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Assassin’s Creed – Die Faszination der Assassinen

Artikel von | 28.10.2012 um 14:46 Uhr

In wenigen Tagen erscheint Assassin’s Creed III offiziell im Handel, während sich bereits einige wenige Spieler glücklich schätzen können, den Titel vor dem Release in die Konsolen einlegen zu dürfen. Wir dachten uns, dass wir uns heute damit befassen können, den Assassinen ein wenig auf den Zahn zu fühlen. Warum mögen wir die Assassinen? Welche Ziele verfolgt jeder einzelne? Und warum fallen haufenweise Frauen in Ohnmacht, wenn sie nur an Connor denken müssen? Okay, die letzte Frage ist überspitzt, aber ihr versteht schon, was wir ausdrücken wollen. Was fasziniert also die Menschen so an den Assassinen?

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Zum einen ist es die Organisation an sich: Der geheime Kampf gegen die Templer, die Suche nach den Edensplittern und die Einhaltung des Credos prägen das Leben der Assassinen, die sich bereits vor etwa 1.000 Jahren gründeten. Es geht jedoch um viel mehr als nur das Ausmerzen der Templer. Nein, vor allem befolgt man das Credo der Assassinen: Man gefährdet die Gemeinschaft nicht, verhält sich unauffällig und versucht die Bruderschaft zu schützen. Dabei sind die genutzten Tugenden mit den Rittern abgestimmt, sodass die Assassinen auf Ehre, Bescheidenheit, Anstand, Treue, Würde und Beständigkeit Wert legen. Dies sind nur ein paar der Rittertugenden, die wir abgeglichen haben, aber dennoch sind sie ausreichend. Wir haben also einen Assassinenorden, der sich an Rittern orientiert und für das Wohl der Menschheit sorgt. Sind Assassinen also geheime Ritter?

Das sicherlich nicht, denn sie grenzen sich zu sehr von den Rittern ab. Während ein Ritter beispielsweise das offene Duell sucht, meucheln die Assassinen lieber im Versteckten und Geheimen ihre Gegner. Bezeichnen wir sie also nicht als geheime Ritter, sondern einfach als Meuchelmörder, die sich an den Tugenden bedienen, diese auf sich umwandeln und anwenden. Immerhin sind die Ritter auch fast mit den Templern gleichzusetzen, die in ihren Reihen Tempelritter aufweisen. Außerdem sind Ritter in unserem Weltbild auch fest mit der Kirche und Christenheit verankert. Je nach Sichtweise kämpfen auch die Templer für das Wohl der Welt, nutzen jedoch eher das Schema des Zwangs, um an ihr Ziel zu gelangen. Während die Templer die Unterdrückung bringen, für die das Ganze eher an "Aufbau und Ordnung" grenzt, versuchen die Assassinen diese Unterdrückung in der Versenkung verschwinden zu lassen. So viel dazu. Verfolgen wir doch einmal die verschiedenen Assassinen der Spielreihe und lassen Desmond dabei außen vor.

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Altair Ibn-La’Ahad – Der unnahbare Held

Der einst ranghohe Altair verliert durch einen gravierenden Fehler gleich zu Beginn des Spiels seinen Rang, denn wer mit dem Kopf durch die Wand will, stößt auch bei den Assassinen auf Granit. Er wird degradiert und muss nun verschiedene Missionen ausführen, um seinen Rang zurückzuerhalten. Demnach versucht er, seinen Ruf wiederherzustellen, seine Ehre zurückzuerlangen. Während man nebenbei auch noch dunkle Machenschaften der Assassinen und Templer aufdeckt, erlebt man jedoch recht wenig von den privaten Ansinnen Altairs. Er ist eher der sture Kämpfer, der nur einen Gedanken verfolgt: Seinen Ruf wiederherzustellen.

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Erst viel später in Assassin’s Creed: Bloodlines, Assassin’s Creed: Revelations und dem Buch Assassin’s Creed: Der Geheime Kreuzzug erfahren wir mehr von der Kampfmaschine. Wir erfahren, dass auch Altair nur ein Mann ist. Und ab dem Punkt beginnt er, menschlich zu werden, steht jedoch bis zum Schluss als Anführer der Assassinen, als großartiger Meisterassassine auf seinem Posten. Besonders Altair verfolgt die meisten der ursprünglichen Tugenden, die wir zu Beginn aufdeckten. Er ist bis zum Schluss der Bruderschaft gegenüber treu, übt sich in Bescheidenheit, ist ehrenhaft und strahlt eine ganz besondere Würde aus. Weiterhin ist er unnahbar bis man mehr über ihn erfährt.

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Ezio Auditore da Firenze – Der rachsüchtige Held

Etwa dreihundert Jahre später in Florenz entscheidet sich Ezio Auditore für einen etwas anderen Weg als den der Ehre. Aufgrund schwerwiegender Ereignisse, bei denen Verrat eine tragende Rolle spielt, beschließt der junge Ezio Rache zu üben. Er schlüpft in die Rolle des Assassinen und will Rache an all jenen üben, die für seine Trauer und seinen Schmerz verantwortlich sind. Dabei ist er blind für den Schmerz, den er dabei den Angehörigen seiner Opfer beibringt, denn er sieht sich nur einem Ziel gegenüber.

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Schlussendlich ist Ezio sehr vom roten Tuch der Rache geprägt und so ist auch der Verrat ein steter Begleiter unseres Assassinen, denn bis zum Schluss lässt ihn seine Vergangenheit und sein Schicksal nicht los. Erst später bemerkt er, dass es noch mehr im Leben gibt, gründet eine Bruderschaft, hilft der türkischen Bruderschaft auf die Beine und verschafft sich zuletzt ein angenehmes Leben auf einem Weingut, doch auch hier kann er nicht wirklich aus seiner Haut heraus, doch hier trifft er endlich nicht mehr auf den Verrat. Am Ende seines Lebens geht es ihm nur noch darum, genau dieses zu beschützen. Die erwähnten Tugenden der Assassinen passen hier nur zum Teil: Treu ist Ezio seiner Familie gegenüber und erst viel später auch der Bruderschaft gegenüber. Auch er ist nach festen Regeln erzogen, ignoriert sie jedoch eine Zeit lang, bis er mehr über das Credo der Assassinen weiß.

Allerdings lassen sich bei ihm nicht mehr ganz so viele Tugenden auffinden wie noch bei Altair. Ist Ezio bescheiden? Eher weniger, denn er ist bereits mit Reichtum aufgewachsen, während er später bei seinem Onkel in einer Villa lebt, also zumindest so gesehen übt er sich nicht in Bescheidenheit, erst dann im Alter. Ezios Ziele, die ihn zu einer Bruderschaft führten und zu einem großen Meisterassassinen machten, gründeten sich anfangs aus Rache und das prägte sein Leben. Im Gegensatz zu Altair ist Ezio jedoch menschlicher, da wir von ihm viele verschiedene Schicksale erleben.

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Connor Kenway – Der gerechte Held

Connor Kenway, unser Protagonist aus Assassin’s Creed III, lässt sich vermutlich am ehesten mit einer Art Superheldengeschichte vergleichen: Gebeutelt von der Brutalität der Siedler lässt er sich zu einem Assassinen ausbilden und bekämpft die Tyrannei und die Ungerechtigkeit in Amerika. Möglicherweise lässt sich das Ganze auch als "Phönix aus der Asche" beschreiben, denn während Altair bereits in den Orden der Assassinen geboren wurde und Ezio aufgrund seiner Rachegedanken beitrat, verfolgt der junge Connor den Weg der Gerechtigkeit.

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Hierbei sind ihm Worte wie "gut" oder "böse" fremd, er will eher die Welt retten und scheint sich dabei gefährlichen Mitteln zu bedienen, so sagt einer der Männer in dem entsprechenden Trailer: "Wenn du so die Welt rettest, Bursche, gib acht, dass du sie nicht zerstörst!" Schlussendlich erhebt sich Connor, um ein Zeichen zu setzen, dass man sich nicht alles gefallen lassen muss. Er sucht nicht nur einen Platz für sich im Leben, sondern möchte auch seinem Volk ein Platz im Amerika der Neuzeit sichern. Er kämpft für höhere Ziele, während die Ziele Altairs und Ezios doch eher egoistischer Art waren. Welche Wege er weiter beschreiten wird, lässt sich erst in der kommenden Woche sagen.

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Welchen der drei geschichtlichen Assassinen mögt ihr am meisten?

Deine Meinung? Let's Chat!

  1. User Avatar

    Ezio Auditore da Firenze…

  2. User Avatar

    mich fasziniert nur, dass sich deren name von haschisch ableitet. :coolface:

  3. User Avatar

    Ezio Auditore

  4. User Avatar

    Ezio Auditor, of course!

    The one and only Master Assassine!

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