Anthem: Unser Ersteindruck von der VIP-Demo

Artikel von 28.01.2019 um 08:00 Uhr

Optisch eine Wucht

Kommen wir nun, wie bereits Anfangs kurz erwähnt, zur Optik von Anthem. Denn die kann sich wirklich sehen lassen. Die Welt in der wir uns bewegen sieht wirklich schön aus und reicht von gigantischen Panoramen, bis hin zu verzweigten Höhlen und Bunkern, die erkundet werden wollen. Auch actiontechnisch bleibt hier kein Stein auf dem anderen. Vor allem wenn beispielsweise der Colossus seine Spezialfähigkeit auspackt und rein optisch kleine Atombomben verteilt, brennt auf dem Bildschirm ein Feuerwerk ab, welches seines gleichen sucht. Gleichzeitig versorgt der Storm-Javelin die Gegner mit Blitzen und so entsteht eine brachiale Symphonie aus Zerstörung und Schönheit. Einfach geil. Das kann man nicht anders sagen. Zwar gab es in der VIP-Demo nicht viel vom fertigen Spiel zu sehen, aber das was wir gesehen haben rockt bereits richtig.

Auch die Spielwelt an sich wirkt sehr lebendig. Überall huschen kleine und größere Tierchen durch das Gras, es weht ein rauer Wind und auch das Wasser sieht wirklich gut aus. Rundum fühlt sich Anthem, rein optisch, wirklich großartig an. Richtig geflasht hat uns eine spezielle Festungsmission in der VIP-Demo. Man muss sich diese Art von Mission wie einen Raid vorstellen. Man kämpft sich durch Gegnerhorden, erkundet die verzweigten Höhlen, löst kleinere Puzzle und stellt sich letzten Endes einem Bossgegner. Und genau letzteres war einfach bombastisch. Punkt. Ihr findet am Ende auch einen guten Ausschnitt aus der besagten Festungsmission. Unkommentiert – einfach zum genießen.

Fazit aus der VIP-Demo

Kommen wir nun zum abschließenden Fazit aus der Anthem VIP-Demo. Ja, der Start war eine Katastrophe. Nervig. Permanentes neu Anmelden, neu Starten und nicht einmal das war ein Garant dafür, dass es dann endlich flüssig und stabil läuft. Auch wenn der Eine sagen wird, dass das normal ist, ist es doch schon erschreckend und ernüchternd zugleich, dass man sich damit rumschlagen muss. Wenn man überlegt, wieviel Geld in die Werbekampagne von Anthem gesteckt wird und man groß Werbung mit der VIP-Demo gemacht hat, muss man abschließend sagen, dass hier einfach schlampig gearbeitet wurde. Es ist auch keine Entschuldigung, zu sagen, dass der Ansturm unerwartet groß war. Man kann nicht Werbung für ein Auto machen und wenn man dann eine Probefahrt machen will bekommt man gesagt, dass der Motor noch nicht richtig läuft. Wahrscheinlich wird es uns zum Release am 22. Februar 2019 nicht anders ergehen. Schön ist das wirklich nicht.

Sobald Anthem aber lief, man also im Spiel war, hat es die Erwartungen aber gar übertroffen. Optisch sieht es wirklich toll aus, die Kämpfe machen Spaß, die Schmiede bietet ausreichend Anpassungsmöglichkeiten für Individualisten und wir wissen bereits, dass wir mehr davon wollen. Von der Story an sich gab es nicht viel zu sehen, weshalb wir uns hier kein Urteil erlauben können. Es bleibt abzuwarten, was uns zum Release noch erwartet, wir sind gespannt. Ist es ein Destiny-Klon? Oder gar der Destiny-Killer?

Anthem verbindet viele Spiele, welche die meisten von uns kennen. Destiny ist eines davon. Aber vor allem das Gameplay erinnert stark an Warframe. Ähnlichkeiten erkennt man auch in der Optik. Der ein oder andere Helm beispielsweise könnte direkt aus Destiny stammen. Ob es nun ein Klon oder gar Killer ist, lässt sich schwer sagen. Fakt ist, dass Anthem sich erfrischend neu anfühlt und vieles richtig oder gar besser macht als der einstige Primus Destiny. Das ist aber nur ein Ersteindruck, der nichts über das fertige Spielerlebnis aussagt. Hier müssen wir abwarten, bis Anthem nächsten Monat erscheint.

Als Fazit können wir sagen, dass wir unseren Spaß hatten und Anthem ein Titel ist, den wir definitiv im Auge behalten werden. Zu guter letzt nun aber noch das versprochene Gameplay. Viel Spaß damit.