die Geschichte von Destiny, um die Hintergründe, die zum Bruch führten, klar zu machen.

Die Erwartungen waren gigantisch, die Entwicklung jedoch problematisch und chaotisch und am Ende waren die Erwartungen der Spieler und das Spiel enttäuschte. Nach einem Jahr wurde Destiny mit der Erweiterung The Taken King für viele Spieler das, was sie sich gewünscht haben und man fand einen guten Mittelweg um sowohl Hardcore als auch Casual Spieler zum Spielen zu motivieren.

Drei Jahre später sollte dann Destiny 2 folgen und alle Spieler haben sich mit der längeren Entwicklungszeit und dem neuen Ableger auch erneut hohe Hoffnungen gemacht. Wieder einmal gab es unzählige Probleme und Änderungen bei der Entwicklung und wieder einmal blieb der Titel hinter den Erwartungen zurück. Beschattet von Mikrotransaktionen, halbgaren Neuerungen und vielen Problemen waren die Spieler sehr unzufrieden. Erneut sorgte eine Erweiterung für Besserung und die Spieler waren dank Forsaken teilweise wieder überzeugt.

Folgt man dem Rhythmus, dann würde 2020 Destiny 3 erscheinen. Doch noch davor gibt es eine große Änderung. Denn Bungie und Activision haben sich darauf geeinigt, dass Bungie die Vertriebsrechte an Destiny von Activision bekommt und somit quasi unabhängig sind. Die ersten Schritte zum Wechsel wurden bereits eingeleitet und während man weiterhin neue Inhalte für Destiny 2 hinzufügt, soll der Übergang möglichst angenehm für die Spieler ablaufen.

Für Destiny 2 bedeutet das also erstmal nichts Großes, bei Destiny 3 jedoch einiges. Es wird vermutet, dass die Entwicklung für den dritten Ableger bereits voll im Gang ist und es 2020 oder spätestens 2021 erscheinen wird. So hieß es oft, dass die ursprüngliche Vision von Bungie eine gänzlich andere war, als das finale Produkt was Destiny letztendlich wurde und Activision dafür einen großen Anteil hatte. Das zieht sich durch und auch bei Destiny 2 schien die Partnerschaft eher wenig harmonisch abgelaufen zu sein.

Die Hintergründe kennt man natürlich nicht im Detail, aber ob zur Vision von Destiny sowas wie Mikrotransaktionen, DLCs, Season Pass, der Fokus auf Casual Spieler oder eine nicht einheitliche Story gehört, naja, das ist zumindest zu bezweifeln. Von daher kann man gespannt sein, was Bungie nun im Alleingang für Destiny 3 plant und was die Zukunft letztendlich bringt. Ob sich die Entwickler noch einen Partner als Publisher holen wäre natürlich auch möglich, wobei sie sich jetzt sicherlich erst einmal auf die Entwicklung konzentrieren werden.