Neuigkeiten aus der Filmwelt mit Jon Favreau, Captain America und Gangster Squad

Artikel von 26.07.2012 um 09:42 Uhr

Anthony Russo über das anstehende Captain America Sequel

Joe und Anthony Russo sind als Brüder sogar in der Regie nicht zu trennen. Die beiden wurden als Regisseure für den kommenden Captain America: The Winter Soldier engagiert und während einer Pressekonferenz über deren anstehende NBC-TV Serie namens „Animal Practice“ nutzte die Huffington Post die Chance um auch in Sachen Captain America auf den aktuellen Stand der Dinge gebracht zu werden.

Wie der Titel erahnen lässt, ist die Winter Soldier-Comicserie die Vorlage und gibt dadurch auch den angestrebten Ton des zweiten Teils an. Das würde bedeuten, dass es deutlich düsterer wird und dass es auch Zeit für den lange Zeit tiefgefrorenen Captain America wird, endlich im 21. Jahrhundert anzukommen.

Nun, viel war das nicht, aber was erwartet man, wenn es um einen Regisseur geht, der für Marvel einen Film dreht? Wir werden wie immer abwarten müssen, bis der Film am 04.04.2014 im Kino anläuft.

Pixar hilft laut Jon Favreau bei Magic Kingdom aus

Jon Favreau im Stress. Im Augenblick steht er gerade als Happy Hogan für „Iron Man 3“ vor der Kamera, hat aber auch einen Vertrag für Martin Scorseses „The Wolf Of Wall Street“ unterschrieben und ist als Regisseur für die Verfilmung des Broadwaymusicals „Jersey Boys“ bestätigt worden.

Er hat sich zwar dagegen entschieden für „Iron Man 3“ sowohl als Regisseur als auch als Schauspieler tätig zu sein und nimmt den stressfreieren Part des Schauspielers ein, aber er hat auch einen sehr interessierten Blick auf die Verfilmung der Disneypark-Attraktion Magic Kingdom geworfen, welche gerade noch in der Entstehungsphase ist. Ja, die Gerüchteküche darüber ist doch etwas erkaltet, aber um so erstaunlicher ist es, dass Favreau nun meint, er hätte einige der kreativsten Köpfe in Hollywood für dieses Projekt einspannen können.

Crave Online hat in einem Interview etwas nachgehakt und herausgefunden, dass Magic Kingdom nicht nur „tatsächlich entsteht“, sondern auch, dass Pixar mit an Bord ist, um die Entstehung wahr werden zu lassen.

Bisher wurde wohl ein Drehbuch geschrieben, mit dem man zu Pixar gegangen ist, denen das vorgestellt hat, man nun Zeichner und Storyboarder sucht, als wäre es ein animierter Film, sodass die bei Drehbeginn eine solide Basis für die Geschichte haben. Hier scheint sich alles an dem letzten Megahit zu orientieren, der aus einer Vergnügungsparkattraktion entstanden ist, nämlich „Piraten der Karibik“.

Favreau meint, dass er bei dem Film nur eine Priorität habe: dass der Film richtig angegangen und umgesetzt wird. Er möchte die Dreharbeiten wie ein eiskalter Auftragskiller erledigen, oder wie er es auf englisch ausgedrückt hat „one shot, one kill“, was doch etwas mehr Sinn macht als auf deutsch.

Gangster Squad als Sündenbock

Wie so oft reagieren viele Entscheidungsträger auf irrationelle Ereignisse genauso verwirrt wie die Auslöser schlimmer Ereignisse. Es geht natürlich um den neuesten Amoklauf während der Batman-Premiere. Hollywood scheint zu meinen, sowohl geschockt als auch betroffen sein zu müssen und Konsequenzen draus ziehen zu müssen.

Warner Bros. zum Beispiel hat wegen der Tragödie gemeint, die Solidarität mit den Opfern und deren Angehörigen damit zum Ausdruck gebracht werden kann, wenn sie einfach die Zuschauerzahlen der Wochenendpremiere von „The Dark Knight Rises“ um 12 Stunden verschieben.

Ok, es ist selbstverständlich nachvollziehbar, dass man über die Aktion mit dem entfernten Trailer – darin war ein Gangster mit Tommygun zu sehen, der auf ein Kinopublikum schießt- nicht reden muss. Das war gut und richtig, schon allein in Anbetracht dessen, dass der Trailer eben genau vor „The Dark Knight Rises“ gezeigt wurde.

Nur reicht das offensichtlich nicht.

Scheinbar ist genau dieser Film nun als Sündenbock herausgepickt worden, um ein vorgetäuschtes (kommt schon, glaubt ihr wirklich, dass die Studiobosse deshalb schlecht schlafen? ) schlechtes Gewissen und irrationales Schuldgefühl Hollywoods ausbaden zu müssen, denn nun wird der komplette Film nach hinten geschoben und erhält einige nachträgliche Dreharbeiten um auf die aktuellen Ereignisse scheinbar adäquat zu reagieren.

THR hat nun bestätigt, dass Warner vor hat, den Film auf Januar nächsten Jahres zu legen und die Zeit dafür zu nutzen, ein paar nachträgliche Dreharbeiten anzuleiern, die eben die Szene im Film behandelt, in der in dem Kino geschossen wird. Wie das aussehen soll falls es überhaupt machbar ist, wird man noch sehen.

Klar ist es im Augenblick noch hart, an solche Szenen zu denken, aber allein die Verschiebung hätte doch ausreichen müssen, vor allem wenn man die Kurzlebigkeit solcher Amokläufe bedenkt.

Natürlich ist die ganze Welt darüber bestürzt… aber wie viel Zeit wird nach dem Sommerloch vergehen, bis die „tief betroffene Öffentlichkeit“ darüber nicht mehr spricht? Wir haben Ende Juli… bis in zwei Monaten (ich hab wegen dem Sommerloch noch einen Monat draufgepackt) wird es in den Klatschmedien und somit in der breiten Öffentlichkeit vergessen sein. Je nach Prozessbeginn und Urteilsverkündung wird noch mal eine Welle der Betroffenheit und Bestürzung durch die USA und die Welt schwappen, aber dann war es das, vorausgesetzt, es findet in der Zwischenzeit nicht noch ein Amoklauf , eine Promischeidung oder eine andere Katastrophe statt, auf die sich die Boulevardpresse dann stürzen kann.

Den Leuten, die so etwas Schreckliches am eigenen Leib erfahren mussten, bringt das bestimmt nichts und wenn Warner helfen will, waren die Premierenabsagen und die Spenden für die tatsächlich Betroffenen des Amoklaufes der richtige Weg, alles andere ist doch eher im Bereich der Überreaktion anzusiedeln.

Wie denkt ihr über das Thema? Teilt uns Eure Gedanken zu den geplanten Reaktionen doch mal mit…

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