DmC: Vergils Downfall im Test

Artikel von 11.03.2013 um 20:01 Uhr

Der Reboot von Devil may Cry liegt mittlerweile knapp zwei Monate zurück. Was in guter Erinnerung geblieben ist, sind die durchweg positiven Bewertungen und ein klasse Gameplay. Die Erweiterung, rund um den gefallenen Bruder des Rebellen Dante, ist seit dem 06.03.13 im PlayStation Store verfügbar. Wir haben uns den 8,99 Euro und 1,8 GB großen DLC, für euch besorgt und getestet. Ob ein Fall in den Abgrund des Vergessens oder der Aufstieg eines neuen Helden als Gegenpart von Dante, lest ihr in der folgenden Kurzreview.

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Dieser Fall schmerzt


Wir wollen nicht alles von der Story verraten, da es auch den Hauptplot um Dante betrifft. Vergils Downfall zeigt den Konflikt, der in ihm zwischen Gut und Böse ausgetragen wird. Die Geschichte zwischen den Missionen wird im Comicstil erzählt. Leider nicht der schönste Look aber zweckmäßig. Wir begleiten Vergil in sechs Missionen und nach einer Gesamtspielzeit von zwei Stunden seht ihr das Ende, bzw. Vergils Wiedergeburt. Die Fans der Serie wissen was aus ihm wird, interessant ist der Werdegang der Story aber trotzdem. Das Gameplay ist vom Bruder Dante übernommen, nur die Attacken und die Bewaffnung unterscheiden sich. Dantes Zwillingsbruder schnetzelt sich mit seinem Katana Yamato durch bekannte Gegnerhorden und bearbeitet auch neue Dämonentypen, wie das Irrlicht oder den Gefängniswärter. Zu Beginn beherrscht Vergil nicht viele Angriffe und es bleibt auch nicht viel Zeit, um alles zu erlernen. So sorgt der erste Durchgang für wenig Kampfabwechslung. Erst nach diesem und mit höherem Schwierigkeitsgrad, baut ihr das Arsenal an Angriffen aus und die Kombopunkte gehen steil nach oben. Da Vergil ebenfalls ein Nephilim ist, stehen ihm auch ein Teufels- und ein Engelsmodus zur Verfügung. Yamato verfärbt sich dann dementsprechend. Ausweichen, das schnelle Vorstürmen, alles geschieht in einer Art beamen. Das sieht super aus und die Angriffe sind genau auf den Nephilim zu geschneidert. Für Fernangriffe lässt er magische Schwerter entstehen, die dann auf den Feind niederprasseln. Steckt eines der Schwerter im Feind, kann Vergil sich schneller zu diesem hin beamen und den Feind auch in der Luft weiterbearbeiten. Bei seinem Dämonentrieb erscheint ein Schatten, der mit hilft die Gegnermassen zu dezimieren oder einem Bossgegner schneller in die Knie zu zwingen. Der Schatten kann von euch befehligt werden, mit welcher Taktik ihr zusammen angreifen wollt. Die Devil Trigger Leiste kann auch für einen Ring aus Schwertern ausgegeben werden. Dieser Ring schützt euch dann vor den Dämonen. Schade nur, dass der Dämonentrieb erst in der letzten Mission verfügbar ist. An den bekannten Statuen können bestehende Angriffe erweitert oder neue erlernt werden. Die Palette an neuen Attacken ist völlig ausreichend für einen DLC. Grafisch macht die Selbstfindung einen Schritt zurück. Es sieht schlecht aus, kleine Grafikfehler und Fehler in einigen Sequenzen, zeigen euch öfters, dass es sich hier um ein nachgereichtes, abgespecktes DmC handelt. Die Umgebungen kennt ihr aus dem Hauptspiel und so bekommt Vergil nicht die Aufmerksamkeit, wie er sie verdient hätte.

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Vergil hat einfach keine Zeit sich zu entwickeln. Der Spielspaß passt und es kommt der Wunsch in uns hoch, dass auch der gefallene Bruder ein eigenes Vollpreisabenteuer bekommen soll. Die Kämpfe sind flott, aber optisch müssen Einbußen gemacht werden. Zum Schluss kommt noch der hohe Preis für die kurze Spieldauer. Fünf Euro hätten es, in diesem Fall, auch getan. Nur für hartgesottene Fans der Reihe, da es wirklich, nach der Special Edition aus Teil 3, wieder Spaß macht mit Vergil zu schnetzeln.