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Risen 2: Dark Waters – Eine spannende Artefaktsuche im offiziellen Roman zum Spiel

Artikel von | 14.10.2012 um 15:53 Uhr

Risen 2: Dark Waters erschien im August endlich auch für die Heimkonsolen und schickte alle Fans von Rollenspielen und Piratenszenarien auf eine Reise, bei der es gilt, die Welt vor der Bedrohung durch die Titanen zu retten. Für alle, die sich nun nicht in dieses Abenteuer stürzen wollten oder konnten oder für diejenigen, die es zwar getan haben, aber von der Geschichte rund um die Piraten, Titanen und den namenlosen Protagonisten nicht genug bekommen konnten, gibt es auch einen offiziellen Roman zum Spiel. Panini Books stellte uns diesen zur Verfügung, und wir berichten euch nun, wie wir die stürmische Seefahrt überstanden haben.

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Die Geschichte

Der offizielle Roman zu Risen 2: Dark Waters hält sich bei seiner Geschichte zumindest mit einiger Genauigkeit an das Spiel aus dem Hause Piranha Bytes, nur an einigen Stellen ist mit Abweichungen zu rechnen. Das spiegelt sich schon am Anfang wider: Der Protagonist, nun Mitglied der Inquisition, ist in der Not durch die bevorstehende Bedrohung dem Alkohol verfallen und bewegt sich kaum aus seinem Zimmer heraus. Bis eines Nachts (oder Morgens?) einer der Adjutanten an die Türe klopft und mit Aufträgen für den namenlosen Helden auf der Matte steht.

Der Auftrag sei schnell erklärt, denn wir wollen ja nicht zu viel von der Geschichte vorwegnehmen, um euch das Leseerlebnis auch spannend zu halten. Unser namenloser Held soll sich in die Reihen der Piraten begeben, denn es wird gemunkelt, dass diese Informationen über die einzige noch verbleibende Waffe haben, die zur Vernichtung der Titanen beitragen könnte.

Dieser Weg führt den Protagonisten unter anderem wieder mit Patty zusammen, der Tocher von Kapitän Stahlbart höchstselbst, was es ihm deutlich erleichtert, bei Stahlbart anzuheuern. Dann folgt eine Reise, die von merkwürdigen und mehr oder weniger sympathischen Charakteren sowie epischen Schlachten gegen Titanen geprägt ist.

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Was den Roman zu Risen 2: Dark Waters spannend macht

Um es gleich vorwegzunehmen: Das Buch zu Risen 2 hat es uns ziemlich angetan! Das liegt in erster Linie am ausgelassenen und äußerst lockeren Schreibstil, der den Protagonisten perfekt repräsentiert. Mit häufig ausgelassenen und leicht vulgären Ausdrucksweisen entführt man uns so auf die Reise, bei der das Anheuern auf dem Piratenschiff nur der Anfang ist.

Die Geschichte an sich zeigt sich solide, könnte aber hier und da noch etwas besser ausgearbeitet sein – dennoch ist es beeindruckend, wie man zum Beispiel einen ganz guten Einblick in die Welt der Piraten bekommt, bei der hinter der Fassade häufig gar nicht alles so streng und eisern ist, wie es von außen scheint.

Auch die anderen Figuren tragen ihren Anteil zur gelungenen Erzählung bei: Patty mit ihrem impulsiven und umgebremsten Auftreten, die aber trotzdem nie die Menschlichkeit vergisst, ist nur ein Beispiel. Auch Kapitän Stahlbart, als unmittelbarer Piratenboss zu Beginn im Hinterkopf, erweist sich als gar nicht so unsympathischer und unnahbarer Zeitgenosse. Den Weg geht der namenlose Held natürlich großteils mit Patty, was die beiden durch verschiedene gefährliche Gebiete führt und in zahlreiche spektakuläre Schlachten verwickelt.

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Der Autor

Steven Savile hat bislang über zwanzig Romane zu verschiedenen Lizenzprodukten geschrieben, darunter zu BBCs Erfolgsserien Doctor Who und Torchwood. Des Weiteren verfasste er auch die Story zu EAs Battlefield 3. Auch ein Sachbuch mit dem Titel Fantastic TV, das sich mit 50 Jahren Science-Fiction-Fernsehen in England und den USA beschäftigt. Sein Thriller Debüt Silber feierte insbesondere in England große Erfolge und hielt sich in den Bestsellerlisten. Auch für den British Fantasy Award war er bereits nominiert.

Timothy Stahl fungierte als Übersetzer, der bislang unter anderem die Übersetzung der Romane zu Assassin’s Creed sowie StarCraft übernahm und auch selbst Romane verfasste.

Fazit

Dem Roman zu Risen 2: Dark Waters sprechen wir eine ausdrückliche Empfehlung aus. Der lockere Schreibstil, die gelungenen Figuren und die solide Geschichte sorgen für gute Unterhaltung. Einige neue Informationen über das Risen-Universum bekommt man auch noch, also sollten Fans von Piranha Bytes‘ Rollenspiel definitiv einen Blick darauf werden. Wir fanden es schade, dass es nicht schon zum ersten Teil ein Buch gab, denn häufig liest es sich so, als ob man schon davor etwas mit dem namenlosen Helden hätte erleben können – natürlich nicht verwunderlich, denn die Geschichte orientiert sich stark um Spiel, und dieses wiederum steht in direkter Verbindung zu seinem Vorgänger. Kennt man die Spiele nicht, sollte man sich kurz in die Vorgeschichte einlesen, bevor es dann in die Schlacht gegen die Titanen geht.

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