Battlefield V: Mikrotransaktionen vermutlich ab Januar 2019

Artikel von 22.12.2018 um 21:56 Uhr

Nachdem die Art und Weise wie Mikrotransaktionen in Star Wars: Battlefront II verwendet wurden zu einem riesigen Fekaliensturm geführt hat, verzichteten die Verantwortlichen bei Battlefield V komplett auf Mikrotransaktionen. Zumindest vorerst, denn nun soll es sie scheinbar doch bald geben.

„Damals war alles besser“ – hört man nicht nur von Hobby Politikern, sondern auch von vielen „Old School“ Gamern, die aus einer Zeit stammen, in der ein fertiges Spiel auch wirklich ein komplettes Spiel war. Doch heute, in einer Zeit in der neben dem Kühlschrank auch die Spielekonsole einen Breitbandanschluss besitzt, können die Entwickler Inhalte beliebig nachreichen. Der Kapitalist reibt sich die Hände. So wurden die Inhalte, die schon vor der Veröffentlichung eines Spieles, für den Zeitraum nach der Veröffentlichung als separat erhältliche Erweiterung angekündigt wurden, mehr und mehr. Eine der Spitzen dieser Auswucherung des Kapitalismus war das gleichermaßen gehypte und tief gefallene Star Wars: Battlefront 2. So konnten Spieler in der damaligen Version des Spiels besonders beliebte Charakter wie Darth Vader zwar ohne den Einsatz von echtem Geld erspielen, mussten dafür aber mindestens 60+ Stunden oder ihr Erstgeborenes opfern (Anm. der Redaktion: gefühlt). Gleichzeitig gab es aber auch Inhalte für echtes Geld zu erwerben, die das Spiel zu einem Pay-2-Win spiel machten. Pfui, sagt der Konsolen-Spieler! Die Fans des Spiels beschwerten sich natürlich im Netz darüber und so entstand Schlag auf Schlag eine richtige Empörungswelle oder auch „Shitstorm“, welcher Electronic Arts dazu brachte, die Mikrotransaktionen anzupassen. Hier findest du übrigens unseren Test zu Star Wars: Battlefront 2.

Ab Januar 2019 wird mikrotransferiert

Bei Battlefield V sollte das keinesfalls passieren, weshalb sich EA dazu entschlossen hatte, zur Veröffentlichung des Spiels exakt 0 Mikrotransaktionen in das Spiel einzubauen. Sämtliche Inhalte können lediglich mit der InGame Währung gekauft, bzw. erspielt werden. Zumindest temporär, denn auch eine große Firma wie EA kann (oder möchte) nicht komplett auf lukrativen Einnahmen durch Miktrotransaktionen verzichten, weshalb diese „später“ ihren Weg ins Spiel finden sollen. Und nun ist es soweit: Auf Amazon wurden Battlefield V Währungspakete entdeckt, welche ab dem 18. Januar einlösbar sein sollen. Eine offizielle Bestätigung seitens EA steht jedoch noch aus.

Die Mikrotransaktionen sollen dieses Mal jedoch wirklich nur für visuelle Inhalte sein, also Skins für Waffen oder Figuren und da es im zweiten Weltkrieg keinen Darth Vader gab, wird es wohl auch keine extrem-begehrten Figuren geben, die als zu teuer empfunden werden können. Wie EA die Integration von Mikrotransaktionen letztendlich umsetzt, werden wir dann wohl im Januar erfahren.

Hier geht es zu unseren Battlefield V Testbericht.

Was glaubt ihr, hat EA aus seinen Fehlern gelernt? Drehen sie Schraube nur ein wenig zurück? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!