Anthem: Unser Ersteindruck von der VIP-Demo

Artikel von 28.01.2019 um 08:00 Uhr

Am vergangenen Wochenende war es endlich soweit: Endlich konnten Vorbesteller die Anthem VIP-Demo spielen und so einen ersten Blick auf den vermeintlichen Destiny-Klon aus dem Hause BioWare werfen. Wir waren natürlich auch dabei und verraten euch in den nächsten Zeilen, was wir erlebt haben und was ihr erwarten dürft.

Das erwartete Chaos

Vielleicht haben es einige von euch mitbekommen – andere haben es selbst erlebt: die Tortur um Anthem überhaupt spielen zu können. Denn zum Start der VIP-Demo funktionierte erst einmal nichts. Es gab heftige Probleme beim Verbinden mit den Online-Servern. Ein Anmelden oder Einloggen auf eben jene Server wurde zur echten Geduldsprobe.

Bereits kurz nach dem offiziellen Start der VIP-Demo, hieß es auf Twitter, dass man bereits an dem Problem dran ist. Doch erst einmal änderte sich nichts. Während die Einen im Anmeldebildschirm festhingen, hatten andere schlicht etwas mehr Glück und landeten tatsächlich im Menü von Anthem. Allerdings gab es auch hier unzählige Berichte von Verbindungsabbrüchen, Aufhängern im Ladebildschirm – sogar CE-Fehler tauchten auf und sorgten für Totalausfälle.

“Turm” von Anthem gelandet sind. Bis dahin haben wir unzählige Male das Spiel, als auch die PlayStation neu gestartet. Versucht, probiert und irgendwann auch geflucht.

Ab etwa 21.30 Uhr waren wir dann aber endlich im Spiel und konnten die erste Mission angehen. Anthem hatte uns an dieser Stelle empfohlen, die Mission doch mit menschlichen Mitspielern anzugehen, weil so das beste Spielerlebnis zur Geltung kommen würde. Gesagt. Getan. Wir haben Freunde eingeladen und freuten uns darauf, endlich loslegen zu können. Bevor es allerdings losgehen konnte, mussten wir noch am letzten, finalen Ladebildschirm vorbei.

Ihr könnt euch denken, was passiert ist. Bis etwa 95 Prozent füllte sich der Balken, dann war Schluss. Da es keine andere Möglichkeit gibt, aus dem Ladebildschirm herauszukommen, als das Spiel neu zu starten, kannten wir unseren Weg: PS-Taste gedrückt halten, Anwendung schließen und direkt wieder Anthem starten. Habt ihr den Film “Die Wutprobe” gesehen? Die Anthem VIP-Demo könnte Teil 2 davon sein.

Wir starteten also das Spiel neu. Jetzt klappte die Serververbindung auf Anhieb und im Menü ploppte die Meldung auf, dass wir uns bereits in einer Expedition befinden würden und ob wir dieser nun beitreten wollen. Ja wollten wir. Auch wenn es nach 3 Absätzen nicht danach aussieht: Wir waren im Spiel. Zu viert. Genau so wie wir es wollten. Endlich. Es hat sich angefühlt als hätte man Bloodborne durchgespielt. Erleichterung. Jetzt konnte es endlich losgehen. Auch wenn wir jetzt in der ersten offiziellen Demo-Mission von Anthem gelandet sind, war es eigentlich die Mission den Marathon bis zu diesem Punkt zu überstehen. Wer viel Geduld bis hier hin mitgebracht hat, wurde dafür aber belohnt.

Ballern, Looten, Leveln

Anthem macht keinen Hehl daraus, dass es im Kern genau darum geht. Allerdings fällt schon in der Demo auf, dass man Versucht, das Ganze schön zu verpacken. Wir starten als einfacher Freelancer im “Turm”. Das wird, im fertigen Spiel dann der Social Hub sein, in dem wir auch auf andere Spieler treffen. Wir sehen uns um und entdecken ein paar Läden, viele NPC´s und mit manchen können wir sogar Dialoge führen.

Letztere sind relativ einfach gehalten aber hin und wieder können wir die Gespräche mit eigenen Sätzen beeinflussen. Wie sich das allerdings auswirken wird, oder ob es davon überhaupt eine spürbare Auswirkung geben wird, bleibt abzuwarten. Was in jedem Fall auffällt ist, dass die Charaktere zwar schön reden können, aber die Zähne dabei kaum auseinander bekommen. Das ist etwas schade, weil es die Illusion einer lebendigen Spielwelt etwas raubt, weil Anthem an und für sich, wirklich richtig gut aussieht. Aber dazu später mehr.

Wir steigen also in unseren Javelin, den wir in der Schmiede im Turm finden. Direkt im Anschluss befinden wir uns im Missionsbildschirm. Hier können wir Freunde einladen bzw. Teams erstellen, die Expeditionen einsehen und den Schwierigkeitsgrad wählen. Wir haben Zugriff auf die Schmiede und können Verbrauchsgegenstände für den Kampf ausrüsten. Alles sauber an einem Ort zusammengefasst. Hier findet sich jeder schnell zurecht.

Da es zu Beginn aber nicht wirklich viele Auswahlmöglichkeiten gibt, starten wir direkt die Mission oder besser gesagt, die Expedition. Ohne euch zu viel über den Verlauf sagen zu wollen, erkunden wir einen kleinen Teil der Welt von Anthem, bergen Relikte und stellen uns durchaus fordernden Gegnern. Bereits auf dem Schwierigkeitsgrad “Normal” sind die Gegner alles andere als leicht. Schnell stellt man fest, dass Anthem mehr ist als einfach nur ein Thrid-Person-Shooter. Beendet man Expeditionen erfolgreich, so gibt es zur Belohnung Loot in Form von Münzen, Waffen oder anderen Ausrüstungsteilen.