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50 Millionen Euro für die Games-Förderung in Deutschland

Artikel von | 10.11.2018 um 08:19 Uhr

Wie der Branchenverband game auf seiner Homepage schreibt, wird es erstmals einen ordentlichen Förderungsfond für die Games-Industrie in Deutschland geben. Insgesamt landen 50 Millionen Euro in diesem Topf – eine solche Summe hat es zuvor nie gegeben.

„Gaming und Politik haben in der Vergangenheit leider ein wenig gefremdelt. Inzwischen ist aber doch wohl jedem klar, dass diese Branche einen Motor für die Kreativindustrie – wirtschaftlich wie künstlerisch – darstellt. Ich habe gern dafür gesorgt, dass der ‚Deutsche Games-Fonds‘ seinen Weg in den Bundeshaushalt 2019 findet und den Entwicklerstandort Deutschland stärkt.“ Sagt Rüdiger Kruse, Berichterstatter im Haushaltsausschuss der CDU/CSU Bundestagsfraktion.

Tatsächlich handelt es sich bei dem Beschluss um einen gemeinsam vereinbarten Punkt aus dem aktuellen Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD. Der Branchenverband game hat sich viele Jahre dafür eingesetzt, den deutschen Videospielmarkt mit seinen Entwicklern konkurrenzfähig zu machen und nicht selten fehlt dafür das nötige Kleingeld.

 

Die Berücksichtigung der Games-Förderung im Bundeshaushalt 2019 ist ein historischer Schritt für den Games-Standort Deutschland. Erstmals überhaupt wird die Entwicklung von Spielen auf Bundesebene in Deutschland gefördert. Jetzt fehlen nur noch wenige Schritte bis zur Ziellinie. Aktuell sind die Rahmenbedingungen für die Spiele-Entwicklung in Deutschland international kaum konkurrenzfähig. Jetzt muss es darum gehen, das konkrete Förderprogramm schnellstmöglich zu entwickeln und von der EU notifizieren zu lassen. Nur wenn der Games-Fonds kommt, haben wir die Chance, zu den internationalen Hotspots der Spiele-Entwicklung aufzuschließen.“ So game-Geschäftsführer Felix Falk.

Länder wie Kanada oder auch Frankreich unterstützen ihre jeweilige Videospielbranche schon seit Jahren. Vor allem durch finanzielle Unterstützungen sparen Entwickler dort im Schnitt 30 Prozent ihrer Produktionskosten. Bislang galt das für deutsche Spieleentwickler nicht, wodurch sich andere Länder einen Vorteil erarbeitet hätten. Darauf sei auch zurückzuführen, dass der Marktanteil deutscher Spieleentwickler in den letzten Jahren insgesamt zurückgegangen ist. Der Fördertopf soll nun dagegen steuern und wieder mehr deutsche Entwickler auf den Plan rufen. Immerhin ist die Videospielkultur eben eine Kultur, fördert ebenfalls Künstler, die Entwicklung neuer Technologien: An vielen Stellen können wir also von einer guten Entwicklerbranche profitieren.

 

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