Back to the Future: Die Geschichte der PlayStation 3 – Das Jahr 2010

Artikel von 11.08.2013 um 19:28 Uhr

Nachdem wir uns nun schon durch drei Jahre der Geschichte der PlayStation 3 bewegt haben, nähern wir uns immer weiter der Gegenwart an und beschreiten mit diesem Teil der Reihe „Back to the Future“ das Jahr 2010, das uns RPG-Highlights wie Nier oder Final Fantasy XIII brachte, auf Rennstrecken mit Gran Turismo 5 oder ModNationRacers schickte und über das Schlachtfeld von MAG hetzte. Doch auch PlayStation Move und PlayStation Plus brachte uns dieses Jahr, was uns sonst noch erwartete?

War_on_RuinDarksiders – Schnetzeln nach Göttermanier

Während Kratos auf der Mythologie der Griechischen Götterwelt basiert, orientiert sich Darksiders an der Mythologie der Bibel. In beiden Spielen darf man sich durch Horden von Gegnern metzeln. Und Rätsel sind ebenfalls in beiden vorhanden. Dennoch hebt sich das Spiel von Vigil Games, einem Entwicklerstudio von THQ, durchaus von Genrekollegen ab. Sei es der Comichafte Grafikstil, die Rollenspielelemente oder die Tatsache, dass man bereits besuchte Areale erneut besuchen sollte, sobald man neue Fähigkeiten erlernt hat, Darksiders ist aus einem anderen Holz geschnitzt. Während man im ersten Teil, mit Krieg, einem der vier Reiter der Apokalypse spielt, darf man im zweiten Teil bereits mit seinem Bruder Tod vorlieb nehmen.

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Der erste Teil wurde von Kritik und Spielern gleichermaßen gut aufgenommen und erhielt einen Metascore von 83. Die Spielmechanik, die verschiedene Genreelemente vereint, geht flüssig von der Hand und ist auch langfristig motivierend. Die Grafik ist, wenn auch eigenwillig, durchaus hübsch anzusehen und die Story, welche vom Krieg zwischen Engeln und Dämonen handelt, ist durch verschiedene Intrigen geprägt. Dazu kommt die gute Vertonung, die Synchronsprecher der Kategorie Mark Hamill aufweist, der in früheren Star-Wars-Filmen den Luke Skywalker spielte.

Auch wenn die Fortsetzung nicht ganz die Erwartungen der Fans erreichte, und sich auch nicht ganz so gut verkaufte, würden sich nicht Wenige über weitere Darksider Spiele freuen. Durch die finanziellen Schwierigkeiten bei THQ hatte man bei Vigil Games in Erwägung gezogen, die verbleibenden zwei Reiter in einen letzten Teil zu packen. Doch dazu ist es nicht gekommen. THQ ging Pleite und musste, um Schulden zu begleichen, ihre Lizenzen abstoßen. Während Crytek als Retter für einen Großteil der Entwickler bei Vigil erschien und diese Kurzerhand unter Vertrag nahm, sicherte sich Nordic Games die Rechte an der Darksiders IP. Damit bleibt ein Finale sehr unwahrscheinlich, wenn auch nicht unmöglich.

Autor: DonnerKaese

heavyrainDas etwas andere Spiel – Heavy Rain

Quantic Dream haben schon auf der PlayStation 2 mit Fahrenheit bewiesen, dass sie Spielerlebnisse entwickeln können, die man in der besagten Form noch nicht gesehen hatte. Ihr erstes PlayStation 3 Spiel erschien in der Mitte des Konsolenzyklus’ und fegte wie ein Wirbelwind in die PS-Community. Heavy Rain zu beschreiben ist ein bisschen schwieriger. Das Spiel ist eher ein interaktives „Film“-Erlebnis. Weder war die Steuerung klassisch gehalten, noch die Erzählstruktur. Heavy Rain erzählte die Geschichte eines Familienvaters, der seinen Sohn an einen Killer verliert. Weitere Personen wie eine Journalistin, einen Privatdetektiv und einen FBI-Agenten spielt man ebenfalls, die mit dem Fall in Verbindung kamen. Die gewisse Würze des Spiels ist, dass man den Spielverlauf mehr oder weniger selbst gestaltet. Durch das Absuchen der Umgebung findet man Hinweise und andere nützliche Infos, die einem im späteren Spielverlauf zur Auflösung gewisser Aufgaben helfen können. Auch kann es sein, dass die Helden im Spielverlauf sterben. Auch wenn das Motion Capturing hervorragend war, musste Quantic Dream einige Kritik hinnehmen. So war das Gameplay zu eintönig, die einzelnen Areale zu klein gehalten. Die mit Quicktime-Events gescripteten Szenen waren mit der Zeit einfach zu viel. Vor allem wenn man sich den geistigen Vorgänger, „Fahrenheit“ vor Augen führt. Da war einiges mehr Abwechslung in Sachen Gameplay und Farbe. Nicht destotroz konnte das Spiel dank der fesselnden Erzählstruktur sowohl die Kritiker wie auch die Spielerschar überzeugen. Heavy Rain hat sich mehrere tausend Male verkauft, was in Anbetracht dieses Nischentitels doch eine beachtliche Leistung ist und auch eine Auszeichung an Quantic Dream, die wieder mal bewiesen haben, dass man mit einem guten Konzept viel Kohle machen kann.Heavy-Rain-Top

Quantic Dream ist nicht wirklich bekannt dafür, Fortsetzungen zu produzieren. Mit einer eindrücklichen Tech Demo „Kara“ bewiesen sie aber wieder mal, dass sie es in wenigen Minuten schaffen, den Zuschauer weg von der Technik hin zu einer emotionalen Ebene steuern können. Quantic Dream arbeitet derzeit ebenfalls an dem Titel Beyond: Two Souls, der dieses Jahr für die PlayStation 3 erscheint.

Autor: dreamer84